Beiträge von CundC

    und hinter Nutztieren Menschen mit mindestens einem materiellen Interesse am Tier, wohingegen Wildtiere für uns anonym sind..

    Auch hinter Rehen steht jemand mit materiellem Interesse - der Jagdpächter, ggfs. auch der Eigentümer des Waldstücks, in dem das Reh lebt.

    Ich denke, die Gefühlswogen schlagen in diesem Fall hoch, weil das "arme, niedliche Bambi" das Opfer ist (überspitzt ausgedrückt). Und weil hier der Todeskampf filmisch festgehalten wurde.

    Wenn jetzt bspw ein Huhn in einen fremden Garten ausbüxt und da gekillt wird isses genauso scheiße wie wenn ein Reh sterben muss.

    Allerdings liegt hier ein Stück weit Verantwortung am Halter des Huhns, und zusätzlich isses im Zweifel einfach schneller vorbei.

    Nun hat das Reh keinen Halter (in dem Sinne). Und obwohl ich Deine Ansicht bzgl. der Verantwortung des Hühnerhalters teile, sehe ich keinen Unterschied zwischen Huhn und Reh.

    Bei mir war es ein Kaninchen vom Nachbarn, dass auf mein Grundstück rübergekommen ist und hier von meinem Hunden erwischt wurde. Ich hatte sie bellen gehört und bin rausgestürmt, aber zu spät. Eigentlich hätten da meine Hunde eingezogen werden müssen - analog zu dem heutigen Reh-Vorfall.

    Der Unterschied ist aber nun tatsächlich, wir 3 waren auf unserem Grundstück, nicht auf einem fremden. Aber reicht das aus, um den Einzug zu rechtfertigen?

    Danke, SabineAC69 , für die Info.

    Dann wird die Gemeinde es schwer haben, sollte der Halter gegen den Einzug des Hundes gerichtlich vorgehen, den Einzug zu rechtfertigen.

    Stilles Wasser In Deutschland haben wir im Rechtssystem die Unschuldsvermutung. Mutmaßlich reicht nicht, es muss schon nachgewiesen werden.

    Mich bitte nicht missverstehen. Ich finde es furchtbar, was da passiert ist. Und wäre es mir mit einem meiner Hunde passiert, hätte ich wahrscheinlich gebrüllt wie eine Blöde, den Hund mit Händen und Füßen vom Reh weggehalten und geheult wegen des armen Rehs. Aber dem Reh hätte ich auch nicht helfen können.

    Jäger können mir sicher meine Vermutung bestätigen. Die Haut des Rehs wird ziemlich dick sein - mit einem handelsüblichen Haushaltsmesser kann man das Reh nicht schnell töten. Und selbst wenn man ein passendes Messer oder Skalpell hätte, wer von uns kennt den richtigen Winkel, um sofort das Herz oder die Halsschlagader zu treffen? Und kann man ein Wildtier beruhigen, indem man ihm den menschlichen Kontakt aufzwingt, d.h. danebensetzen und beruhigend reden und streicheln, oder macht man ihm die Situation noch schwerer dadurch?

    Spoiler anzeigen

    Nachdem meine Hündin in meinem Schoß starb (nach Bahnunfall und anschließendem Kopfschuß durch die Polizei, aber nicht sofortigem Tod), habe ich mich bei meiner Tierärztin erkundigt, ob es möglich wäre, dass ich in einem eventuellen ähnlichen Fall meinen Hund selbst töten könnte. Und sie hat mir das glaubhaft darstellen können, dass das nicht so einfach ist für einen ungeübten Menschen.

    Konsequenzen für den Halter muss es geben - ohne Frage. Und es muss ihm wehtun, dafür bin ich auch. Aber die Verhältnismäßigkeit zu zumindest halbwegs vergleichbaren Vorfällen muss m.E. gewahrt werden.

    den Halter, Wesenstest wäre auch ne Möglichkeit. Aber vergleiche ich diesen Fall mit anderen Fällen, in denen Hunde wiederholt Hunde und Menschen angreifen, sehe ich die Verhältnismäßigkeit nach einem! (nachgewiesenen!) Vorfall nicht.

    Wieso sollten sich Gemeinden daran orientieren muessen, wie andere Gemeinden in anderen Faellen handeln/nicht handeln?

    Brauchen Sie doch garnicht - wie wird es denn "normalerweise" in genau dieser Gemeinde gehandhabt? Wird da der Hund, der die Katze oder das Nachbarshuhn tötet, auch eingezogen?

    Was ein seltsamer Vergleich.

    Das Reh wird dem Hund doch nicht aus Versehen ins Maul gelaufen sein.

    Und wenn einer mit dem Auto hinter einem Reh herführe und es dann rammt, dann wird dem wohl auch der Führerschein entzogen.

    Zu diesem Vergleich: der Führerscheinentzug ist zeitweilig, nicht für immer. Und es wird der Führerschein eingezogen, nicht das Auto.

    Bei den Informationen, die es bisher gibt, bin ich der Meinung, eine Einziehung des Hundes ist nicht verhältnismäßig.

    Wie ich schon im Genervt-Thread schrieb: Leinen- und MK-Auflage, Ordnungsstrafe und gern auch Verhaltenstherapie für den Halter, Wesenstest wäre auch ne Möglichkeit. Aber vergleiche ich diesen Fall mit anderen Fällen, in denen Hunde wiederholt Hunde und Menschen angreifen, sehe ich die Verhältnismäßigkeit nach einem! (nachgewiesenen!) Vorfall nicht. Und mehr Informationen habe ich aktuell nicht. Ein "da wurde doch schon mal in der Gegend ein Reh gerissen" ist doch kein gesicherter Vorfall, der diesen Hund bzw. seinen Halter belastet. Oder weiß da jemand von Euch schon mehr?

    Einpflanzen und bei Frostgefahr mit Blättern abdecken - so groß dürfte der Keimling ja noch nicht sein. Aber Zwiebeln sollten eigentlich Frost überleben, wenn es nicht grad wochenlanger Dauerfrost oder echt tiefe Temperaturen werden.

    Wie fühlen sich die Zwiebeln denn an? Noch richtig prall und fest? Dann halten die kühl gelagert noch ein paar Wochen.

    Wenn Du mit beiden Varianten ein schlechtes Gefühl hast, pflanz sie in Töpfchen, in die sie so grade eben passen und pflanz sie dann halt später mit Erde raus.

    Narzissen, Tulpen und Krokusse sowie Schneeglöckchen gucken hier auch raus bzw. blühen teilweise schon.