Liebe TE,
wenn einen sowas wahnsinnig macht, ist ein solcher Hund eine große Herausforderung. Ich hab auch so was zu Hause sitzen.
Man kann aber daran auch sehr viel lernen. Geduld, Nachsicht, Hinterfragen und Timing im Training.
Hast du Kinder? Ist wie mit Kleinkindern. wenn die brüllen, muss ich mich nicht ärgern, sondern handeln. weil die das nicht machen um mich zu ärgern, sondern weils irgendwo klemmt.
selbst wenn ich dann doch konsequent was verbieten musss ("bockig" sein) , ist auch das eine Lernaufgabe für beide Seiten.
Und wenn ich mit schwachen Nerven nicht gut zurecht komme muss ich auch da sehen, wie ich mich damit versöhne, um dann mit der Hündin angemessen umgehen zu können.
Und dann kannst du die Schlüssel zu erfolgreicher Kommunikation und einem erfolgreichen Training für euch beide finden.
alles andere macht einen total fertig und mürbe.
Been there, done that.
Aber kein Hund hat mir je so viel über Vertrauen und über Timing beigebracht wie diese Hündin.
Inzwischen kann ich sogar lustig mitquitschen ,wenn sie im Auto mal wieder vor lauter Vorfreude rumjaunert. halbe Stunde bevor wir da sind. Und dann nochmal bisschen selbstkontrolltraining einschieben.
Oder eben drüber hinweg sehen, wenn sie mal wieder die Nerven verliert, in schockstarre verfällt, hysterisch wird etc. sie ist eben so. Aber sie ist liiieeb. Und ein Sonnenscheinchen, und sooo glücklich, wenn ich glücklich bin. Und ausgeglichen wenn ich ausgeglichen bin.
Lange Rede - du kannst sie nicht ändern, du kannst nur deine Haltung und deine Handlungen ändern. Ob du das kannst und willst musst du ganz alleine abschätzen.
Ich hatte mir eine Deadline gesetzt. hätte ich bis dahin mich nicht verbessert mit ihr, hätte ich sie abgegeben.