Beiträge von DatMudi

    Also grundsätzlich kann ein zuviel an Protein gerade bei bestimmten Rassen (u.a. Hütehunden) durchaus zu nervöserem Verhalten führen.
    Generell kann es bei Futter aber auch sein, dass der Hund durch einen bestimmten Inhaltsstoff Bauchschmerzen bekommt / eine Unverträglichkeit darauf hat, und dadurch dann unruhiger wird.
    In deinem Fall würde mich wundern, dass es erst nach so langer Zeit auftritt; du hast ja geschrieben, dass du schon seit einem halben Jahr diese Snacks verfütterst, die Veränderung aber erst seit ein paar Wochen auftritt. Das würde mMn eher dagegen sprechen, dass es am Protein liegt. Eine Unverträglichkeit eventuell, die sich immer weiter gesteigert hat, aber ich würde auch nach anderen Ursachen suchen.
    Snacks weglassen und beobachten kannst du auf jeden Fall.
    Viel Erfolg auf jeden Fall bei der Suche nach der Ursache!

    Ich bin Arbeitnehmer und kein Bittsteller der sich selbst als Leibeigener andingen will.

    Und vor allen Dingen möchte ich nicht wo arbeiten, wo ich von vornherein wie eine potenzielle Belastung betrachtet werde.

    ... und von vorneherein klar ist, dass selbst meine Mindestrechte mit Füßen getreten werden.

    Ist ja in Ordnung, sind aber nicht alle so. Ich kenne auch noch Zeiten, in denen man drauf angewiesen war, den Job zu bekommen und sich dementsprechend nichts erlauben konnte. Richtig finde ich das deswegen ja trotzdem nicht.

    Das ist man als Mutter immer, hatten wir ja hier im Forum auch schon öfter. Selbst wenn der AG kein Problem hat, dann haben es halt die Kollegen.


    Das ist ein Beispiel für "wie es sein sollte" vs "wie es in der Realität (leider!) oft ist".

    Ich hoffe sehr, dass immer mehr Menschen sich wehren, wenn Fragen beim Vorstellungsgespräch übergriffig werden o.ä., und ich finde es unglaublich wichtig, dass es dahingehend überhaupt schon ein Umdenken gab/gibt.

    Man darf aber auch nicht vergessen, dass nicht jeder den Luxus hat, derjenige zu sein, der das anspricht.
    Selbst wenn man nicht bei einem Arbeitgeber arbeiten WILL, der einen so behandelt, nicht immer hat man den Luxus sich das auszusuchen. Das vergisst man schnell, wenn man selbst (oder Nahestehende) nie in dieser Situation war(en). Manchmal ist man auf eine bestimmte Stelle angewiesen.
    Es gibt so viele Faktoren, die beeinflussen, was man sich 'leisten' kann an Widerstand.
    Würde ich bei einem Vorstellungsgespräch was sagen? Ja.
    Aber ich war auch schon in der Situation, hätte da z.B. ein Vermieter sowas gefragt, ich hätte mit einem zuckersüßen Lächeln geantwortet, dass am nächsten Tag liebendgerne die Bestätigung meiner Gyn vorliegt, dass ich eine Spirale nutze, und ob ich noch seine Schuhe polieren soll, würde ich gerne machen -augenklimper-. War zum Glück nie nötig, aber hätte ich damals gemacht. Und ich finde es aus moralischer und gesellschaftlicher Sicht absolut grauenhaft, dass man gerade heutzutage umso mehr zu sowas bereit sein muss, aber nicht jeder hat immer die -realistische!- Wahl. :( :

    Edit: Hat sich die ursprüngliche Frage nicht eig auf den Fragebogen der Tierschutz-Orga bezogen oder hab' ich das falsch verstanden?

    Hat es denn (für die Hunde / Zucht) gute Gründe, dass das gemacht wird?
    Also, dass z.B. durch sowas der Genpool erweitert wird, weil es früher Streit zwischen verschiedenen Fraktionen gab, heute die Rasse(n) auf verschiedene Dachverbände verteilt sind, o.ä.?

    Erlaubt auch nicht jeder Verein. Bei uns wird das so gut wie nie genehmigt. Da macht man es dann ueber die Hintertuer(en). Das macht aber nicht jeder Kaeufer mit.

    Was spricht da aus Sicht der Vereine dagegen ?

    Ich kenne das bspw so dass die Hündinnen die für die Zucht eingesetzt werden sollen, zu Menschen gehen zu denen man bereits länger nen guten Draht hat/mit denen man mehr oder weniger befreundet ist. Einfach damit man da möglichst wenig Theater hat und die Züchter vertraut bleiben.

    Dann wird noch geguckt wie der Hund damit klar kommt wenn er wieder beim Züchter ist - Überfordert das die Hündin, wird nicht gezüchtet.

    Sprich - Voraussetzung dafür ist dass die Hunde damit klar kommen, sich beim Züchter wohl fühlen und man guten Kontakt zu den Haltern hat ( nicht zuletzt auch damit man weiß wie die Hündin konkret tickt )

    Dann kommen die Hündinnen damit auch gut zurecht, und ich wüsste nicht was dann dagegen sprechen sollte.

    Aber das funktioniert wahrscheinlich nicht immer und bei jedem Züchter so.

    Für die Vereine ist das wahrscheinlich nicht der Grund, aber Zuchtmiete ist für Hündinnen und daraus resultierende Welpen oft nicht förderlich.
    Es gibt Ausnahmen, z.B. wenn die Hündin ihr Leben lang weiter eng im Kontakt mit den Züchtern bleibt, Aufenthalte im Haus der Züchter kennt, etc.
    Dann macht Zuchtmiete nicht nur Sinn (kann die genetische Vielfalt generell nämlich enorm fördern, wie schon erwähnt wurde, und als Züchter kann man nicht jeden 'guten' Hund behalten und so bleiben mehr Hunde der Zucht und der Rasse erhalten), sondern schadet auch niemandem.
    Gibt aber auch genug Fälle, in denen es eben nicht so abläuft (man muss dann eben Käufer finden, die in der Nähe wohnen und dazu bereit sind diesen engen Kontakt aufrechtzuerhalten), und dann ist Zuchtmiete - je nach Rasse / Persönlichkeit der Hündin mehr oder weniger ausgeprägt - weniger förderlich für die Entwicklung der Welpen, inklusive epigenetische Veränderungen, die sich über mehrere Generationen hin auswirken können.
    Stress (für die Mutter und damit auch die Welpen) während der Trächtigkeit etc. wirkt sich nämlich durch die Stresshormone, die an die Ungeborenen weitergegeben werden, stark auf die (Gehirn-/Persönlichkeits- und sonstige)Entwicklung der Welpen aus.

    Tatsächlich ist mir noch nie ein ernsthafter Affe-Mensch Vergleich untergekommen. Weder bei Eltern noch sonstwo hat jemand schon Mal argumentiert "Affen Duschen aber auch nicht" oder "Affen essen xy, also esse ich auch xy" oder "Affen schneiden sich auch nicht die Nägel"

    Hätte ich als Kind das gewusst und als Argument anbringen können wäre ich wohl glücklich gewesen :rolling_on_the_floor_laughing:

    Aber Affen essen weder Schokolade noch andere Süßigkeiten, nicht mal Kuchen. :klugscheisser:
    Und schon ist man wieder froh ein Menschenkind zu sein. :D

    glaube auch, dass man da viel von lernen kann, wenn man es sinnvoll macht.

    Hast du ein Beispiel für mich?

    Ortsbindung bei Welpen.
    Manche Welpen wollen in den ersten Wochen nicht spazieren gehen / weg vom Haus, und das lässt sich mit der Ortsbindung erklären, die bei Wölfen das Überleben der Welpen sichert.

    Wie schon einige gesagt haben - vergleichen ist gut und wichtig, man darf nur nicht gleichsetzen.
    Es gibt Punkte, da haben Studien sehr wohl viele Parallelen zwischen Wölfen und Hunden gezeigt, und wölfisches Verhalten kann viele Verhaltensweisen von Haushunden erklären.
    In anderen Punkten (sowohl sozial als auch physiologisch) haben sich Hunde anders entwickelt. Das sieht man z.B. schon daran, dass man am Genom der Hunde feststellen kann, dass Hunde auf eine andere Ernährung ausgelegt sind als Wölfe. Hunde können z.B. Kohlenhydrate viel besser verwerten als Wölfe. Und spannenderweise kann man sogar sehen, dass je nach Rasse/Herkunft/Lebensweise sich das auch unterscheidet.

    Ich kann da sehr die Bücher von Gansloßer empfehlen.

    Zum Beispiel das hier:

    https://schlapp.buchhandlung.de/shop/article/3…praxisbuch.html

    Da wird sowohl auf Parallelen als auch auf Unterschiede eingegangen.

    Leider ist es für Menschen oft leichter in schwarz-weiß zu denken, und dann werden Vergleiche zwischen Wolf und Hund gemacht, die weder Hand noch Fuß haben.
    Oder man hat es irgendwo gehört oder gelesen und es hat sich erstmal stimmig angehört.
    Der Grund dafür kann auch entweder eine gewisse Romantisierung (ich habe ein wildes Tier auf dem Sofa) sein oder vielleicht auch einfach eine "Sinnsuche", eine Suche nach einem tieferen Grund für hündisches Verhalten oder nach einer (menschlichen) Gruppe/Gemeinschaft (ich füttere meinen Hund jetzt genauso wie es sein sollte - wie einen Wolf! alle anderen machen es falsch!) oder auch eine Rechtfertigung für eigene Entscheidungen sein.

    Ich glaube, was Fuchshexchen sagen will, ist, dass es bei Wölfen einen enormen Selektionsdruck auf soziales Miteinander gibt. Kann ein Wolf das nicht, wird er des Rudels verwiesen und muss alleine über die Runden kommen, was seine Überlebenschancen und erst Recht die Wahrscheinlichkeit, dass er sich fortpflanzen darf, verringert.
    Hunde erfahren (zumindest in DE) keinen derart starken Selektionsdruck in diese Richtung. Die überleben idR (Ausnahmen gibt es sicherlich) trotzdem, und dürfen sich z.T. sogar fortpflanzen, selbst wenn sie (soziale) Eigenschaften besitzen, die sie - wären sie Wölfe - aus der Fortpflanzungskette rauskatapultiert hätten.

    Aber ich mag da eigentlich auch nicht drüber diskutieren. Meinen Kommentar hätte ich lassen sollen, war ne blöde Idee.

    Wieso? Dafür ist ein Forum doch da.
    Um zu diskutieren, um andere Sichtweisen kennenzulernen.
    Ich stimme dir vielleicht nicht in deiner finalen Bewertung zu, aber es ist grundsätzlich gut, auf Zusammenhänge hinzuweisen und Dinge kritisch zu betrachten.
    Und ein paar neue Dinge habe ich gelernt. Ich wusste z.B. weder, dass der DM Gründer ein Anthroposoph war noch dass die Anthroposophen das bedingungslose Grundeinkommen fordern oder die GLS Bank dazu Verbindungen hat. Ändert jetzt für mich persönlich nichts, weil für mich andere Punkte/Argumente schwerer wiegen, aber ist trotzdem gut zu wissen.

    Homöopathie halte ich persönlich übrigens auch für Humbug, Naturheilkunde hingegen, wenn vernünftig angewandt, kann sehr wirkungsvoll sein.
    Ist es bei Demeter eig tatsächlich verboten, bei ernsthaften Erkrankungen den TA zu rufen (laut der Statuten/Richtlinien!), oder ist das nur eine Vermutung / etwas, das manche extremeren Anhänger so praktizieren?
    Sollte das tatsächlich so sein, dass tiermedizinische Behandlungen verboten wären, dann ja, fände ich das bedenklich, bedauerlich und das sollte kritisiert werden!!
    Verglichen mit den Haltungsbedingungen in der konventionellen Tierhaltung wäre selbst das aber vermutlich trotzdem ein Paradies für den Großteil der Tiere. Das muss man halt auch wissen.
    Da muss man auch aufpassen, dass man vor lauter Kritik nicht mit zweierlei Maß misst.

    Edit: Nur weil ich anderer Meinung bin, heißt es nicht, dass ich es schlecht finde, wenn du deine äußerst!
    Wollte ich nur mal klarstellen.