Beiträge von Ariodante

    Bin ja keine Juristin, aber die verlinkte Stellungnahme kommt mir sehr wackelig vor. Die Autorin geht (ohne Beleg) davon aus, dass Alkoholgabe (offenbar auch eine geringe auf das Körpergewicht hin berechnete Dosis, das ist ja das, was hier wohl die Likörgeberinnen vorhaben) grundsätzlich in die Kategorie „verursacht Schmerzen, Leiden oder Schäden“ fällt und dadurch eine rechtliche Relevanz erhält. Finde ich durchaus angreifbar. Der zweite Argumentationsstrang zielt darauf ab, dass Alkohol Geräuschangst nicht heilt (tut Sileo auch nicht) und daher nicht als Arzneimittel eingesetzt werden darf, weil nicht zugelassen. Hm.

    Sie zitiert ein Urteil, nach dem Alkoholgabe gerichtlich als rechtswidrig eingestuft wurde, aber es ging in dem Urteil um einen Menschen, der einen Hund getreten hat, Verletzungen nicht behandelt und on top Alkohol eingeflößt hat. Ein sehr merkwürdiger Beleg für die Strafbarkeit des Silvester-Eierlikörs.

    Sie wirft mit maximalem Strafrahmen um sich (bis zu 30.000 Euro! 3 Jahre Knast!), was selbst wenn mal einem Silvesterfall juristisch nachgegangen würde, völlig absurd ist.

    Sagen wir mal so, als Anwältin würde ich die Autorin eher nicht engagieren.

    Krass. Dass sich der Hund das auch einfach so traut und da null Echo kommt.

    Wenn der Hund bisher gelernt hat, dass er sich sein Essen erkämpfen und es verteidigen muss, ist das für ihn das Natürlichste der Welt.

    Ohne Routine, Rahmen und Grenzen ist das stark verwurzelt und genau das, was er kennt. Das "traut er sich nicht einfach so". Das ist etwas, das ihn am Leben gehalten hat.

    Spielst du damit auf die Vergangenheit des Hundes an? Über die wissen wir doch gar nichts, oder hab ich das überlesen?

    Warum so generalisiert?

    Weil sonst die Erkenntnis kommen könnnte, daß die eigenen Hunde mit Bart, langer Gesichtsbehaarung und komischem Mischfell genauso betroffen sind.

    Stand nicht weiter oben, dass der Hund, mit dem hier ad canem argumentiert wird, funktionsfähige Vibrissen hat?

    Wusste nicht, dass „komisches Mischfel“l mit abgeschoreren Vibrissen konkurriert, aber ok, Doodle halt.

    Kann zufällig jemand eine*n Trainer*in in Rhein-Main empfehlen, die nicht ausschließlich positiv arbeitet? (Nicht für mich, ich bin happy mit meiner Positiv-Trainerin)

    Was ist das Thema, bei dem Handlungsbedarf ist?

    Hm, ich würde sagen, eher Basis-Menschentraining: "Wie lernt der Hund? Wie kommuniziere ich meinem Hund, was ich von ihm will?" Der Hund ist eigentlich ein ganz netter. Mein Eindruck ist, dass der Hund immer wieder mit seinem Verhalten zum Erfolg kommt (ziehen an der Leine, Rückruf als optional betrachten), aber im Grund nicht gelernt hat, was er eigentlich machen soll. Und warum. Die Halterin ist im Moment gefangen in einer "Der weiß genau, was er machen soll, der ist halt stur und will mich nerven"-Schleife gefangen. Und beiden fehlt grad ein bisschen der Spaß am Zusammenleben.

    Nicht rein positiv nicht, weil der Hund so dringend Grenzen oder whatever bräuchte (wobei, keine Ahnung, das müsste halt ein Profi sagen), sondern weil die Halterin im Grund nicht dran glaubt und dann die Übungen nicht durchzieht. Hund soll nicht nur für Leckerlis was machen, sondern weil. Ich schätze, jemand der nicht ausschließlich positiv festgelegt ist, dringt, mit welchem Ansatz auch immer, besser durch.