Beiträge von WorkingDogs

    Aber wenn, dann denkt jeder nur in seinen Generationen. (So wie eben beim "Ein bisschen Inzucht ist nicht das Problem". Aber wenn jeder ein bisschen Inzucht betreibt, ist es kein bisschen mehr. Über die gesamte Population hat doch kaum wer auch nur halbwegs Überblick - oder Einfluss darauf, wie sie sich weiter entwickelt, wenn Züchter 1, 2,3 aber diese oder jene Entscheidung treffen. )

    Es ist einfach problematisch 400 Kleinstpopulationen erhalten zu wollen. Da braucht es keine Inzucht, das wird von ganz alleine immer enger.

    Normalerweise führt man verschiedene Linien, frischt immer mal auf und züchtet dann immer mal wieder auf gute Hunde zurück. Und Selektion, Selektion, Selektion.

    Verbessern heißt schlichtweg oft einfach nur so Sachen: "Ich will die Ohrenform, die mir besonders gefällt, möglichst hoch erblich haben". (In meinen Linien).

    Bei meinen Rassen sprechen wir von sowas wie Griffverhalten, Vorstehen, Wildschärfe oder anderes Triebverhalten. Ich kenne in meiner Bubble keinen Züchter der irgendwas Inzüchtet wegen Ohrenformen oder dergleichen. Wenn ich Leistung festigen und erhalten will, wird die Linie immer irgendwo erhalten bleiben müssen. Inzucht gehört dazu, genauso wie frisches Blut dann und wann.

    Beim Mali sind diverse Inzuchten super beliebt. Da ist x-Mal Klemm nicht selten und die Rasse gilt ja eher als überdurchschnittlich gesund. Ich kenne kaum eine Rasse wo so viel Inzucht normal ist.

    Beim DSH würde ich auch eine Inzucht machen bei der ich weiß, dass sie bspw die Bänderstabilität extrem verbessert.

    Aber ja, zum Inzüchten gehört viel Interesse dazu, das ist eher nichts für Leute die sich mit der Rasse und ihrer Vergangenheit (gefälschte Stammbäume) nicht befassen wollen oder eh nur alle 100 Jahre mal nen Wurf machen.

    Outcross ist aber auch nicht die „Nummer sicher“, da sind Krankheiten und Probleme doch auch gab und gebe. Um sinnvoll outcrossen zu können muss auch erstmal bekannt sein was denn bezweckt werden soll. Beispielsweise DLA Gene und welche Gene mach konkret in die Population holen will und ob entsprechende Verpaarung das überhaupt bezwecken kann.

    Ein Beispiel für ein sinniges Outcross und frischblut wäre für mich der Collie und die MDR1 Problematik, einfach um die Basis an freien Hunde zu erhöhen. Da gibt es dann ja auch eine konkrete Kennzahl.

    Generell fehlt bei der Thematik aber so ein wenig die Konkretisierung was denn verbessert werden soll und wie das angestellt werden soll.

    Und alles steht und fällt mit der Qualität der Hunde, solange man so gut an Zucht verdient und die falschen Hunde in der Zucht landen ist es sowieso egal und wird schlechter werden. Outcross dient auch immer mehr als Ausrede dafür, Hunde in die Zucht zu holen die da nichts zu suchen haben.

    Edit: Das wollte ich gar nicht schreiben. Ich wollte eigentlich schreiben, dass ich euch übelnehme, meinen Bambuswunsch ins Wanken zu bringen. Ich hätte nämlich gern welchen als Baumaterial (nicht gerade ein Floß, aber alles mögliche von Rankhilfen bis Zaun - das muss doch super sein?!).

    Nimm doch einfach Flecht oder Kopfweide.

    Ich sehe bei dem Beispiel auch viel mehr das Problem bei Showzucht denn "Inzucht" per se aber gut |)

    Ich auch, Inzucht hat ja grade beim festigen von Merkmalen viele Vorteile, das geht natürlich auch in die andere Richtung. Einmal ne vernünftige Auskreuzung drauf und dann wieder in die Inzucht und Linie gehen. Machen wir beim Geflügel regelmäßig für frisches Blut oder wenn Rassen zu eng sind. Gehört einfach zusammen, das ist kein entweder - oder wenn man Eigenschaften festigen und erhalten will.

    Letztendlich sind viele Dinge abseits der vorgeschriebenen Auswertungen trotzdem Thema. Am besten jemanden fragen der sich mit der Rasse/Linie auskennt.

    Ich lasse immer HD, ED, Wirbelsäule, Schultern und Knie anschauen, vieles ist aber natürlich auch degenerativ oder kann durch falsches Training irgendwann zum Thema werden.

    Beim Mali lasse ich auch die Zähne mitmachen, da gibt’s leider so arge Probleme mittlerweile in den Linien durch die fehlende Beißarbeit fällt das halt nicht auf dass die Qualität da immer schlechter wird. BC hört man auch sehr oft von kaputten Zähnen.

    :roll:

    Nein, Gesetze in einzelnen Laendern aendern in anderen Laendern nix. Sie zwingen aber die jeweiligen Verbaende zu Aenderungen und dann kann ein Tamas Jakkel noch so plaerren. Norwegen (war es Norwegen?) und auch die NL haben es vorgemacht.

    Ja, es gibt auch andere Zuechter. Keiner sagt was anderes.

    Wenn aber der FCI-Praesident das alles (was in der organisierten Hundezucht son passiert) ach so mega findet, dann nehmen sich mehr als genug ein Beispiel daran! Und solange solche Menschen in den wichtigen Aemtern sitzen, wird mAn einfach nix passieren.

    Da kann man sich jetzt ans Bein gepinkelt fuehlen, muss man aber nicht. Nicht, wenn man anders denkt/handelt und auch erkennt, was genau hier kritisiert wird.

    Ja, korrekt, die haben vorgemacht dass sie regional etwas verändern und da TROTZDEM auf der Ebene nichts passieren wird, weil Weltpolitik nun mal ein anderes Pflaster ist und der Großteil der Welt da völlig anders tickt als wir paar einzelne Länder.

    Ich wüsste auch nicht, wieso ich nicht fragen darf, warum der User diesen Spruch notwendig findet, kann der User mir ja sicherlich auch selbst erklären, wenn ich zu dämlich bin ;-)

    Wenn das von ganz oben die Haltung ist, wie sieht das dann im Rest der organisierten Zucht aus? Ich dachte, es gäbe inzwischen ein Verständnis für Genetik?

    Warum dieser Spruch schon wieder? Echt, ich kapiere es nicht, was soll das immer?

    Ja, wir sind alles solche Leute. Danke für nichts. Das einzige was solche Sprüche erzeugen ist Spaltung und Mauern.

    Schmeißt doch mal bitte nicht kleine normale Züchter mit Politkern zusammen. Zumal unsere Deutschen Gesetze absolut nichts verändern werden, der Mann kommt aus Budapest.

    Und nein, du hast als kleiner normaler Züchter null Einfluss auf solche Posten, null! Das läuft über Delegierte und selbst wenn der ganze VDH anders denken würde, wären da noch drölfzig andere Stimmberechtigte Staaten.

    Toll, eine natürliche Selbstregulierung… wunderbar. Also Staupe, Räude, Parvo oder auch wieder sowas wie Tollwut (der Hauptregulator), soll die hier dann auch direkt wieder mit angesiedelt werden?

    Der Artenschutz des Wolfes ist leider kein Naturschutz, aber er passt perfekt in die

    Heutige Zeit wo auch Waldwege mit dem Laubbläser bearbeitet werden, damit man sich in der „Natur“ wohlfühlt. Für diese Form der Unweltpolitik ist der Wolf das ideale Sinnbild.

    Das glaube ich dir sofort und ungesehen.

    Darum betone ich durchaus immer wieder, dass es mir ums verstehen geht. Nicht ums werten.


    Aber da du soweit in der Szene der Jäger steckst.

    Mal davon ausgehend, dass die Gesetze es erlauben und es gesellschaftliche Akzeptanz fände - wie realistisch ist eine 24/7 Weideschützung durch Jäger für ALLE Nutztiere in Deutschland, damit ein Wolf nie wieder zum Jagderfolg käme!? Und was für Auswirkungen hätte die permanente Präsenz von Waffen auf Fluchttiere, die eingezäunt sind?

    Ich meine das ist es ja, was du dir teils wünschen würdest, wenn ich das richtig verstehe. Eine Erlaubnis den Wolf zu schießen, um deine Tiere zu schützen. Dafür braucht es doch aber mehr als nur ab und an mal eine Jagdaktion, oder? Oder wartet man in dieser Theorie, bis es zu Rissen kommt. Und wie soll das praktisch umgesetzt werden?

    Nein, braucht es nicht, du kennst doch deine Tiere und oft reicht es schon aus wenn man bei Rissen einfach reagieren darf. Genauso siehst du doch was im Revier abgeht.

    Wir produzieren auch unser Fleisch selbst, da muss ich auch nicht die halbe Nachbarschaft versorgen, sondern darf ganz egoistisch nur an uns denken und tue trotzdem „was Gutes“.

    Es gibt auch noch sowas wie Eigenverantwortung.

    Und wenn mir trotz Erlaubnis der Wolf alles wegreißt weil ich nicht vorgesorgt habe, dann bin ich da auch selbst schuld. Momentan darf man sich aber nicht wehren.

    Bei diesem ganzen Extremismus-Menschenkram bin ich raus, das ist mir zu arrogant.