Beiträge von Ernalie

    66m² - 1220€

    76m² - 1320€

    85m² - 1200€

    56m² - 1100€

    Bin ich jetzt menschenfeindlich, wenn ich sage die letzten Beispiele waren 80qm und mehr Wohnungen. Als Einzelperson empfinde ich das durchaus als großzügig bis luxuriös und geteilt durch mehrere Personen nicht mehr unbezahlbar teuer.

    Kleine Wohnungen waren schon immer überproportional teuer.

    Wirklich? Schöner wohnen? Schau dir die qm Zahlen gerne nochmal an.

    Mehrere Personen bedeutet aber auch, dass mehrere Personen ein (gutes) Einkommen haben müssen um zu teilen. Auf wie viele Familien mit mehreren Kindern trifft das zu?

    Also ich finde meine Lebensumstände aber überhaupt nicht menschenfeindlich, ganz im Gegenteil, heute würde ich auch nicht mehr in der Großstadt wohnen wollen, wenn dort Mieten billiger wie hier auf dem Land wären.

    Ich habe auch nicht gesagt, dass diese Lebensumstände menschenfeindlich sind, sondern die Einstellung, dass es normal ist, dass alle Normalverdiener bitte an den Arsch der Welt ziehen sollen, weil sie sich das Leben in der Stadt nicht leisten können.

    Ich hab dir das schon geglaubt. Aber du schreibst ja selbst, dass das Dörfer sind. Ich wohne halt in Hannover 🤷🏼‍♀️

    Ich finde die Haltung, dass es vollkommen normal ist, dass Normalverdiener alle am Arsch der Welt wohnen sollen ziemlich menschenfeindlich. Und realitätsfern.

    Und wer verkauft den ganzen reichen Menschen dann die Brötchen? Das Gemüse auf dem Markt? Wer assistiert dem Arzt, zu dem man geht? Wo kann ich meinen Sprit kaufen? Wer fährt die Busse und Straßenbahnen? Wer schneidet meine Haare? Wer betreut meine Kinder?

    Soll das ganze Leben in der Stadt aufrecht erhalten werden von Menschen, die stundenlang zur Arbeit pendeln müssen?

    Wo bitte wohnst du? 😂

    4 stellig wird es hier erst ab 100qm aufwärts

    Das ist hier (gleiche Stadt, andere Gegend) totale Utopie.

    Die ersten anzeigen bei Immobilienscout in meiner Gegend:

    85m² - 1150€ (ist nicht Mal bei mir sondern in einer benachbarten, eher schlechten Gegend)

    97m² - 1600€

    66m² - 1220€

    76m² - 1320€

    85m² - 1200€

    56m² - 1100€

    Alles Kaltmiete

    Und wie gesagt, das ist hier nicht Mal elitäre Topgegend sondern vielleicht gehobene Mittelklasse.

    Finde nur ich das ein wenig merkwürdig, dass man einen Husky baden muss? Er ist doch erst vier Tage da.

    Bei meinen Hunden war ich immer einige Zeit unten durch, wenn das mal nötig war. Und unsere Bindung jst - würde ich behaupten - sehr gut und jahrelang gewachsen.

    In zwölf Jahren musste ich meine Bella tatsächlich nur fünfmal baden.

    Ada leider öfters, da sie gelegentlich Hautprobleme hatte.

    Ich habe vor allem verwundert wahrgenommen, dass das "waschen" hier als positiv und bindungsfördernd angenommen wurde.

    In dem Haus, in dem ich wohne, gibt es eine sehr kleine, nachträglich ausgebaute "Wohnung", ich nenne sie auch "das Loch". 13m², ein Fenster, oberhalb von Kopfhöhe. Mein 1.90m großer Mann konnte nicht rausgucken. Kleine, nachträglich eingezogene Nasszelle, 2 Herdplatten. Nicht Mal luxuriös ausgebaut sondern wirklich das billigste vom billigsten.

    Ist zwar zentral Großstadt, aber von der Lage her eher gute Mittelklasse.

    13m² für 550€ im Monat. Auch wochenweise mietbar.

    😂😂

    Ich dachte erst an einen Scherz. Wird aber tatsächlich gemietet.

    dass ich als Mieter keinen Einfluss darauf habe, welchen Anbieter der Vermieter wählt

    Ähm, also meinen Energieversorger wähle ich als Mieterin durchaus selbst.

    Als Mieterin muss ich aber nicht auf ein neues Dach sparen, was durchaus mal, je nach Fläche 60.000€ kostet. Oder neue Fester. Oder eine neue Heizungsanlage. Und ich muss auch nicht die Kellertrockenlegung auf der hohen Kante haben. Und mich um sämtliche Reparaturen selbst kümmern. Ich gehe bei meinen Überlegungen hier von einem Haus aus. Bei einer Eigentumswohnung wäre man sicher von weniger Risiko betroffen. Allerdings wäre mir da die Abhängigkeit von einer Eigentümergemeinschaft eher unangenehm.

    Bei der Überlegung "wer Miete zahlt, kann auch ein Eigenheim finanzieren" stimmt halt oft die Überlegung nicht, was alles außer den Kosten für die Finanzierung, noch dazu kommt.

    Freilich trage ich als Mieter auch irgendwie die Kosten, in irgendeiner Form. Das Risiko ist dennoch sehr viel geringer, auf einmal horrende Kosten zu tragen. Und darum ging es in meiner Argumentation. Dass ich glaube, dass viele Menschen, die sich (zu den aktuellen Konditionen) Häuser kaufen, diese Dinge nicht auf dem Schirm haben oder risikofreudiger sind, als ich.

    Ich bin in einer Region aufgewachsen, in der Pendeln bis 100 km einfach durchaus normal sind. Das ist heute auch für viele unvorstellbar.

    Ist es für mich auch, tatsächlich. Dafür ist mir meine Freizeit (von der ich gefühlt eh zu wenig habe) zu schade. :D

    Mal abgesehen davon, dass Pendeln auch Geld kostet. In Zeiten von Deutschlandticket vielleicht weniger, wenn man das Glück hat, mit guter Infrasturktur zu wohnen. Ach ne, hab ganz vergessen, dass hier ALLES mit guter Infrastruktur und einem S-Bahnhof im 1000-Seelen-Dorf mit einstündiger Fahrzeit in die Stadt als "Toplage" gilt.

    Mir ist schon klar, dass das ein Stück weit provokativ ist, zu sagen, warum kauft man nicht. Auch, dass es nicht für alle geht. Aber ich glaube , es könnte viel mehr kaufen als es tatsächlich tun.

    Ich glaube ehrlich gesagt, dass viele, die es tun, es eigentlich gar nicht können. Zumindest nicht, wenn man es sinnvoll betrachtet.

    Oft genug erlebe ich, dass die Finanzierung knapp auf Kante gestrickt ist. Oder, weil man sich nichts teureres leisten kann, Häuser in schwierigen Zuständen gekauft werden. Dabei wird dann aber auch vollkommen übersehen, dass es neben der eigentlichen Finanzierung bei Eigenheimen auch noch zusätzliche Kosten gibt, die getragen werden müssen. Und da spreche ich noch nicht mal von Rücklagen für Reparaturen und Instandhaltung sondern von den normalen Nebenkosten, die viele nicht auf dem Schirm haben.

    Und dann kommen solche Sachen wie Grundsteuer, Steigende Kosten für Wärme und Energie.. und schon wirds für die Meisten wirklich eng.

    Zusätzlich würde MEIN Sicherheitsbedürfnis mich dazu zwingen, einen SEHR hohen Betrag für Reparaturen und Instandhaltung anzulegen. Und auch da.. Die Rohstoffpreise haben sich verdoppelt und teilweise verdreifacht.

    Theoretisch könnten wir kaufen. Mein Bedürfnis nach Sicherheit macht das allerdings absolut gar nicht mit zu den aktuellen Konditionen und Entwicklungen. Wer weiß schon, wie in 10 oder 20 Jahren die Rohstoffpreise sind. Oder die Handwerkerkosten bei steigendem Fachkräftemangel. Oder wie die Finanzierung nach Ablauf der Zinsbindung aussieht.

    Wir hätten 2020 fast ein Haus gekauft. Zum Glück (sage ich heute) hat sich das zerschlagen. Wir hatten 100.000 allein für die Instandsetzung geplant. Neue Elektrik, neue Heizung, Rücklage für das Dach, etc. Kurz danach kam die Erhöhung der Rohstoffpreise. Wir wären damit eher bei 200.000-300.000 alleine für Instandsetzung gelandet.

    Ich find das mega gruselig, ehrlich gesagt. |)