Beiträge von Coconutje

    Persönlich würde ich mir Gedanken machen was von der Wunschliste priorität ist und was eher "nice to have" ist.

    Da du in einer Wohnung wohnst und kein Hund gewünscht ist der besonders viel Bewegung braucht würde ich nach nem Hund suchen der wenig Wachtrieb hat, eher aufgeschlossen mit anderen Menschen ist und der mit Spaziergängen/bisschen Suchspielen etc. glücklich ist. Ich denke, dass sollte prioritär sein

    Was Geruch/Haare angeht würde ich eben schauen nach ner Rasse die etwas weniger haart/riecht. Geruch hat auch ein bisschen mit der Fütterung/Pflege zu tun und für Haare gibt es auch Lösungen (z.B. Staubsaugroboter).

    Wenn Haare überhaupt nicht sein dürfen wird die Suche denk ich eher schwer.

    Klar kan man sich einlesen und Ausnahmen bestätigen die Regel. Ich habe auch schon Leute kennengelernt die sich einen nicht-Anfängerhund als ersten Hund geholt haben wo es gut gelaufen ist, ob das einfach Glück war keine Ahnung 🤷.

    Jedoch ist hier ein groses Aber: Zwischen einlesen und Praxis/umsetzen ist noch mal ein riesen Unterschied. Oft geht es ja dann auch genau um die Dinge die man eben nicht mal so irgendwo lesen kann. Situationen richtig einschätzen, den Hund lesen können ... Vorallem wenn man dem Hund eine gewisse Souveräinität vermitteln muss, dass kann man nicht "faken". Entweder man fühlt sich sicher im Umgang mit schwierigen Situationen/ schwierigeren Eigenschaften des Hundes oder eben nicht. Diese "Sicherheit" im Umgang kann man sich meiner Ansicht nach nicht anlesen das ist Erfahrung.

    Ein weiterer Punkt ist auch was man überhaupt möchte als Typ Hund. Ich habe z.B. schon öfter mit bekommen, dass Menschen Hunde die einen gewissen Schutztrieb haben romantisieren "Oh toll so ein grosser starker Hund der nicht beschützen möchte". Wenn der Hund dann bei Besuch/fremden Menschen etc. Schwierig zu händeln ist ist da ganz schnel vorbei "er muss ja schon mit den Enkelkindern können oder so mal von Fremden im Café streicheln lassen". Oft hab ich den Eindruck man denkt sich "auch wird schon nicht so schlimm" "bekomme ich irgendwie hin" oder Rasseeigenschaften werden einfach komplett ignoriert bei der Wahl des Hundes.

    Mein Freund und ich nennen uns tatsächlich auch Mama und Papa wenn wir vor dem Hund über den jeweils anderen sprechen. Im sinne von " Schau doch mal ob der Papa schon wach ist " wenn ich den Hund ins Schlafzimmer schicke um meinen Freund zu wecken.

    Ist aber nicht ernst gemeint. Wir machen das halt aus witz zuhause wenn niemand zuhört. Aber es ist uns schon klar, dass wir nen Hund haben und kein Kind. Finde es auch ganz furchtbar wenn Leute von sich (ernstgemeint) als Hundemama sprechen genauso wie Hundekinder, Hundeelter... 🙄

    Ich habe jetzt nicht alles gelesen. Ich würde es "aufteilen", eine Leine fürs Leinenführigkeits-training evtl. Mit halsband und ein Geschirr für Situationen durch die man eben durch muss und in denen der Hund sowieso ziehen wird weil es im jetzigen Trainingstand noch zu schwierig ist.

    Mit der Leine an der nicht gezogen wird würde ich in sehr reizarmer umgebung (z.B.) drinnen beginnen und den Hund belohnen wenn er contact aufnimmt/ die leine schlapp ist/ der Hund in der gewünschten Zone (bei uns ist das neben mir) mitläuft. Entsprechend des Trainingstandes langsam aufbauen.

    Sonst würde ich mit dem Hund trainieren in Situationen mit schwierigen Reizen die Aufmerksamkeit auf dich zu lenken (z.B. auf ein Signal hin). Erst mal ohne die Komponente Leinenführigkeit.

    Ich würde mich auch mit der Orga von der deine Freundin den Hund hat in Verbindung setzen. Evtl. hag die Freundin auch mit der Orga einen Vertrag? Bei einer seriösen Orga denke ich auch nicht, dass es in deren Sinne ist wenn diene Freundin den Hund einfach so weitervermittelt. Wenn es dem Hund bei dir gut geht und du ihn schon 8 Monate hast/ behalten möchtest (?) warum sollte man ihn dann nochmal "verpflanzen"?.

    Sonst Rechtsbeistand suchen.

    Ich wäre ehrlich auch vorsichtig welche Informationen du in einem öffentlichen Forum teilst.

    Die Kombi mit möglicherweise später schwierigem Hund und Wohnung finde ich auch nicht optimal. In Mietshäussern gibt es immer Situationen wo man im Zweifel mit dem Hund ausweichen muss etc.

    Erstens … schrieb der TE von einer Eigentumswohnung, er wohnt also nicht zur Miete, sondern die gehört ihm.


    Zweitens … sieht er aufgrund der Erfahrungsberichte hier inzwischen eh keinen Akita mehr bei sich.

    Ja das habe ich nun auch gelesen.

    Bei net Eigentumswohnung gehört einem ja nur die Wohnung und nicht das ganze Haus. Entaprechend sind da auch noch andere Parteien 😉

    Die Kombi mit möglicherweise später schwierigem Hund und Wohnung finde ich auch nicht optimal. In Mietshäussern gibt es immer Situationen wo man im Zweifel mit dem Hund ausweichen muss etc. Im Zweifel muss man immer damit rechnen, dass sich andere Mieter keine Rücksicht nehmen bzw. Sich einfach ganz normal Verhalten was natürlich ihr gutes Recht ist. Da können durchaus unvorhetsehbare dynamische Situationen entstehen, in denen man als Hundehalter wirklich schnell sein muss. Bei uns spielen die Kinder der Nachbarn z.B. oft vorm Haus, rennen mal rein, mal raus, mal schnell um die Ecke etc. Ohne darüber nach zu denken, dass ich vielleicht auch grade um die Ecke Laufe mit meinem Hund (Wie auch es sind ja Kinder)... Denke dass ist absolut entspannter wenn man in einem Haus mit Garten lebt wo man eine gewisse Kontrolle darüber hat was passiert.

    Ich kenne auch so ein Gespann aus Halterin mit Akita Rüden denen ich nicht mal ohne Hund nahekommen möchte. Die Halterin konnte den Hund schon kaum halten als er noch jung und lieb war. Jetzt hat der Rüde so gar keinen Bock mehr auf andere Hunde und die Halterin hat die Ernsthaftigkeit ihres Hundes irgendwie absolut nicht begriffen. Er meint es ja nicht böse. Zwischen ersten Vorfällen, dass der Hund auf andere Hunde los wollte und sie ihn nicht oder kaum halten konnte und dem Kauf eines lächerlichen Plastikmaulkorbs lag dan auch mal ein halbes Jahr. Irgendwie schaft die Halterin es nicht sich einzugestegen, dass der Hund es wirklich ernst meint und sie ihn nicht ausreichend sichern kann bzw. Sie redet es sich irgendwie schön 🤷.


    Bei dem von der TE beschrieben Akita finde ich es schwierig, dass er noch erwachsen werden wird und dann mitunter Rasseeigenschaften zeigen kann die jetzt noch nicht so absehbar sind.