Ich halte das schon für ein Generationen-Ding. Bin in einer Branche, in der die Menschen naturgemäß viel miteinander interagieren, reden und sich produzieren müssen. (Geplante) Videokonferenzen, Meetings, Workshops, alles kein Problem für die jüngeren Mitarbeitenden. Aber wehe, man sagt, ruf den Kunden doch bitte an, wir brauchen ein schnelles Feedback - neee, ich schrieb noch ne Mail, der reagiert bestimmt gleich, oder vielleicht noch eine Mail? Telefonieren scheint von Jahrgang zu Jahrgang eine größere Hürde zu werden, ohne dass ich mir das erklären kann. Da geht auch eine Menge Chancen an Aufbau von Kunden/Lieferantenbeziehnungen verloren, denn die Gen Z muss ja nicht nur mit Ihresgleichen reden, die schriftlich vielleicht eine gute Bindung aufbauen, sondern auch mit Oldies, die anders ticken und ihre Mails nicht manisch prioritär im Blick haben. Wird bestimmt einfacher, wenn wir Telefonier-Greis*innen im Berufsleben ausgestorben sind.