Beiträge von Ernalie

    Das Spielen empfand ich schon als solches, er versucht halt an den anderen hochzuspringen, dann flitzten sie herum, aber ohne geknurre oder ähnliches. Ich habe ja auch sein Spielzeug dabei und versuche, dass er eher mit mir spielt statt mit den anderen Hunden....

    Das ist eine ganz ernst gemeinte Frage: kennst du die Dinge, an denen man erkennt, ob es wirklich ein Spiel ist?

    Ich kenne haufenweise Hundehalter, die seit Jahren Hunde haben und fest davon überzeugt.sind, dass zB ihr kleiner Mobber nur spielt.

    Auch umher flitzen ist nicht unbedingt Spiel. Überhaupt "spielen" erwachsene Hunde sehr selten.

    Von Spielzeug würde ich auf einer Hundewiese mit anderen Hunden ehrlich gesagt absehen. Ich kenne die anderen Hunde nicht und weiß nicht, wie sie das so finden..

    Hat sie vielleicht Mischfell und bräuchte (partielles) Trimmen?

    Hm, Mischfell könnte sein, aber wenn ist das Trimmfell eher im Bauchbereich. Also falls Trimmfell so das klassische Rauhaarfell meint. Sonst ist das Fell sehr weich, sieht nach viel aus, ist es aber gar nicht.

    Klingt irgendwie nach dem typischen Doodle-Fell. Genau so würde ich auch das Fell meiner Hündin beschreiben.

    Ich glaube, ich würde das wohl mal beim Tierarzt vorzeigen.

    Tatsächlich hatten wir Glück und sind vor 2 Jahren im selben Haus in eine größere Wohnung gezogen. Ein Zimmer mehr, 20m² mehr. Durch den Wechsel beim selben Vermieter haben wir immer noch einen sehr guten Mietpreis bekommen. Die ältere Dame, die hier aufgezogen ist, erzählte, dass sie sich verkleinern will, weil sie mit 4 Zimmern und 110m² nichts anfangen kann. Sie wurde aber für die neue Wohnung, 55m², selber Stadtteil, deutlich mehr bezahlen.

    Sie hat 30 Jahre in unserer jetzigen Wohnung gewohnt und zum Schluss gerade Mal 700€ Miete bezahlt. 😂

    Da verstehe ich, dass so viele ältere Leute in ihren riesigen Wohnungen sitzen bleiben.

    Ich habe nur dieses eine Leben und dass muss ich mir bestmöglich gestalten.

    Das ist ja auch eine sehr lobenswerte Einstellung. Dagegen spricht nichts.

    Ich finde nur den Vorwurf nach dem Motto: "alle beschweren sich nur, dass sie kein Leben wie reiche Leute führen können" ziemlich an der Problematik vorbei. Das ist nämlich überhaupt nicht das, worum es (mir) geht. Ich persönlich finde aber die Vorstellung einer Stadt, in der ausschließlich reiche Leute wohnen, und in die dann die Menschen aus schlecht bezahlten Berufsgruppen täglich aus sonstwo einpendeln müssen, um die Infrastruktur für die reichen Leute herzustellen und aufrecht zu erhalten, ziemlich gruselig.

    Und auch, wenn es jetzt zunächst erstmal nicht mein Problem zu sein scheint, tangiert es mich dennoch, dass das zu einer Klassengesellschaft verkommt. Das ist einfach nicht meine Wertvorstellung.

    Und das Argument, dass diese Menschen alle andere Berufe ergreifen könnten, die nicht in der Stadt sind oder besser bezahlt (was schon Mal nicht immer möglich ist, da nicht alle Menschen über sdi gleichen Voraussetzungen verfügen), finde ich ebenso schwierig. Wo sollen denn bitte alle Friseur*innen, Verkäufer*innen, Medizinische Fachangestellte, Müllwerker*innen, Florist*innen, Erzieher*innen, Köch*innen, Küchenhilfen, Kellner*innen, Altenpfleger*innen, Putzkräfte, Busfahrer*innen, etc, etc arbeiten?

    Alle Bürgergeld?

    Während wir im Müll untergehen, keine Öffis mehr nutzen können, keine Ärzte mehr in der Umgebung haben und unsere Alten elendig vor sich hin siechen, alle Kinder nicht mehr betreut werden können? (Oh, in letzterem Fall muss ich wohl doch raus aus der Stadt, weil ich gar nicht mehr arbeiten könnte.. so wird's vermutlich fast allen gehen.)

    Kann man schon machen, da zu sagen, dass einen das nicht juckt. Mich aber schon. Und ich finde es auch zu kurz gedacht. Eine Stadt ist angewiesen auf diese Menschen um überhaupt zu existieren.

    Die Frage ist bei Stubenreinheit gar nicht, ob sie das kontrollieren können oder nicht. Viel eher ist die Frage, ob sie schon gecheckt haben, wo sie ihr Geschäft hin machen sollen und wo nicht.

    Auch, dass die Hunde nicht melden ist nicht ungewöhnlich. Denn das Melden ist das Ergebnis eines Lernprozesses.

    Ein Hund, der zu gestresst ist um draußen zu pinkeln wird eben schwerer lernen, dass draußen Pipi machen supi ist. 🤷🏼‍♀️

    Wobei ich bei einem Welpen in diesem Alter da grundsätzlich noch gar keine Erwartungen hätte. Der Ansatzpunkt wäre für mich da aber, wie ich meinem Hund erstmal helfen kann, runter zu kommen und auch draußen sich lösen zu können.

    Nur.. ich werde es nicht ändern. Du, einige andere auch nicht. Ich kann nur gucken wie ich damit umgehe

    Wenn alle diese Einstellung hätten, würden sich Missstände niemals ändern. Denn damit Veränderung angestoßen werden kann, muss auf den Missstand aufmerksam gemacht werden. Wenn alle sagen: ich nehme die Situation an um mich zu beschweren, verändert man genau nichts. Dafür muss man miteinander reden.

    Und auch, wenn ich es nicht unmittelbar ändern kann, kann ich Dinge dennoch blöd finden.

    Ich bin zb so ziemlich froh darüber, dass die Generation meiner Mutter den Mund auf gemacht hat, und nicht einfach gesagt hat: "ich mach einfach das Beste draus, dass ich nicht in den öffentlichen Dienst darf und außerdem meinen Mann meinen Arbeitsvertrag unterschreiben lassen und um Erlaubnis bitten muss"

    Und ich für meinen Teil argumentiere auch gar nicht aus der Sicht, was mir persönlich alles fehlt. Mir fehlt ja in dieser Hinsicht nichts. Ich wohne ja in einer halbwegs guten Gegend in der Großstadt. Mein Haushalt zahlt auch eher zu dem, was man wohl als Gutverdiener bezeichnen würde. Ich finde dennoch, dass es nicht sein kann, dass alle Normal- und Schlechtverdiener aus der Stadt raus müssen. Wie gesagt, eine Stadt ist angewiesen auf Menschen aus Berufsgruppen, die schlecht bezahlt sind. Dann sollten diese auch in der Stadt leben können. Das Wohnen in der Stadt als Privileg nur für Reiche finde ich durchaus ziemlich fragwürdig.