Wenn ich etwas positives daraus ziehen will: Scheinbar haben die Übungen zu Orientierung und Gehorsam ein bisschen gebracht. Vorher war er GAR NICHT ansprechbar. Jetzt zumindest mit penetrantem Fordern meinerseits.
Und genau darauf kommt es an, finde ich, das ist doch schon ein Erfolg! Klar, man will selber immer viel schneller viel weiter. Aber es gibt einfach keinen opjektiven Maßstab, wo man mit welchem Hund eigentlich wann stehen müsste, deshalb sollte man sich auch ausreichend viel über Erfolge freuen.
Wir waren diese Woche beim UO-Training im Verein. "Leider" war seit langer Zeit der Lieblingsfeind von meinem Tier da und er ist sicher 5 oder 6x wie früher ausgerastet. Das "leider" schreibe ich bewusst in Anführungszeichen, weil ich ja eigentlich genau deshalb da hingehe, um das zu trainieren. Nur hatte ich vorher das Gefühl, dass wir schon viel weiter sind. Im Winter waren halt viele nicht da und da ist er einfach gar nicht mehr ausgerastet. Und dann gestern sein Lieblingsfeind und viele neue Hunde und schon war es beinahe wie früher.
Wobei...
Wenn ich mich an meinen eigenen, leichtfertig dahergesagten Rat oben halten würde, müsste ich mir klarmachen, dass der Hund nicht mehr dauerhaft im Dreieck springt, wenn er nichts zu tun hat, dass er nach dem Ausrasten in einer Sekunde wieder runterfährt, dass er nicht mehr jedes mal ausrastet, wenn jemand neu auf das Vereinsgelände kommt, dass er beim Ableinen nicht mehr sofort Platzrunden dreht und dabei allen inkl. mir den Mittelfinger zeigt, dass er den Trubel am Vereinshaus erträgt, ohne sich dauernd ablenken zu lassen und dass er sich sogar im Spalier zwischen den anderen Hunden inkl. Lieblingsfeind abrufen lässt.
Aber nein, ich rege mich lieber darüber auf und ärgere mich, dass er 5x ausgerastet ist und bin deshalb frustriert. Nicht, dass der Hund den Ärger und Frust merken würde und diese Emotionen das Verhalten des Hundes noch weiter verstärken würden...
Jaja, so ist das halt, anderen kluge Ratschläge geben ist halt immer leichter... :)