Ein älterer Hund aus Deutschland (alte Hunde werden ja eher schwerer vermittelt), der viel kennt, vielleicht Scheidungsopfer oder Besitzer verstorben whatever... der aber das Leben genauso hier kennt, wäre für mich sehr viel eher vorstellbar. Oder ein älteres Hundepärchen.
Da wäre ich tatsächlich auch eher dabei. Aber auch so ein Hund muss das Alleinbleiben bei Euch erst neu lernen, auch, wenn er sich vermutlich damit leichter tut als ein Hund, der das noch garnicht kennt.
Das Problem an sich ist eigentlich, dass man nichts wirklich vorhersagen kann. Es kann ein Problem für den Hund sein, regelmäßig Herrchen gegen Frauchen auszutauschen, muss aber nicht. Es kann ein Problem für den Hund sein, Auto oder Bahn zu fahren, muss aber nicht. Es kann sein, dass der Hund mühelos lernt, alleinzubleiben, aber auch, dass er es nie kann. Es sind halt Individuen, wie wir Menschen auch.
Für alle diese Fälle braucht Ihr aber einen Plan B (C und D eigentlich auch).
Also bspw. der Hund ist bei Deiner Freundin, sie muss ins Büro, der Hund macht da aber nicht so einfach mit, sondern bellt die Nachbarn ohnmächtig (oder dekoriert Euch die Wohnung um). Plan B wäre: jemand, den der Hund gut kennt, kann ihn an diesen Tagen sitten (Plan C, ein professioneller Dogsitter, Plan D eine Tagesbetreuung in einer HuTa = Hundetagesstätte). Und das braucht Ihr dann gleich an beiden Eurer Wohnorte.
Also: Alleinebleiben üben in beiden Wohnungen - dafür geht der Jahresurlaub drauf. Und wenn Ihr Glück habt, reicht der aus. Bei einem Pärchen kann es sein, dass der eine beruhigend auf den anderen wirkt, aber auch, dass der eine den anderen hochpusht (so ist es hier bei mir der Fall).
Tatsächlich könnt Ihr aber auch das Glück haben und findet einen echt einfachen Hund, der in sich ruht und dem die Situationen nichts ausmachen. Dieses Glück wünsche ich Euch.