Ein Hund, mit dem jeder Spaziergang zum Horror wird, der jedes Blatt anbellt oder aus welchem Grund auch immer viel Zeit und Aufmerksamkeit benötigt, kann deutlich anstrengender sein als fünf Hunde, die nicht nur problemlos, sondern auch mindestens zufrieden bis hoffentlich glücklich im Alltag mitlaufen, sich ergänzen und gegenseitig das Zusammenleben bereichern.
Genau das.
Mit meinen Alten hatte ich bis zu 3 Hunde gleichzeitig, Spazierengehen war entspannt, alle im Freilauf, alle auf mich/uns achtend, alle sozialverträglich und kaum jagdinteressiert. Schmusen, Bürsten, alles kein Problem und gelitten hat keiner von ihnen. Da hätte auch noch ein vierter oder fünfter Hund gepasst.
Als meine derzeitigen Jungs kamen, wurde es anders. Die beiden sind mehr (C1) oder weniger (C2) selbständig unterwegs und mehr (C1) oder weniger (C2) jagdlich interessiert. Da sind Spaziergänge mit ständigem scannen der Umgebung schon deutlich anstrengender. Heute ist ein dritter oder vierter Hund nicht wirklich (für mich!) machbar, obwohl deutlich weniger bürsten/pflegen angesagt ist als bei meinen Alten. Auch Erziehung ist bei den beiden deutlich schwieriger. Die Begleitumstände haben sich ja aber auch geändert.
Es hängt eben auch davon ab, was man selbst als anstrengend empfindet - ein anderer würde meine Jungs vielleicht als absolut easy empfinden, wieder ein anderer würde sie als no-go empfinden.
Zeit zum schmusen klappt mit zweien einfacher (einer rechts von mir, der andere links auf dem Sofa oder wir kugeln uns auf ihrer Matratze rum und "kämpfen"). Wären es mehr, hätte ich nicht genug Hände. Aber dann würde es eben nacheinander gemacht. Geht alles.