Beiträge von lurchers2

    Alles in allem solltest du versuchen den Hund nicht allzusehr zu bemuttern. Gerade wenn sie eine eher unsichere Hündin ist und dir gerne folgt, um in deinem Schlepptau sich auch an neues zu wagen, solltest du das nutzen. Sei so normal gegenüber Aussenreizen, wie du es eben normalerweise bist. Lass dich nicht von ihrer Unsicherheit anstecken. Deine Schilderungen klingen eher nach unsicherem Hund als nach ängstlichem Hund.
    Sie soll weiter lernen, dass du ihr Orientierungspunkt bist, nicht umgekehrt. Also nicht erst den Hund "fragen" und dann handeln. Das würde die Unsicherheit beim Hund noch mit Überforderung ergänzen.
    Du siehst ja, das der Hund z.b. auf die "Zwangsbeglückung" durch dein Runtertragen nicht etwa mit noch mehr Angst reagiert, sondern nun die Situation "runtertragen" als nicht so schlimm, weil schonmal gut gegangen, gelernt hat.

    Hundetrainerin ist gut, also eher für euch als für den Hund. Viel ERfolg. Und natürlich viel Spass. Ohne den wird es nämlich auch nix.

    PS. @frauchen07 du hast schon den ganzen Post und meine darauf folgenden gelesen?
    PPS: was bitte ist schlimmer, einmal runtertragen oder drei Tage oben lassen und zum reinpullern zwingen? Was lernt denn der Hund dabei konstruktives?

    aber der Hund war ja nun schon oben. Da ist sie dann ganz wattebauschig drei Tage lang geblieben und dann hat es geschrien und gekracht und dann wurde jemand anders ordentlich gebissen wie es scheint. Und dann der Hund möglicherweise mit der Arbeitsbühne wieder auf die Erde gebracht.
    Wie der arme Hund das aber dann ohne Trauma überstanden hat, ist noch nicht klar.

    PS. ohne Hund und Halter persönlich zu kennen, würde ich niemals Zwang zur Überwindung von irgendwas beim Hund empfehlen oder dazu eine Anleitung geben. Das geht nämlich in 99 von 100 Fällen schief.

    Dann war ich da missverständlich. Von runterzerren hab ich nix geschrieben und von keine Angst zeigen auch nicht. Extra hab ich dazu gar nix geschrieben, denn ich weiss nicht, was die TE verstehen oder umsetzen könnte.

    Wüsste ich dazu mehr, würde ich evtl. eine Idee anbringen, wie man Hund da angstfrei bzw mit Erfolg (-serlebnissen), positiv aus einer Situation entlassen und/oder/auch trainieren könnte.
    ...
    bisher weiss ich nicht mal, ob die gebissene Person noch lebt und ob die ARbeitsbühne zum Einsatz kam. :ugly: Und das tät mich wirklich interessieren.

    wie viele Hunde hattet ihr schon? Je nachdem würde ich nämlich gar nix sagen, an eine Fachperson verweisen.

    Arbeitsbühne? Nach drei Tagen oben? Wie hat denn der Hund sich gelöst? bleibt die einfach oben, wenn ihr runter geht und da bleibt? Für drei TAge?

    Grundsätzlich ist es keine gute Idee, abzubrechen, wenn der Hund angst zeigt, denn dann lernt er, dass er mit seinen Angstäusserungen (oder was ihr dafür haltet. weitermachen geht aber nur, wenn man weis was man tut, und hier ist es ja schief gegangen, der Hund hat sogar kräftig zugebissen. Was ise dmait gelernt hat, will ich hier gar nicht weiter ausführen, aber böder hätte es nicht laufen können.

    Ob das an euch liegt (du hast dazwischengefunkt) oder am Hund oder an der Schwägerin kann ich aus meiner Kristallkugel nicht herauslesen.

    Daher: wie viel Erfahrung hast du/deine Mitmenschen mit Hundetraining?

    Ich kenne alle Sorten und alles funktioniert oder auch nicht. Persönlich halte ich immer Rüde/Hündin. Und meiner persönlichen Statistik nach gab es in einer solchen Kombi am aller wenigsten Probleme untereinander. Auch nicht wenn einer alt wird oder einer erwachsen oder eine läufig wird oder in der Umgebung jemand läufig ist oder so.

    Allerdings werden Hundebegegnungen schlagartig reduziert.
    Die Anfrage "Rüde oder Hündin" lässt sich halt in 100 Prozent der Fälle nicht mehr positiv beantworten. Und bei einem Pärchen gibt es eigentlich immer jemanden, der/die einen Kontakt nicht gut findet (mein Kerl/mein Weib).

    Ihr solltet überlegen, was ihr einem Labrador bieten könnt. Bzw was ihr überhaupt einem Hund bieten könnt. Und dann könnt ihr ganz sicher gut entscheiden, was für ein Hund bei euch einziehen sollte.

    Ein LAbrador ist ein recht großer, arbeitsamer Hund mit mittlerem bis großen Bedürfnis sich physisch zu betätigen. Sein Vorzüge sind relative Gelassenheit, das sollte aber nicht mit Faulheit gleichgesetzt werden. Ich kenn viel Labradore, die neben ihrer Tätigkeit als Jagdbegleiter unbedingt den Tag über noch die eine oder andere Aufgabe erfülle wollen. Die sind auch nicht faul oder ruhig, sondern sehr aktiv und wollen mit dir was machen. Will to please ist immer auch eine Aufforderung und Aufgabe an den Halter.
    Also mehr als um den Block oder mit den Kindern im Garten tollen.

    Die können auch mal ruhige Tage machen, wenn sie entsprechend erzogen sind. Die sind oft sehr "kinderfreundlich", also belästigungsresistent und selber durchaus grenzüberschreitend (die küssen einfach zurück, mit Zunge :D ), mit der durchaus grobe Art sollte man beim Junghund direkt entsprechend erzieherisch umgehen.

    Labrador und Kinder kann toll passen, aber es sollte mindestens ein erwachsenes Familienmitglied geben, das mit dem Hund wirklich arbeiten möchte. Dann sind das tolle Familienmitglieder.

    @frühlingskuss
    ich möchte dringend nochmal auf die Größenverhältnisse hinweisen.

    Stell dir bitte mal vor, du hast ordentlich Respekt/Angst vor Hunden. Und dann kommt ein kuhgroßer Dobermann auf dich zu und mit seinem Maul auf deine Brusthöhe mit Zähnen in Richtung Gesicht...
    Ich hab überhaupt keine Angst vor Hunden, aber schon gehörig Respekt, wenn die gross und unbekannt und offensichtlich unberechenbar sind. Und würde da nicht so nah rangehen.

    Bitte sichere den Hund in Zukunft wenn Kinder im Spiel sind (in einem abgeschlossenen Raum/ Leine an deiner Seite), auch wenn er mal nicht mehr ganz so unberechenbar Kindern gegenüber sein sollte.
    Ich hatte immer große Hunde, mal mit mal ohne Kinder, mal mehr mal weniger verträglich mit Kindern. Und manchmal auch im pädagogischen Einsatz. Und alle habe ich allzeit entsprechend gesichert.

    Und selbst als Kind hat mein damaliger Hund (absolut Kindersicher) durchaus mal nen Kumpel gebissen ,wenn der mich z.b. erschreckte.
    Aber der war gottseidank nicht dobermanngroß und ich schon viel älter.

    Ich bleib dabei. du solltest dir eine vertrauenswürdige, weil besuchbare und bekannte, Stelle suchen und dort deine "Hundewünsche" durchgeben. und dann darauf achten, dass der angeboten Hund die von dir gewünschten Eigenschaften in einem dir entsprechenden Umfeld schon zuverlässig gezeigt hat. Oder du ihn selber gut genug einschätzen kannst.