Mein junger Sheltierüde hatte mit 8/9 Monaten noch nicht die geringste Ahnung was ein Sitz oder Platz überhaupt ist und es hat ihm nicht geschadet
Ich glaub, diese Gelassenheit hat man beim ersten Hund irgendwie noch nicht. Hatte ich damals ehrlich gesagt auch nicht. Und hatte Glück, dass ich einen Hund hatte, der mir das alles verziehen hat. Heute weiß ich natürlich auch, dass das kompletter Quatsch ist. Und Karla kann jetzt, mit 2,5 Jahren, immer noch kein "Platz" oder "Bleib". Eine Bekannte, die zeitgleich einen Welpen (den ersten) bekommen hat, hat innerhalb der ersten 4 Monaten Sitz, Platz, Bleib, Steh, Warte, Körbchen, Rückruf und Fuß geübt, weil sie der festen Überzeugung war, dass der Hund das möglichst jung alles lernen muss.
Das Einzige, was Karla bei mir lernen musste die ersten Monate war, mit unserem Alltag klar zu kommen und die Dinge kennenlernen, die für sie auch real eine Rolle spielen werden. Alles andere hab ich schlicht nicht gemacht. Aber das muss einem ja auch erstmal jemand sagen. Ich weiß noch, als ich meinen ersten Welpen bekommen habe, hieß es noch, der soll innerhalb der ersten 12 Wochen ALLES kennenlernen. Sozialisation und so. Voll wichtig. Ansonsten: Deprivation. ÜBERALL mit hin nehmen, den ganzen Tag. Weiß nicht, ob die Hunde damals alle viel belastbarer waren oder ob das schlicht super viele Leute einfach nicht gemacht haben. Eigentlich hätten alle Hunde komplett am Rad drehen müssen 