Beiträge von CundC

    Besteht die Möglichkeit, erst einmal als Pflegestelle zu agieren, mit Option auf Übernahme?

    Was versprichst Du Dir denn davon, daß man nun einen Halter, der vermutlich keine Ahnung hat, wie man den Hund auf ein neues Leben vorbereitet, als Pflegestelle bezeichnet? Rumgemurkst wird ja evtl auch unter dieser Bezeichnung. Option auf Pflegestelle ist nur die schönere Bezeichnung für: "Ach, probiers doch, wennst den versaust, kannst ihn weiterschieben, die das dann richten können."

    Pflegestelle müssen immer Leute sein, die wissen, was sie machen, alles andere ist kein Tierschutz sondern halt einfach Hundehandel unterster Schublade.

    Ein Direktimport wäre z.B. für mich nur mit genau der Option machbar. Ich kann doch vorher nicht einschätzen, ob der neue bei mir ins Rudel passt. Wenn da dann nur noch 100% Management möglich ist, kann ich den Hund nicht behalten. Wenn er passt, dann wäre das ja der Optimalfall und ich wär sofort Pflegestellenversager.

    Das wäre tatsächlich für mich ein relativ interessanter Mix - wobei ich da schon mehr über die Linien, soweit sie denn bekannt sein sollten, wissen wollen würde.

    Schön auch im Text: "Ich freu mich über jede ernsthafte Bewerbung."

    Nö, ich bewerbe mich nicht, ich bin Käufer - sollen sie doch sehen, dass sie mir ihre Hunde verkaufen können.

    Ja, Wahnsinn. Mir fehlt eine Ecke, wo er geschützt stehen könnte. Ich hab auch noch ne Feige (eigentlich 2) und jetzt auch noch 2 Bananenpalmen, die ich gern im Garten aussetzen würde. Aber überall, wo Sonne ist, ist keine Hecke zum davorsetzen. Sch. Gartenplanung, könnte man sagen.

    Ich persönlich würde erstmal selber kochen, leicht verdauliches

    Um erstmal hoffentlich Ruhe in den Hund zu bringen und da die Feiertage TA-Besuche doch recht problematisch machen:

    Welche Proteine hat er bisher bekommen (vermutlich Rind und Huhn, das Iberico ist Schwein, oder?)? Eigentlich würde ich versuchen, diese Proteine zu meiden, aber nu und sofort könnte das schwierig sein mit der Futterbeschaffung.

    Für mich klingt das erstmal so, als ob er bei jedem Trockenfutter nach einer Weile die Probleme bekommt und da würde ich als erstes auf Futtermilben tippen. Daher würde ich persönlich einen Versuch starten mit:


    Rinderhack oder Schweinehack (würde ich zumindest jetzt ad hoc im Lebensmittelhandel holen) kochen

    dazu entweder gekochten Reis oder Kartoffelpüree (ich würde Kartoffelpü vorziehen und es selbst machen, keine Flocken holen)

    Sinnvoll wäre zumindest eine Kalziumquelle dazu und/oder Nahrungsergänzungen, wie HiRoEm schon ansprach, wenns länger dauert, aber für nu sofort und nur ein paar Tage geht es auch ohne.

    Auch dabei könnte es weichen Kot geben (matschig gekochter Reis enthält viel Wasser, nicht matschig gekochter Reis entzieht dem Körper Wasser), aber wenn der Juckreiz dann nicht mehr da ist und das Erbrechen aufhören würde, wäre das ja auch schon ein Erfolg.

    Parallel dazu nichts anderes geben - kein Kauzeugs, keine Leckerlies, keine Reste von was auch immer.


    Und ein Tagebuch anfangen mit

    Was ist wann in welchen Mengen gefüttert worden?

    Was ist wann passiert (alles ungewöhnliche oder neue, auch, wann wurde ein Futtersack geliefert, wann aufgemacht, wann ist er leer; Waschmittel, Reinigungsmittel, hat er draußen was gefressen oder getrunken usw. ) -also wirklich jede Kleinigkeit. Manchmal merkt man durch das Aufschreiben mit der Zeit, dass es Zusammenhänge mit bestimmten Ereignissen gibt, die man vorher garnicht auf der Rechnung hatte.


    Noch eine Frage: Wie lange hält ein Futtersack bei Euch?

    unsere Winter im Ruhrpott sind ja so mild, dass der oft auch im Winter blüht

    Das kann ich mir gut vorstellen, aber ich sitze hier nähe Hamburg, da kommt der Winter noch und da können durchaus 2stellige Minusgrade erreicht werden. Dieses Jahr überwintere ich sie eh noch gut geschützt (ungeheizter Anbau), aber im nächsten Jahr sollen sie draußen bleiben. Hoffentlich schaffen sie das.

    Wie machen Menschen das, die solch einen Hund haben? Haben die zuerst einen Hund der für Anfänger geeignet ist und holen sich dann den Hund den sie eigentlich wollen?

    Natürlich kannst Du Dir auch einen anspruchsvollen Hund holen, auch als Anfänger. Ob das gut gehen kann, hängt aber zu einem großen Teil von Dir, Deinen Eigenschaften, Deinen Wünschen und Träumen und von Deiner Umgebung ab und wieviel Deiner Wünsche und Vorstellungen Du zu opfern bereit bist, wenn es nötig sein sollte.

    Sowohl unsere alte Hündin als auch mein alter Rüde waren Hunde, die es auch Anfängern leicht gemacht hätten. Total unterschiedliche Hundetypen mit unterschiedlichen Bedürfnissen, aber beide würde ich als einfache Hunde bezeichnen. Meine jetzigen Jungs sind nicht so einfach.

    Würdest Du mit einem Hund klarkommen, der ganz einfach davon ausgeht, dass jeder nicht zur engen Familie gehörende Mensch sich nicht frei in Deiner Wohnung bewegen darf und schon garnicht in Deine Nähe kommen darf - und der auch danach handelt?

    Würdest Du mit einem Hund klarkommen, der jeden gleichgeschlechtlichen Artgenossen, der ihm irgendwo begegnet, sofort verprügeln will?

    Würdest Du mit einem Hund klarkommen, der hinter allem, was sich bewegt, hinterherjagt?

    Würdest Du mit einem Hund klarkommen, der jedes Geräusch, das er wahrnimmt, verbellt?

    Ich habe hier keine größeren Probleme mit meinen Hunden, weil ich aufgrund meiner Gegebenheiten (eigenes Haus, dörfliche Lage, eingezäuntes Grundstück, verständnisvolle Nachbarn, kaum Besuch/Fremde im Haus, Möglichkeiten, Hunde und Besucher sicher zu trennen) mit sehr vielem klarkommen kann.

    Manchmal vermisse ich die Spaziergänge mit meinen vorigen Hunden, bei denen ich einfach die Seele baumeln lassen kann und einfach so verträumt vor mich hin gehen kann. Mit meinen beiden derzeitigen Hunden ist das nicht möglich, da muss ich die gesamte Umgebung im Blick haben, damit ich schneller reagieren kann als meine Hunde. Sonst sind die weg - Reh jagen, Hund vertreiben, Mensch vertreiben, Katze jagen usw.

    Mit meinen vorigen Hunden war da wesentlich weniger Management nötig und das kann das Leben doch ungemein erleichtern.

    Bei meinen beiden Jungs bin ich sehenden Auges vorgegangen, wusste, welche Eigenschaften sie mitbringen und wusste, ich komm damit klar, weil ich bereits unterschiedliche Erfahrungen mit unterschiedlichen Hundetypen gesammelt hatte und weil eben meine örtlichen und persönlichen Gegebenheiten viel Spielraum lassen für unerwünschte Eigenarten und Eigenschaften.

    Wenn Du bestimmte Ansprüche an Deinen Hund hast, wie z.B. muss mit Kindern klarkommen oder soll mich überall hin begleiten können oder soll nett zu bis desinteressiert an Fremden sein, dann kannst Du eben schon viel über die Auswahl der Rasse steuern. Wenn Du auch mit einem Hund klarkommst, für den das schwierige bis hin zu unmöglichen Situationen bedeuten, dann hast Du eben eine größere Auswahl an geeigneten Rassen. Aber mache Dir klar, dass, je anspruchsvoller der Hund ist, auch mehr Ansprüche an Dich gestellt werden.

    Und das für die nächsten 10-16 Jahre, nicht nur für die nächsten 6 Monate.