die Umstände sind wichtiger, als ob jemand "Anfänger*in" ist
Manchmal ja, manchmal nein. Dazu kommt auch, wie schnell und wie gut der Mensch lernt und verinnerlicht, wie er mit genau diesem Hund(etyp) umgehen muss und dass das auch authentisch ist und nicht selbstauferlegter Zwang zur Verhaltensänderung um 180 Grad.
Du hast recht, auch ein Anfänger kann perfekt für einen anspruchsvollen Hundetyp sein - auch in der Hundehaltung gibt es Begabte und diejenigen, die sich Wissen mühsam antrainieren müssen und solche, die es versuchen, aber scheitern.
Für mich bspw. ist ein Hund, der sehr fein kommuniziert, eine Wahnsinnsherausforderung, überhaupt irgendwelche Signale zu erkennen. Ich brauch den bollerigen Typ, der klare und deutliche Signale sendet. Mit Hütehunden komme ich nur in ganz geringen Anteilen gut klar, Retriever passen besser, Jagdhunde würden gehen (sagen mir allerdings optisch meist nicht so zu), typische Hofhunde sind eher mein Ding, gern auch mit HSH-Anteilen.
Meine jetzigen Jungs sind (beinahe) perfekt für mich, quasi der ursprüngliche Schäferhund, allerdings eher in schwarzer Labradoroptik (wo ich die Grauen DSH doch so lieb). Der ursprüngliche Hovawart passt da auch ins Bild. Meine Jungs sind schon fast zu fein in ihren Signalen, die Hovi-Maus, die ich hatte (leider nur gut 2 Jahre) war gut lesbar für mich, ebenso wie meine alten Hunde (DSH-Mix-Hündin, DSH-Labbi-Mix-Rüde).
Ich wäre mindestens für den ersten Hund gegen einen Direktimport. Geh in die Tierheime vor Ort und schau Dir die Hunde dort an. Such Dir Hunde heraus, die bereits hier in einer Pflegestelle sind und lerne sie kennen. Dann hast Du zumindest schon einmal einen direkten Eindruck vom Wesen des Hundes, nicht nur seiner Optik.
Achso: meine alten Hunde waren aus Tierheimen (Hamburg und Berlin), meine aktuellen Jungs sind private Notfälle aus dem erweiterten Freundeskreis und hier eingezogen statt des einzelnen Rüden vom Züchter, den ich gerne wollte.