Frag mal DatMudi 
Danke für's Rufen. 
(Bisschen spät dran,
aber die letzten Wochen waren .... puh.
)
Ich bin sehr voreingenommen, weil mein Mudi einfach ein einmalig toller Hund war.
Du hättest sofort einen Personenschutz, der dich nicht allzu offen anhimmelt.
Der bekommt es eher hin, dass du den anhimmelst. 😂
Also einen Mudi muss man schon ganz explizit wollen, und selbst dann wird man nicht immer glücklich. 
KÖNNEN wunderwunderwundervolle Hunde sein.
Haben aber eine überdurchschnittlich hohe Anzahl an ... nennen wir es ... herausfordernden ... Exemplaren.
Ich hatte meinen Mudi in Berlin gehalten.
Oh wow, das finde ich krass. Darf ich fragen, ob deine Hündin vom Züchter kam?
Ich kenne nur Mudis aus dem ungarischen Tierschutz, aber die waren durch die Bank weg denkbar stadtuntauglich. Viel zu reizoffen, viel zu wenig Raum für das rassetypische Territorialverhalten und dazu ne viel zu kurze Lunte, um mit einer Masse an Menschen halbwegs unkompliziert umgehen zu können. Aber mag auch daran liegen, dass die eben aus dem TS waren, das weiß ich nicht...
Ich fand die Mudis, die ich kennenlernte einfacher als Aussies, aber sehr ähnlich auch dieser Rasse.
Ist sicher auch sehr vom Mensch abhängig, was einem mehr liegt und was man einfacher findet.
Ich persönlich fand unseren Familien-Aussie deutlich unkomplizierter im Umgang, weil er doch nochmal ein gutes Stück weniger eigenständig und territorial war und zudem deutlich länger für eine Reaktion gebraucht hat als mein Mudi-Tier. Während der Aussie erst gedacht hat, um dann ggf. zu explodieren, explodiert das Kleinteil hier schon mal prophylaktisch, bevor es nachdenkt 
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DAS!
Und nein, das ist nicht nur bei Tierschutz-Mudis so.
Generell würde ich auch Mehrhund zustimmen, dass Mudis nicht unbedingt an die Herde müssen, die sind grundsätzlich gute Allrounder.
Allerdings gibt's beim Mudi grundsätzlich eine ENORME Bandbreite sowohl an Trieb/Arbeitswillen als auch an emotionaler Stabilität. Selbst bei gut ausgesuchten Verpaarungen und guter Aufzucht kann es passieren, dass man einen Welpen erwischt, der sich anfühlt wie eine tickende Zeitbombe. Klar, man kann damit leben, man kann auch daran arbeiten und es kann besser werden, aber eben auch nur bis zu einem gewissen Grad.
Und mit diesem Risiko muss man leben (wollen/können), wenn man sich einen Mudi holt. Alles andere halte ich persönlich für gelogen.
Mag Linien geben, in denen das weit seltener auftritt als bei anderen, aber komplett ausschließen würde ich es bei einem Mudi nie.
Und wenn man so einen erwischt, schränkt das verdammt ein.
Grundsätzlich sind die meisten Mudis eher skeptisch allem Fremden gegenüber (sind halt als Hofhunde auch Wachhunde gewesen und sollten auch die größeren Herdenschutzhunde alamieren, falls jemand/etwas den Schafes was Böses will) und extrem reaktionsschnell. Wie Schäferterrier schon geschrieben hat: dieses erst Reagieren/Explodieren und erst dann Nachdenken ist bei vielen Mudis drin.
Und wenn man da einen emotional weniger stabilen Hund erwischt.....
Bei meiner Hündin sind sowohl sie als auch zwei ihrer Wurfgeschwister auf der (mäßig bis extrem) instabilen Seite gelandet, zwei sind super und von einem Geschwisterchen weiß ich's nicht genau.
Ich kenne SO tolle Mudis. Und ich kenne Mudis, die würde ich gegen Bezahlung nicht haben wollen.
Ich lieb' die Rasse, ehrlich (auch wenn es sich vll nicht so liest), aber viele Mudis sind für das Leben in DE (viel zu viele Reize, zu viele Menschen, zu viele andere Hunde) nicht gemacht.
Leider.
(Und im Vergleich zu Collies eine ganz ganz andere Hausnummer. Collies sind so entspannt, so leise [ja, mein Ernst!], so ... einfach. Vielleicht hab ich auch nur die 'guten'/'richtigen' Collies kennengelernt.
)
Hast du dir den 'Spitze sind spitze'-Thread schon angeschaut? Da kann man dir bestimmt alle Fragen zu Spitzen beantworten. 
Wenn Hütehunde "deins" sind, würde ich aber eher zu einem Hütehund raten als zu einem Spitz.
Islandhunde und Lappen find ich persönlich richtig klasse, aber ich liebe die Nordischen halt einfach generell und bin da vielleicht nicht ganz objektiv. 
Und ich würde bei allem mit "Toy" im Namen sehr sehr vorsichtig sein. Da stecken oft (nicht immer! aber oft!) die falschen Beweggründe hinter der Zucht und damit auch oft die falschen Auswahlkriterien für die Zuchthunde (müssen nicht unbedingt die Eltern sein, können auch die Großeltern oder Urgroßeltern sein, bei denen was im Argen liegt/lag).
Mein Tipp wäre noch, auf Ausstellungen zu gehen. Für die kleinen Clubausstellungen ist's wahrscheinlich schon zu spät für dieses Jahr, aber die eine oder andere große Ausstellung kann man sich anschauen. Ist natürlich nie ganz repräsentativ, und man darf sich nicht zu sehr einlullen lassen, weil manche ihre Rasse gern in den Himmel loben. Aber es kann sich lohnen um ein Gefühl für die Hunde zu bekommen.
[Gut, dass Samojeden nie bei mir auf der Liste standen, ich habe dank der Besuche auf Ausstellungen gelernt, dass ich das akustisch nicht überleben würde - die sind geräuschtechnisch scheinbar die Mudis unter den Nordischen.]
Dass Mudis laut sind (ohrenblutend laut), habe ich schon erwähnt?
https://mudi.de/lustiges-2/
Lustig, aber dennoch 100% wahr.
Und generell, nichts ist besser als Besuche bei Züchtern / Pflegestellen. (Je nachdem, was man möchte.) Am besten mehrere.
Immer mit dem richtigen Maß an 'sich erlauben sich zu verlieben' und dennoch nicht blauäugig sein.
Aber ich denke, nach so vielen Hunden schaffst du das. 
Hier gibt's bestimmt auch Leute, die dir explizit LHC und KHC Züchter empfehlen können, oder eben Züchter anderer passender Hütehund-Rassen. Und natürlich sind die rassespezifischen Vermittlungsorgas auch immer einen Blick wert!
Viel Erfolg!
Edit:
Ich finde sowohl Mudi als auch Koolie extrem chick, aber nen unglücklichen Hund extrem unchick!
Zum Koolie kann ich nichts sagen, aber ein Mudi sorgt im Notfall schon selbst dafür, dass er sich das Leben schön macht. Die Frage ist halt, wie glücklich du dann mit Mudis Vorstellung eines glücklichen Lebens bist. Ich persönlich wäre es nicht 
Das!
Ein unglücklicher Mudi macht dich mindestens (!) so unglücklich wie er selbst ist.
Clever und sehr sehr sehr hartnäckig sind sie nämlich, die kleinen Teufelchen wunderbaren Dinger.
(Aber witzig sind se, das muss man ihnen lassen.
)