Beiträge von Ernalie

    Mich nervt diese Glorifzierung vom Muttersein einfach massiv. Das füllt halt nicht mein ganzes Sein und Denken aus.

    Zu dem Thema übrigens eine Anekdote. Als ich ca 12 Monate in Elternzeit war (20 Monate hatte ich gesamt), wohlgemerkt unter Corona und im Lockdown, also 12 Monate mit Kind alleine zu Hause, habe ich mal in einem Gespräch auf einer Familienfeier gesagt, dass ich super gern wieder arbeiten würde und das total vermisse und auch schon angefragt habe, ob ein früherer Wiedereinstieg möglich sei, es aber nicht geht, weil meine Elternzeitvertretung gerade die Vertragsverlängerung bekommen hat..

    Danach hat meine Mutter mich zur Seite genommen und mich ganz empört gefragt, wie ich sowas denn nur sagen könne. Dass alle ganz schockiert gewesen wären.

    Ja, also das zu dem Thema...

    Das ist nicht meine Definition, aber ich ecke eben damit an, dass ich Vollzeit arbeite und offen sage, dass ich nicht alles hinter meinem Kind anstehen lasse. Ich habe noch ein eigenes Leben, das ich nicht völlig aufgeben möchte, obwohl das in unserer Situation sehr schwierig ist.

    Das kommt nicht gut an. Andere reden halt anders, handeln aber ganz genauso. Mich nervt diese Glorifzierung vom Muttersein einfach massiv. Das füllt halt nicht mein ganzes Sein und Denken aus. Ich bin mehr und stehe dazu. Das bedeutet aber nicht, dass ich das bei anderen negativ sehe oder kritisiere.

    Das find ich interessant. Ich sehe das nämlich ähnlich wie du und hab aber dafür das erste Mal Zustimmung bekommen, als mein Kind in die Kita kam. Vorher hatte ich wirklich SEHR hart damit zu schaffen, dass ich anscheinend nicht wie alle anderen Mütter vollkommen aufgehe in der Mutterrrolle.

    Ich hatte dadurch, dass ich ein Corona-Lockdown-Kind habe fast ausschließlich Kontakte durchs Internet. Erst in der Kita habe ich Mütter getroffen, die ganz selbstverständlich arbeiten gehen; ihre eigenen Hobbys (im Rahmen des Möglichen) verfolgen; bei Treffen dem Kind deutlich machen, dass sie jetzt hier mit mir in der Ecke sitzen und Kaffee trinken und nicht beim Spiel der Kinder teilhaben; auch mal ohne Kind in den Urlaub fahren; etc.

    Wo man auch mal sagen darf, dass man echt am Limit ist und es grad echt belastend ist.

    Lara004

    Ich glaube, ich habe in meinem Leben noch nie so viele Menschen kennengelernt, mit denen ich keine Basis gefunden habe, wie andere Mütter. Das ist echt extrem, glaube ich. Vor allem, weil ich ein sehr geselliger Mensch bin, der mit den meisten Leuten irgendwie ne Gesprächsgrundlage findet. Am Anfang war ich deswegen völlig verunsichert. Inzwischen glaube ich einfach, dass das so ein hartes Glaubensthema ist, dass es bei unterschiedlichen Ansichten auch schwierig ist, eine gemeinsame Basis zu finden. Ich finde das vollkommen okay. Ich kritisiere auch andere Ansichten nicht. Man kann ja anderer Meinung sein und damit leben. Die Frage, die ich mir stelle ist dann bloß, ob der Kontakt dann so wertvoll ist. Ist er in deinem Fall offensichtlich nicht. Ich habe aktuell eine gute Freundin, die sich nach der Geburt ihres Sohnes sehr verändert hat und ich immer nicht so genau weiß, ob diese Veränderung die Basis für die Freundschaft nicht zu sehr einschränkt. Wenn ich die nicht schon vor dem Kind gekannt hätte und eine enge Bindung aufgebaut hätte, wäre dieser Kontakt vermutlich schon eingeschlafen.

    Bisher sind Tunnelzelte für mich ja sowas, was ich garantiert nie haben wollte - dieses Gefummel mit der ganzen Abspannerei finde ich sehr abschreckend. Andererseits sind die Tunnelzelte wohl sehr beliebt, so schlimm kann's also vielleicht doch nicht sein (und sie bieten eben wirklich viel Innenraum).

    Verlass dich auf dein Bauchgefühl. Beim Camping gibt's so viel verschiedenes Zeug, weil die Bedürfnisse so unterschiedlich sind. Nur, weil andere das gut finden, muss es für dich noch lange nix sein. Der Trend geht beim Camping mit Zelt zu immer mehr Luxus. Mehr Platz, mehr Equipment, mehr alles. Ist nicht Jedermanns Sache. Ich bräuchte zb auch nicht mehrere "Zimmer", nen Kleiderschrank, Nachttische und ne mobile Küche. 🤷🏼‍♀️ Andere kommen ohne nicht aus.

    Ich bin vor 2 Jahren in einem Zelt mit meiner damals 2 jahrigen Tochter gereist. Das Zelt war so groß wie die Luftmatratze, die drin war. Wir hatten einen kleinen Gaskocher und sonst nix. Für mich vollkommen ausreichend. Mehr hätte ich auch nicht gewollt, weil mir das Handling alleine auch viel zu kompliziert gewesen wäre.

    Schau dir mal Altra an. Weiß jetzt nicht, ob du sowas wie Turnschuhe suchst oder eher Wanderschuhe oder sowas. Aber Altra hat ne sehr breite Zehenbox und gute Dämpfung. Für mich teilweise schon zu viel.. Bin aber auch sehr flache Schuhe gewohnt.

    Ob das pädagogisch wertvoll ist? Mir war das in dem Moment vollkommen egal. Irgendwann sind auch meine Grenzen erreicht. Ich verlange nichts was die Kinder in ihrem Alter nicht leisten können, aber wenn ich merke dass bewusst provoziert/Mist gebaut wird dann sag ich denen auch klipp und klar was ich davon halte. Sie wissen dass Mama richtig sauer werren kann und es Konsequenzen gibt. Diese sind nie unfair, immer vorhersehbar und vorher angekündigt mit Chance es wiedergutzumachen bevor sie eintreten.

    Das ist doch auch genau richtig.

    Pädagogisch wertvoll.. naja. Bin ich sicher auch nicht immer. Wie gesagt, nichts in meinem Leben hat mich jemals so an meine Grenzen gebracht wie dieses Kind.

    Ich glaube, wir haben alle schon Mal mit Konsequenzen gedroht, die irgendwie halbwegs unsinnig waren. Und generell sollen Kinder natürlich lernen, dass auch die Eltern Grenzen und Gefühle haben. Wäre ja fatal, wenn nicht. Kinder lernen durch Vorleben und Spiegeln. Eine niemals wütende Mutter kann ja nicht vorleben, wie man Wut sinnvoll kompensiert. Eine Mutter, die ihre Wut überspielt wirkt nicht authentisch und sendet gegensätzliche Signale.

    Um was es hier ging war ja nicht, Konsequenzen anzudrohen und durchzuziehen sondern dass entweder das Gefühl ANDERER Leute vom Verhalten des Kindes abhängt (Oma ist traurig wenn...) und Zuneigung entzogen wird (der Weihnachtsmann mag nur liebe Kinder). Es geht um das ausgelöste Gefühl. Mir zumindest.

    Mir sind aber gewisse Dinge wichtig, weil sie Folgen haben können. In Bezug auf diese Themen hier: Meine Tochter muss für mich unbedingt wissen, dass sie immer geliebt wird, auch wenn sie gerade nicht "lieb" ist.

    Und dass man intim mit jemandem ist, weil man selbst das möchte. Nicht aus Gefälligkeit.

    Inwiefern willst du das bestätigen können, wenn du noch nie die Hand erhoben hast?

    Wahrscheinlich genau so mit meinem Gefühl wie du, wenn du sagst, dass die Menschen, die das nicht nach außen tragen, das systematisch machen und nicht "nur" die Beherrschung verlieren. Oder verprügelst du regelmäßig hinter verschlossenen Türen jemanden? 🤷🏼‍♀️

    Ich bleibe dabei, dass ich glaube, dass sowas oft hinter verschlossenen Türen passiert, weil es (natürlich teilweise zurecht) stigmatisiert ist und die Menschen Angst haben, irgendwo hin zu gehen und zu sagen: "ich brauche Hilfe, ich habe mich nicht unter Kontrolle".

    Fängt schon dabei an, dass das Hilfesystem undurchsichtig ist und die Menschen oft glauben, dass Jugendamt gleichbedeutend mit Inobhutnahme ist.

    Wer keine ausreichende Kontrolle über sich hat, geht nämlich auch Chef, Kollegen und den wie einen Schrank gebauten Türsteher an.

    Naja. Mich persönlich hat noch nichts so sehr an meine Grenzen und darüber hinaus gebracht wie ein eigenes Kind zu haben. Kein Türsteher und kein Chef.

    Ich war noch nie gewalttätig irgendjemandem gegenuber. Auch nicht meinem Kind gegenüber.

    Aber ich persönlich kann deine These überhaupt nicht bestätigen.

    Resi282

    Ich glaube, ich muss jetzt nicht ein drittes Mal erklären, warum ich das Recht auf Selbstbestimmung insbesondere in Bezug auf intime Handlungen extrem wichtig finde. 🤷🏼‍♀️

    Der Impuls soll und muss dabei der Wunsch des Kindes sein und nicht, weil Oma, Papa oder Onkel Hermann sich drüber freut.

    zum Leuchtturm, wo die Otto Filme gedreht wurden, darf man mit Hund auch nicht hin, da musste ich auf dem Parkplatz warten, als mein Mann sich den Leuchtturm angesehen hat, man darf noch nichtmal bis zum Leuchtturm laufen, um dann draußen zu warten :woozy_face: .

    Hups. Dann sind wir da illegaler weise mit Hund hin gegangen 🙈

    Aber kann's sein, dass das saisonabhämgig ist? Da war auch kein Schild oder sowas.. wir waren Ende Oktober 2022 dort.