Beiträge von Ernalie

    Das ist ja nicht die Frage. :roll:

    Ich seh nur keinen Aufwand darin - wenn man denn will - eine Rechnung per Mail an die Versicherung zu schicken.

    Fängt schon dabei an, dass die Agila vor einer Weile von meiner Tierärztin verlangt hat, nicht mehr Sammelrechnungen zu schicken sondern für jedes Tier eine einzelne E-Mail. Wer schon mal in der Rechnungsabteilung oder irgendwo, wo Rechnungen erstellt und verbucht werden müssen, gearbeitet hat, weiß, wie viel Extraaufwand das ist.

    Bei einer Bar-Zahlung wird der Zahlungseingang direkt verbucht wenn der Patient da ist und eh schon aufgerufen ist. Bei Zahlungseingängen auf dem Konto muss jeder Patient neu aufgerufen und verbucht werden.

    Ich kenne tierärztliche Software nicht, aber humanmedizinische dafür umso besser. Ich nehme an, dass es da Parallelen gibt.

    Dazu kommen dann noch Streitigkeiten, wenn die AGILA irgendwelche Rechnungen nicht ganz oder gar nicht bezahlt. Meine Tierärztin hat auch erzählt, dass sie bei der AGILA ziemlich viel hinterherlaufen musste. Wir haben einmal eine Rechnung direkt mit der AGILA abrechnen lassen, da musste meine Tierärztin 2x nachhaken, bis die bezahlt wurde. Hab ich selbst die Rechnung während ich noch dort war fotografiert und direkt dort in der AGILA App hochgeladen, hatte ich die Übernahmebestätigung meist am nächsten Tag und das Geld in 3 Tagen auf dem Konto.

    Dann kommt noch dazu, dass meine Tierärztin nicht wissen kann, welchen Vertrag die Leute bei der AGILA haben. Wenn es also die mit der 20% Zuzahlung sind, dann muss der ganze buchhalterische Mist für die verbliebenen 20% nochmal gemacht werden und beim Besitzer eingefordert werden.

    Also ich kann schon verstehen, dass TA-Praxen das nicht machen. Zumal das überhaupt nicht refinanziert wird. Das ist quasi ein Extraaufwand für kein Einkommen.

    Nicht jede Baustelle muss jetzt sofort trainiert werden, teilweise hilft auch einfach eine vorübergehende Umstrukturierung im Alltag. Hund hat vergessen, wie man an der kurzen Leine läuft? Okay, machen wir vorerst paar Flexi-Runden.

    Hund pöbelt Mensch und Hund an? Okay, fahren wir für die großen Gassirunden in die Pampa.

    Hund kickt sich beim Jagen weg? Dann gibt's halt erstmal nur Stadtspaziergänge.

    Tatsächlich habe ich durch diese Art des "Managements" (= unangenehmen Sachen aus dem Weg gehen :pfeif: ) sehr viel Druck rausgenommen und erstmals erkannt, dass vieles tatsächlich nur von einer vorübergehenden Umstrukturierung im Hirn kommt, die - ich trau es mich kaum zu sagen, aber war hier wirklich so - innerhalb ner nächsten 2-3 Wochen wieder von allein weggeht.

    Ich find das hier voll wichtig, deswegen möchte ich es nochmal hervorholen.

    Ich habe das Gefühl, dass ganz viele (Neu-)Hundehalter sich krass unter Druck setzen, dass alles sofort richtig funktionieren muss. Vielleicht muss man sich mal klar machen, dass die allermeisten Dinge einfach Tricks sind, die der Hund sein Leben lang lernen kann. Das ist nicht so, dass der Hund das alles bis Zeitpunkt xy können muss und ansonsten ist der Zug abgefahren.

    Ein einjähriger Hund ist halt in der Regel auch noch voll in der Pubertät und kann viele Sachen gar nicht so richtig, weil das Hirn in irgendwelchen Umbaumaßnahmen ist und irgendwelche sinnvollen Verknüpfungen gerade versperrt sind.

    Ich hab gerade eine 5 Monate alte Junghündin, von der ich jeden Tag aufs Neue total begeistert bin, weil sie total gut im Alltag mitläuft, einfach super ausgeglichen ist und unglaublich gut mit unserer Tochter umgeht. Aber ich erwarte auch sehr wenig. Vielleicht würde jemand anders das gar nicht sooo begeistert sehen wie ich. Karla ist nicht super leinenführig, ist bei Hundebegegnungen sehr aufgeregt, kann nicht alleine bleiben und kann bis auf den Abruf kein einziges Kommando zuverlässig. Tjoah. Wat solls. Sitz, Platz, Bleib, wird sie wohl schon noch lernen. Leinenführigkeit wohl auch, wenn nicht mehr alles so super aufregend ist. Die Grundsteine dafür lege ich jetzt, erwarte aber nicht, dass das in entsprechender Situation dann auch funktioniert. Bis es funktioniert muss ich mich eben locker machen und es aussitzen und eben Wege finden, das zu managen.

    Das Alleinesein würde ich übrigens ganz von vorne aufbauen. Aber so, wie ich es verstehe, tut ihr das auch.

    Gestaltet euer Zusammenleben entspannt. Legt nicht so nen krassen Fokus auf den Hund. Beschäftigt euch mit schönen Dingen. Macht die Dinge, die gut laufen und die, die nicht gut laufen regelt ihr halt irgendwie anders.

    Meine Tierärztin hat nicht direkt abgerechnet. Sie meinte, sie hätte mit der AGILA ständig Stress gehabt und deswegen macht sie das nicht mehr. Sie hat aber bei Lena am Ende angeboten, das auf Rechnung zu machen, die wir dann eingereicht haben und theoretisch erst dann hätten bezahlen können, wenn die AGILA (oder andere Versicherung) uns das Geld überwiesen hatte.

    Da waren wir aber auch schon sehr viele Jahre sehr zuverlässige Kunden bei der Tierärztin.

    Naja, da gibt es verschiedene Ansätze. Ich denke, dass je nach Hund und je nach Trainingsstand (und auch WAS genau trainiert wird), durchaus ein bißchen in den Bereich gegangen werden darf, wo ein Reiz vorhanden ist. Damit der Hund quasi merkt: "Ah, da war was, aber es ist gar nichts Schlimmes passiert". Also der Reiz darf nicht so hoch sein, dass da wirklich Stress entsteht. Dann lernt der Hund gar nichts mehr. Aber so ein kurz angeteaserter Reiz, der überwunden wird, erzeugt ja auch irgendwie so ein Gefühl von "Das kannte ich nicht, aber hab ich geschafft". (Jetzt mal sehr menschlich gedacht).

    Ich finde, man muss sich da auch ein wenig vom Perfektionismus frei machen. Ich hatte den Moment heute, als Karla anfing rumzulaufen. Ich dachte mir dann, ja Mensch, sie muss doch nicht die ganze Zeit wie angetackert auf dem Bett liegen. Dass sie die Situation nicht stresst hat sie ja schon gezeigt in der 3/4 Stunde, als sie ruhig auf der Seite und auf dem Rücken lag und gepennt hat. Und natürlich darf sie auch mal zum Gitter gucken, ob es da was zu sehen gibt. Ist doch nur natürlich.

    Und für einen Hund, der ernsthafte Trennungsangst hat oder hatte und gar nicht alleine sein konnte, sind 1,5 Stunden alleine bleiben UND sich während des Alleineseins noch im Stresslevel selbst runterzubringen, doch der totale Wahnsinn. Ja, sie haben sich danach vielleicht nicht auf ihre Plätze gelegt. Aber sie haben aufgehört zu bellen und haben sich überhaupt hingelegt!! Wow!!

    Ich finde, sich selbst wieder zur Ruhe zu bringen ehrlich gesagt sehr grandios!

    Kannst du vielleicht nächstes Mal die Klingel aus machen?

    Ich fände es natürlich besser wenn sie sich dann wieder entspannt auf ihr Plätze legen. So richtig entspannt sind die nämlich nicht wenn sie hinter der Tür auf mich lauern. Aber ja es hätte natürlich auch sein können dass sie danach nur aufgeregt sind.

    Das mit der Klingel ist eine gute Idee. Keine Ahnung wie sowas geht, aber das lese ich mal im Internet nach :ugly:

    Ja, natürlich wäre das Ziel, dass sie sich danach vollkommen entspannen. Aber sie haben es aus eigener Kraft geschafft, sich vom höchsten Stresslevel wieder runter zu bringen auf eins, wo sie es geschafft haben, sich wieder hinzulegen! Das ist doch richtig krass!

    Ich musste die Hunde gestern 1,5 Stunden alleine lassen. Taavi lag zuerst völlig entspannt in seinem Körbchen. Leider hat irgendwann die Post geklingelt und beide Hunde haben minutenlang gebellt und geheult. Sie kamen dann zwar wieder zur Ruhe, aber lagen dann hinter der Tür.

    Aber naja trotzdem verbuche ich das mal als Erfolg.

    Ich finde, sich selbst wieder zur Ruhe zu bringen ehrlich gesagt sehr grandios!

    Kannst du vielleicht nächstes Mal die Klingel aus machen?

    Nur mal eine Frage, was gibt man bei den Krankenkassen an, wenn man z.B. ein Aussie/Golden Retriever Mischling hat? Aussie, Golden Retriever oder Mischling? Wenn man Mischling auswählt, dann steigt der Preis ja schon mal extrem :D Oder ist Mischling nur die Auswahl, wenn man nicht genau weiß, was eigentlich drin steckt :D

    Ich wüsste jetzt nicht, dass ich für meinen Mischling (Pudel/Golden Retriever) mehr bezahle als wenn ich nur eine Rasse angegeben hätte.

    Bin bei der Hanse Merkur.

    Auch bei der Agila hab ich damals für meinen Border Collie Mischling nicht mehr bezahlt als für einen reinrassigen Hund.

    BEi welcher Versicherung guckst du denn?

    Ich würde denken, dass ein Mischling ein Mischling ist. Auch, wenn man weiß, welche Rassen drin stecken.

    Ja, also die Wohnungstür ist hier nach wie vor ein Trigger.. Die Desensibilisierung ist hier echt ein hartes Brett.

    Dafür bin ich heute mal direkt nach dem Alleinlassen außer Sichtweite gegangen. Hab mich in die Küche gesetzt und sogar die Tür zu gemacht. Sie hat seelig auf dem Rücken im Bett geschlafen. :applaus:

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    Als sie dann wach geworden ist war sie schon ein wenig aktiver als sonst. Ist mal rumgelaufen, hat was getrunken, sich wieder hingelegt, hat auf ihrem Spieli rumgekaut. Aber ist nicht ein einziges Mal zum Gitter gekommen und hat geguckt.. :party:

    Wenn jetzt die Desensibilisierung der Ankündigungsreize noch genau so schnell vonstatten gehen würde, wäre es toll. Jetzt weiß ich nämlich noch nicht so genau, wie ich den Übergang zum Verlassen der Wohnung schaffen soll.

    Wahrscheinlich werden wir jetzt erstmal ne längere Weile auf dem Stand bleiben, wie er jetzt ist.