Beiträge von walkman

    Box vor dem Fenster habe ich die Nachbarn informiert, und schaue, dass so wenig wie möglich daheim sind (sind nur ein vier Parteien Haus, und sorry ich bin normal ein sehr ruhiger Mieter, ich mache quasi nie Lärm, da mussten die Nachbarn jetzt auch mal durch.. sprich ich habe es z. B. Vormittags gemacht, wenn ich Homeoffice hatte, und die meisten Nachbarn beim arbeiten sind), ausserdem habe ich die zwei Wochen im Dänemark Urlaub sehr intensiv genutzt, Haus mit 3000m2 drum herum, da konnte ich Lärm machen so viel ich wollte (Oktober, da sitzen die Leute nimma draussen).

    Das Kinderfeuerwerk mache ich bei uns am Hundeplatz jetzt erstmal, dann geh ich raus aufs Feld (natürlich Abstand zum Wald ohne Ende! Wildtiere beachten!! Ich habe aber ein Gebiet, wo ich das problemlos machen kann - der Jäger weiß Bescheid, hat gesagt, kein Thema mach... ich kenne die Jäger und Bauern hier aber auch - aber das Kinderfeuerwerk ist bei weitem nicht so laut wie normales, das hört man eh nicht weit!), man braucht halt eine Person die hilft, die Dinger brennen nicht sehr lange, sprich alleine schwierig, weil anzünden und sich um den Hund kümmern quasi unmöglich.

    Nächster Schritt ist Kinderfeuerwerk draussen im Garten, hier lade ich die Kinder der Nachbarn ein, so schlage ich zwei Fliegen mit einer Klappe - ich kann üben, und die Nachbarn haben Spaß :)

    Klingt super! Nur beim letzten Satz würde ich als Nachbar nicht die geschlagenen zwei Fliegen mit einer Klappe sehen, sondern die Kinder :D

    Mein Anspruch und Wunsch waren ein Begleithund, mit dem man jeden Tag mal ne Stunde spazierengeht und dazu natürlich Löserunden und am Wochenende richtig lange Strecken zum Wandern. Dann hat sich das Tier als Arbeitsviech herausgestellt. :(

    ich habe dann dazu ein mehr oder minder passendes Hobby gefunden und bin in der Regel 4-5 mal pro Woche mit dem Tier trainingsmäßig unterwegs. Das findet der Hund scheinbar ganz gut.

    ABER: Im Moment bin ich ein wenig angeschlagen. Der Hund kriegt nun gerade mal seine 3 Gassigänge und auch der lange davon hat nicht einmal eine Stunde Dauer. Allerdings nerve ich ihn dabei manchmal bewusst mit Dingen, die er scheiße findet, z. B. Gassi wo sehr viel los ist, als Training. Und an machen Tagen mache ich eine sehr kurze Spielsequenz zu Hause oder ein Suchspiel. Also in Summe findet im Moment vergleichsweise nix statt. Und trotzdem ist er zu Hause sehr ausgeglichen, schläft viel und kommt gut zur Ruhe.

    Ich habe den Eindruck, dass dabei auch die Entwicklung des Hundes - unabhängig vom Training - und die Kastration eine Rolle gespielt haben.

    Bzg. Desensibilsierung:

    Mein junger Rüde war ja am ersten Silvester total entspannt, letztes Silvester die ersten 15 Min kein Thema, dann wurde keine 15 Meter von meinen Fenstern weg geballert, dass die Fenster und Rollos nur so gescheppert haben.. da war es dann nach weiteren 10 Minuten vorbei, er hat sich so rein gesteigert, dass er mich blutig gekratzt hat. musste ihn dann in die Box setzen. Mein großer pennt, selbst wenn alles wackelt und scheppert, leider hat der Junge sich diese Ruhe nicht abgeschaut. Blöd gelaufen...

    Ich habe jetzt das Jahr über sehr viel mit ihm dran gearbeitet, erst diverse Videos mit Feuerwerk probiert, bis er auf eines reagiert hat (die normalen die man für Hunde findet hat er völlig ignoriert, auch andere Videos haben keine Reaktion ausgelöst, hier muss man tatsächlich ein wenig probieren), habe mir extra ne gute Lautsprecherbox gekauft, welche die Geräusche auch ordentlich laut wieder geben kann (auch hier, habe ich 5 Stück bestellt, ausprobiert und den Rest zurück geschickt), und welche man auch VOR das Fenster stellen kann, und es kommt immer noch genug ins Innere. Inzwischen kann ich das abspielen, ohne das er reagiert. Jetzt habe ich Kinderfeuerwerk und tischfeuerwerk gekauft und arbeite damit usw usw.. Er ist schon viel relaxter als noch vor einem Jahr, sprich intensives Training lohnt sich.

    Vielleicht hilft dieser Post dem einen oder anderen, das Problem mal aktiv anzugehen, auch wenn es Zeitintensiv, Kostenintensiv ist, und der Hund natürlich auch mal Streß hat beim Training. Für mich ist Streß beim Hund aber nichts negatives, Streß gehört zum Leben dazu, und wenn es am Ende hilft, einen stressfreieren Hund zu haben, dann hat man ja Lebensqualität gewonnen.

    Es gibt auch Hundetrainer die gezielt helfen und unterstützen.

    Wie machst du das denn mit dem Kinderfeuerwerk und der Box vor dem Fenster, ohne damit den Nachbarn auf die Nerven zu gehen? :D

    Hast du eine Musikbox? Vielleicht kannst Du die mit dem Fernsehr /Handy verbinden und dann über Spotify oder Youtube ein Video abspielen lassen.

    Ich habe das letztes Jahr so gemacht und die Musikbox aber (erstmal) nach draußen gestellt. Dadurch dass du es übers Handy steuerst kommen die Geräusche dann ja auch plötzlich und in unterschiedlichen Lautstärken. Ich hab dann auch mal den Ton ganz aus gemacht und nach 30 sek. wieder an, wenn ich eigentlich grad in der Küche "am schnippeln war".

    Das ist für den Hund ja deutlich weniger offensichtlich als über den Fernseher, wo man selber ja davor sitzt und es einrichtet / anschaltet.

    Hab ich jetzt gerade mal ausprobiert: Box in anderem Raum war egal, Box versteckt im selben Raum auf voller Lautstärke hatte einen Effekt. Hab ihm dann nen Kauartikel gegeben. Ich denke, ich werde das mal über die nächsten Tage weiter ausprobieren.

    Die Nachbarn sind vorgewarnt, damit hier nicht gleich SEK oder EOD vor der Tür stehen :)

    Ist hier mal jemand den Weg der Desensibilisierung erfolgreich gegangen?

    Nachdem ich mein Tierschutztier ja recht erfolgreich gegen Fahrradklingeln und neuerdings auch DHL-Scangeräusche desensibilisiert habe, müsste das Gleiche ja eigentlich auch gegen Feuerwekrskörper gehen. Mit Schüssen (egal ob Pistole, Maschinenpistole, Sturmgewehr oder Maschinengewehr) hat er grundsätzlich kein Problem.

    Nur habe ich keine Ahnung, wie ich das logistisch legal hinkriegen soll mit der Desensibilisierung. Feuerwerkskörper in der Entfernung zünden ist illegal und aus dem Fernseher bemerkt er den Unterschied.

    Gibt es da Ideen?

    Es gibt in meiner Familie jemanden, der seit rund 20 Jahren immer wiederkehrende Rückenschmerzen hat, deren Ursache wahrscheinlich bekannt ist (Überstreckung der LWS während einer OP) und die auch durch bestimmte Bewegungen/Positionen auslösbar sind. Der Jemand geht dafür aber nicht zum Arzt, es ist zum Mäusemelken. "Brauchts ja nicht, was soll der schon tun, lässt sich schon aushalten, geht irgendwann wieder weg" sind so die Standard-Sätze. Von außen betrachtet sind das aber keine Pillepalle-Schmerzen. Jedenfalls: es scheint, als sei derjenige endlich bereit, mal über einen Gang zum Arzt/Chiropraktiker/Osteopathen/... nachzudenken, und jetzt kommt Ihr ins Spiel:

    ich will das Familienmitglied am liebsten sofort in den allerbesten Händen wissen, weils durchaus sein kann, dass das erstmal die einzige Chance ist, sich überhaupt in Behandlung zu begeben. Zu wem schick ich den Jemand? Orthopäde, Chiropraktiker, Osteopath? Und habt Ihr womöglich konkrete Empfehlungen? Raum München wär klasse, aber ich schick denjenigen auch weiter weg.

    Danke schonmal für Eure Ideen, Tipps und Gedanken!!

    "Ursache wahrscheinlich bekannt" ist für mich das Gleiche wie "unbekannt". In 20 Jahren kann es so viele neue Dinge geben, dass ich die Suche nicht frühzeitig eingrenzen und damit andere Ursachen ausschließen würde.

    Ich würde ihn zum Hausarzt schicken, dort breiter untersuchen und ggf. zu Spezialisten weiterschicken lassen.

    Vielleicht kann man dem Menschen verkaufen, dass es altersgerecht ist, sich in seinem Alter einmal komplett durchchecken zu lassen, weil es lebensverkürzende Krankheiten gibt, deren Entdeckung einen frühzeitigen Tod verhindern können. Alternativ gibt es vielleicht auch ein Bonusprogramm seiner Krankenkasse, das einen für Untersuchungen belohnt.

    Ich würde vor Allem mal prüfen, inwieweit der günstigere Termin fix ist. Nicht, dass das nur eine Schätzung ist und am Ende der Unterschied nur noch gering ausfällt.

    Gerade ne Doku über den Paktdienstleister DHL im Fernsehen. Tierschutztier rastet beim typischen Paket-Scan-Geräusch komplett aus.

    Normalerweise kann er zwischen Realität und Fernsehen unterscheiden, aber dieses Geräusch war wohl ein zu krasser Trigger. :)

    Tjaaa, und wer lässt jetzt alle paar Minuten genau dieses Geräusch erklingen? :D

    Bei Fahrradklingeln hat diese Art der Desensibilisierung auch funktioniert. Mal schauen, wie lange es dauert :D

    Wie steht ihr zu dem Thema:

    Hund hat 24h Zugang zum Garten und kann sich dort auch in Abwesenheit des Besitzers aufhalten?

    Ich persönlich würde das für meinen Hund nicht wollen, ich hätte Sorge, dass er die Nachbarn nervt, oder dass ihn jemand ärgert, oder dass ihm jemand etwas Falsches zu fressen gibt, oder dass ihn jemand klaut, oder was auch immer Leute sich Leute ausdenken.

    Und umgekehrt möchte ich auch keine Öffnung ins Haus haben, wo ein Hund durchpasst oder damit auch jemand mit krimineller Energie.