Beiträge von Ernalie

    Es wäre ja auch wirklich höchst eigenartig, wenn man Stubenreinheit für jeden Ort neu trainieren müsste. Musste ich auch zumindest bei meinen eigenen Hunden nicht, von denen ich 3 im Welpenalter bekommen habe. 🤔

    Na klar passiert woanders vielleicht nochmal schneller ein kleiner Unfall. Aber dass das jetzt komplett ortsbezogen wäre, kann ich nicht so sagen.

    Ich muss nur schauen, dass ich mich selber damit nicht kaputt mache bzw mich vernachlässige

    Ja, das solltest du dringend. Denn ich verrate dir was, was dich vielleicht etwas entlasten wird. Hunden tut es nicht gut, permanent im Mittelpunkt zu stehen und permanent Aufmerksamkeit zu bekommen. Führe deinen Alltag so gut wie möglich weiter ohne den Welpen zu überfordern. Lass ihn in Ruhe und sorge dafür, dass er auch dich in Ruhe lässt.

    Du brauchst das und er auch!

    Ich sehe nicht, dass du den Hund deswegen wieder abgeben musst. Ich kenne das Gefühl zwar selber nicht, aber habe schon viele Geschichten hier gelesen von Leuten, den es ähnlich ging. In der Regel gibt sich das spätestens nach einigen Wochen. Bezüglich der wohnsituation, hattest du am Anfang geschrieben, dass du überlegst in eine Laube zu ziehen. Was spricht dagegen? Damit hast du dir zumindest schon mal diese Belastung genommen. Auch gut wäre ihnen stundenweise einfach mal zu anderen Leuten zu geben. Das trainiert auch schon mal für später, denn Fremdbetreuung ist immer ein wichtiger Faktor, auf den jeder angewiesen sein kann.

    Ansonsten kannst du noch überlegen, welche Dinge es gibt, die dir mit ihm Spaß machen. Und das vorwiegend mit ihm machen. Mache euch schöne Erlebnisse. Das ist gut für eure Bindung und für dein Wohlbefinden.

    Es hilft auch nicht, wenn jetzt noch mehr Leute schreiben, dass sie keinen Hund 4 Stockwerke hoch tragen könnten. ICH könnte das vermutlich (heute) auch nicht (mehr). Aber ich bin auch nicht die TE und ich möchte mir auch nicht anmaßen einzuschätzen, was eine Person, die ich weder gesehen noch gesprochen habe, schaffen kann.

    Ich habe schon mit Hund im 2. und in 3. Stock gewohnt. Sogar schon Mal kurz im 4 (als ich noch jung und fit war 😄🙈). Es machte für mich tatsächlich keinen Unterschied, ob es jetzt der 2. Oder 4. war. Rauf war rauf und runter war runter. Jetzt, wo ich im Eigenheim wohne, denke ich oft, dass eigentlich auch nur das wirklich einfach ist. Einfach alles stehen und liegen lassen, Tür auf und raus. Zur Not auch barfuß.

    Dumm nur, dass mein Hund nicht im Garten sein Geschäft verrichtet 🙈 muss ich mich halt doch immer ausgehfertig machen.

    Stimmt. Kann den jemand verlinken? Ich find den nicht 🙈

    Wir haben heute Gemüseauflauf mit Nudeln im Omnia gemacht. 😄

    Wir haben den auch und finden den gut. Nutzen den aber in der Woche meistens nur so 1x.

    Ansonsten haben wir immer als basics dabei: Mehl, Nudeln, Reis, Bulgur, Rote Linsen, Haferflocken, Nüsse, Humus zum anrühren, Trockenhefe, einige dieser Mini-Konserven mit Kichererbsen, etc.,Backpulver und Gewürze. Dazu eine Notfallration vegetarische Bolognese, wenns Mal schnell gehen muss.

    Gemüse und Obst kaufen wir meistens vor Ort ein.

    Daraus kann man dann schon echt viel machen.

    In diesem Urlaub hatten wir schon: morgens Porridge, Gemüseauflauf, selbstgebackenes Brot, Ofengemüse mit Kichererbsen und Feta, Bratkartoffeln mit Rührei und Salat, Nudeln Bolo, türkische Linsensuppe, Kartoffel-Möhren-Stampf.

    Ich finde das Wort "Blues" durchaus angemessen, da es ja auch im Alltag vielfältige Bedeutungen nebeneinander hat, wozu nicht nur der Babyblues gehört. Für diesen gibt es auf seriös und zur eindeutigen Unterscheidung ja auch noch den Begriff "postpartale Depression".

    Off Topic

    Der Babyblues ist was anderes als eine postportale Depression.

    Der Babyblues ist ein ganz normales und vorübergehendes Stimmungstief in den ersten Tagen nach der Geburt. Viele Mütter sind weinerlich, reizbar und emotional instabil. Das vergeht meist nach wenigen Tagen von selbst. Eine postpartale Depression dauert länger, beginnt oft später und ist deutlich stärker. Betroffene fühlen sich dauerhaft niedergeschlagen, antriebslos und überfordert. Sie brauchen Unterstützung und meistens auch therapeutische und medikamentöse Behandlung, da es sich ansonsten chronifiziert.

    Ich hab, von dem, was ich hier im Forum lese, so das Gefühl, dass vor allem die Menschen, die sich vorher sehr intensiv damit auseinandersetzen und sich viel informieren, dann später richtig große Schwierigkeiten haben, wenn die Realität nicht zur Vorstellung (die ja recht fest ist, denn man hat sich ja gut informiert) passt.

    Die gute Nachricht ist: es geht vorbei. Die schlechte Nachricht ist: ja, es wird trotzdem anstrengend.

    Man tut Gutes damit, es sich so leicht wie möglich zu machen. Daher finde ich die Idee, vorübergehend an einen Ort zu ziehen, wo es leichter für dich ist, gar nicht so blöd. Stubenreinheit muss man nicht für jeden Ort neu trainieren. Hunde werden stubenrein, wenn sie es körperlich können und verstanden haben, dass draußen machen sinnvoller ist. Leider kann das sehr unterschiedlich lange dauern. Meine erste Hündin hat tatsächlich mehr als ein Jahr gebraucht. Meine jetzige war schon nahezu stubenrein (in dem Maße, wie es für Welpen in dem Alter halt möglich sein kann), als sie mit 9 Wochen zu uns kam.

    Ansonsten hilft nur, sich locker zu machen, sämtliche Vorstellungen über Bord zu werfen und die Situation annehmen, wie sie ist. In meiner letzten Welpengruppe - in der es pro Durchlauf nur 3 Teilnehmer gab - ging es tatsächlich fast gar nicht um Training, sondern um Aufklärung, was bei den Hunden in dem Alter passiert und wie man das am besten handlet. Fand ich extrem sinnvoll. Ist aber glaub ich eher schwer zu finden. Ich hatte das Problem zwar nicht, hab aber von den anderen beiden gehört, dass sie das sehr hilfreich fanden, um den Druck raus zu nehmen.

    Ich hatte keinen welpenblues. Das ist mir komplett fremd so zusammen zu brechen nur weil man vollkommen freiwillig diese Verantwortung übernommen hat

    Das tun Leute in der Regel auch, wenn sie Kinder bekommen und trotzdem hat niemand eine Ahnung davon, wie die Herausforderung WIRKLICH aussieht, wenn sie dann da ist (und damit meine ich nicht den hormonell bedingten Babyblues - weswegen ich auch die Bezeichnung Welpenblues eher daneben finde). Es ist in beiden Fällen absolut erlaubt, überfordert zu sein und das zu kommunizieren. Die Frage ist, wie man damit umgeht und dass man Verantwortung übernimmt und sich Hilfe holt. Und dann sollte man, meiner Meinung nach, nicht noch auf Vorwürfe und "haste doch so gewollt" treffen.