Beiträge von Ariodante

    Und noe, das ist kein Verbot der Rassen. Im TS darf man sie sich ja kaufen. Nur nicht bei den boesen Zuechtern. Bei einem Verbot, waere das ebenfalls nicht erlaubt.

    Ok, du hast kein Verbot der Rasse gemeint, kann ich so formuliert nachvollziehen. Dass man keine Beaucerons oder gar DSHs kaufen und halten dürfte, steht halt trotzdem nicht drin.

    Spinnen wir diese Idee weiter und nehmen das, was aktuell so durch VerAemter passiert, als Grundlage, dann muesste der Kaeufer eines GR nachweisen muessen, dass der Hund aus Linien kommt, die keine uebermaessige Aggression zeigen. Macht natuerlich unfassbar viel Sinn :ironie2:

    Unfassbar viek Sinn ergibt es jedoch, aggressive Linien aus der Zucht nehmen. Wie man das formuliert, dass dein Schreckensszenario dennoch nicht eintritt, ist eben die Frage. Und daran könnte man arbeiten.

    Weiterarbeiten hieße zum Beispiel klarzustellen, ob die Wolfskralle gemeint. Das ist m.E. reine Phantasie (Hunde mit Wolfskrallen sind ja gerade nicht als Beispiel genannt, Mehrzehigkeit an der Pfote dagegen bringen ja ganz objektiv Probleme mit sich, daher gehe ich davon aus, dass die gemeint sind.) Ist ja das Wesen eines Entwurf, dass er verbessert werden kann, unter anderem durch klarere Formulierungen.

    Edit: Kenne mich ja mit Wolfskrallen nicht aus und habe beim Kurzen googlen nur gefunden, dass sie ohne medizinische Indikation nicht entfernt werden dürfen, weil Tierschutzgesetz. Wie wahrscheinlich ist es denn dann, dass in dem Entwurf tatsächlich Wolfskrallen gemeint sind? Was daran wäre denn Qual?

    Naja, du sagst doch, der Beauceron oder der DSH dürften nicht mehr gekauft ode gehalten werden (was ja nun einem Verbot gleichkommt). Und das steht da halt nicht. Und dürfte auch kaum gemeint sein.

    Natürlich steckt die Tücke im Detail, insbesondere was ein Haltungs- oder Importverbot betrifft. Einem Mops sieht man die fehlende Schnauze an, einem Goldie die Aggressivität nicht. In der Praxis dürfte es bei Goldie wohl eher um die Zucht als Haltung gehen, bei anderen körperlichen Merkmalen ist es einfacher, von beiden Seiten, Zucht und Haltung, gegen Qualzucht vorzugehen.

    Hier geht‘ ja zu wie beim VDH: „Hilfe, der Dackel soll verboten werden!!11!!1“

    So, wie ich das Papier lese, sollen ja nicht die genannten Rassen verboten werden, sondern es wird verboten, mit Hunden, die diese Merkmale aufweisen, weiterzuzüchten.

    Nicht der Schäferhund soll verboten werden, sondern die Zucht mit total verformten Hinterläufen. Nicht der RR, sondern die Zucht mit Exemplaren mit Dermoidsinus (der Thai ist deshalb nicht drauf, weil die Beispiele explizit als nicht abschließend gekennzeichnet sind. Hat er er die gleiche Hautveränderung, ist er nach dem Entwurf draußen). Es darf nicht mit Goldies aus aggressiven Linien weitergezüchtet werden (sollte eh ein no brainer sein, oder), nicht „der GR steht auf der Liste“. Da bei der Polydaktylie eben nicht Wolfskrallen-Rassen als Beispiel genannt sind, gehe ich davon aus, dass es um Mehrzehen an der Pfote geht, wie in der Qualzucht-Datenbank beschrieben. Und so weiter.

    Wenn man mal von „die wollen Rasse XY verbieten“ wegkommt, ist das doch m.E. kein schlechter Diskussionsbeitrag, mit dem man durchaus weiterarbeiten könnte.

    Gehe mit Lilly durch die Fußgängerzone. Wir passieren eine Frau, die da steht und laut und etwas aufgeregt telefoniert. Gerade als sie in ihr Handy ruft: „Mach jetzt keinen Scheiß!!“, legt Lilly direkt vor ihr eine Vollbremsung hin, hockt sich hin und fängt angestrengt an zu pressen.

    Hat der Hund nun einen etwas simplen Humor oder will sie einfach ein bisschen die Revoluzzerin raushängen lassen?

    Aber meiner Meinung nach lässt sich aus dieser Statistik auch nicht heraus lesen, dass Staffordshire Terrier nun signifikant gefährlicher wären, als z. B. Schäferhunde.

    Durch Staffordshire Terrier Kreuzungen wurden genauso viele Hunde wie durch Deutsch Drahthaar getötet....was lässt uns das schlussfolgern?

    Dass ich nicht riskiere, dass ein Jagdhund mein Kleinteil mit Beute verwechselt, war für mich auch ohne die Statistik gesetzt. Ich schlussfolgere daraus, dass ich um beide einen Bogen mache.

    Interessant. Außer dem Pudel, der einen anderen Hund gekillt hat, sind in der Kategorie „Mensch schwer verletzt“ und „Hund getötet“ keine wirklichen Überraschungen dabei.

    Aber meiner Meinung nach lässt sich aus dieser Statistik auch nicht heraus lesen, dass Staffordshire Terrier nun signifikant gefährlicher wären, als z. B. Schäferhunde.

    Es fehlen ja leider die Zahlen, wie viele Rassevertreter es in Hessen gibt, aber ich schätze mal, dass die Staffordshire Terrier und Mixe massiv überrepräsentiert sind. NRW hat, meine ich, eine Liste, in der Vorfälle ins Verhältnis gesetzt werden zur Gesamtzahl, da ist das nach meiner Erinnerung genau so.