DaisyMaisy Da die Aussage mit dem "rumkarren" (auch?) von mir kam: ich hatte mich da tatsächlich überhaupt nicht auf deinen Text bezogen. TA dürfte ja z.B. selbstverständlich sein, den sehen die Welpen ja idR schon zum Impfen etc. (ok, außer der TA macht Hausbesuche). Und wenn die Welpen später als mit 8 Wochen umziehen, dann schadet ein kleiner Spaziergang vielleicht auch nicht.
Ich bezog mich auf solche Aussagen:
So unendlich wichtig ist es nicht, dass die Welpen super viel kennen lernen in den ersten 8 Wochen
Doch, das ist wichtig.
Die individuelle Erfahrung mit zwei Hunden reicht da auch nicht, für die Statistik......
Und "super viel kennenlernen" muss ja nicht mal Kindergarten und Kaufhaus bedeuten um viel zu viel zu sein für die (jungen) Welpen - und notwendig ist es eben auch nicht, gerade wenn man den Welpen mit 8-10 Wochen abholt. Und selbst danach reichen 'kleine Dosen'.
Was die Welpen in dieser Anfangszeit lernen müssen, ist dass die Welt a) nicht böse ist und b) wie man sicher mit neuen Reizen umgehen kann. Und dafür braucht ein kein 'volles Programm'.
Es ging/geht mir darum, dass manche Menschen/Züchter/Käufer wirklich denken, man müsste möglichst viel 'reinquetschen', schon in diese ersten 2 Monate. Und das ist es eben nicht, sondern eher kontraproduktiv als nützlich.
(Dass die Hunde auf dem Grundstück / im Haus genug Reize brauchen ist etwas komplett anderes! Das ist ja ihre sichere Umgebung.)
Bezog sich zwar v.a. auf den Hundeplatz, aber im Allgemeinen trifft es genauso zu:
Gefühlt geht es hier grade um viele Dinge, die in der Realität eine riesige Spanne haben können.
Ich glaube, hätten wir alle unsere Interpretation von "Sachen kennenlernen" etc. von Anfang an detaillierter definiert, wäre so manche Diskussion nicht notwendig gewesen. Manchmal kommt es da zu Missverständnissen und es scheint nur so, als seien die Sichtweisen so ganz unterschiedlich.
Aber man kann ja auch nicht alles immer ganz genau schreiben, sonst wäre man wahrscheinlich 24/7 im Forum beschäftigt.
Das sehe ich anders.
Meine Rasse, den Russischen Schwarzen Terrier, bekomme ich nicht in der näheren Umgebung.
Einen Welpen aus der gewünschten Verpaarung schon gar nicht.
Also muss ich mit dem Welpen stundenlang fahren, um ihn nach Hause zu holen. Da finde ich es wichtig, dass die Welpen Autofahrten kennen und mit positiven Erfahrungen verbinden.
Die Züchterinnen meiner Hunde haben die Hunde an Halsband und Leine gewöhnt und sind in der letzten Zeit vor der Abgabe mit den Welpen (mit Unterstützung) in die Felder gefahren zu kurzen "Spaziergängen". Keinem meiner Hunde wurde beim Autofahren übel und alle waren von Anfang an begeisterte Autofahrer.
Klar, wenn man bestimmte Anforderungen hat, dann sucht man sich natürlich diejenigen Züchter, die das machen, was man will. Das bezieht sich auf jede Eigenschaft des Hundes.
Das mit der Übelkeit muss aber nicht mit der Gewöhnung ans Autofahren zusammenhängen. Kann, muss aber nicht.
Zum Teil scheint es bei Hunden auch genetisch bedingt zu sein. Von 'meiner' Züchterin weiß ich, dass ihre Welpen aus bestimmten Linien/Verpaarungen z.B. sehr häufig als Welpen unter Übelkeit beim Autofahren leiden, während ihre Welpen aus anderen Linien/Verpaarungen dieses Problem so gut wie nie haben.
Also die Gewöhnung daran ist nicht der einzige / bestimmende Faktor dabei.
Bei uns Menschen gibt es ja auch welche, die da weit empfindlicher waren als Kinder oder es im Erwachsenenalter sogar noch sind, und da gibt es auch z.T. familiäre Häufungen.
Wäre tatsächlich spannend zu wissen, ob das mal richtig wissenschaftlich untersucht wurde. Falls da jemand zufällig was weiß.....
(Ich frage auch als Betroffene
)
(Was nicht heißt, dass ich dagegen bin oder es für unnötig halte, wenn Züchter ihre Welpen ans Autofahren gewöhnen! Finde ich super! Ist ja auch ein 'abgeschlossener Raum' und die Welpen werden dabei idR nicht überfordert. Und praktisch ist es allemal, wenn sie zumindest mental nicht gestresst davon sind.)
4-5 Würfe pro Jahr mit ca. 5 Welpen. Ist es da nicht logisch, dass die Warteliste lang ist?
Ist halt eine gewerbliche Zucht ... Wäre mir viel zu viel Stress für alle Hunde. Und die Haltungsbedingungen der Hunde würden meinen Ansprüchen nicht genügen. (In der Regel leben die Hunde in gewerblichen Zuchten nicht mit ihren Menschen zusammen und die Menschen kennen ihre Hunde gar nicht im normalen Alltag wie Du als Käufer ihn dann haben wirst. Heißt, die Verpaarung erfolgt dann vom Wesen etc. her zwangsläufig ins Blinde. Meins wäre das nicht.)
Dass man bei Zuchten mit vielen Hunden auch nochmal genauer hinschauen soll - absolut.
Aber generell bedeutet die Anzahl der Zuchthunde und Würfe nicht, dass die Qualität damit automatisch sinkt. Oft sind diese Züchter (wenn sie gut sind!) sehr routiniert und geübt im Großziehen der Welpen, können diese auch gut einschätzen, etc.
Und auch wenn man Wert darauf legt, dass die Hunde im Haus leben, muss man auch bei solchen Züchtern nicht unbedingt darauf verzichten. Ich "kenne" z.B. eine Züchterin (große, aber eher weniger aktive Rasse), die lebt mit bestimmt 15+ Hunden, schätze ich, unter einem Dach. (Sie macht das nicht alleine, das Haus ist groß und sie hat ein auf die Hunde abgestimmtes Gelände) Persönlich war ich noch nicht bei ihr, aber ich habe einige ihrer eigenen Hunde und auch Nachzuchten von ihr kennengelernt und das sind tolle Tiere!
Also, ja, Augen auf bei sowas, aber pauschal verurteilen würde ich es auch nicht.