Mir fehlt leider schon lange, schon immer, das Verständnis für strenge Kleiderordnung.
Ich habe in einer Auslandsbank meine Ausbildung gemacht. Damals waren Jeans im Kundenverkehrsbereich nicht erlaubt und auch in den anderen Abteilungen nicht sooo gern gesehen. Das war 1987-90 oder so in dem Dreh.
Heute arbeite für ein IT-Unternehmen (Kunden Logistikbereich) und Jeans, T-Shirt und Turnschuhe (altes Wort für Sneaker) sind ok - wir haben aber auch selten Kundenbesuch, dann darf es etwas förmlicher (z.B. Bluse zur Jeans) sein. Als Berater vor 10-15 Jahren war noch Kostüm (gleiche Branche, aber Kunden Versicherungen) angesagt. Der Dresscode ändert sich halt im Laufe der Zeit.
Bei Hochzeiten käme mir aber auch heute noch nicht in den Sinn, im weißen Kleid aufzutauchen (auch, wenn die Braut z.B. rot trägt, wobei ich dann auch rot vermeiden würde), bei Beerdigungen muss es heute nicht mehr schwarz in schwarz sein, aber durchaus gedeckt und nicht farbenfroh und auch nicht grad die Lochjeans (auch nicht, wenn sie schwarz ist) empfinde ich als passend.
Ich drücke mit meiner Kleidung etwas aus, vermittle einen Eindruck, auch darüber, wie ich diesen Anlass empfinde. Da bin ich dann eher der konservative Typ.