Deine Antwort geht so weit an dem vorbei, was ich ausdrücken wollte - das ist echt ne Leistung.
Man reagiert in diesem Zusammenhang gern mal defensiv, weil „Freizeit“jäger immer wieder das Bashing für die Abschusspläne kassieren, die durch die Forst „im Sinne des Waldumbaus“ gefordert werden. In der öffentlichen Wahrnehmung ist eben gern mal der Förster der “Gute” und die Jäger die “Bösen”. Das es bei Beiden schwarze Schafe gibt, nimmt man oft nicht so wahr.
Ich glaube, ich gebe mir das Interview mit dem Hundeführer nicht mehr. Ich komme nicht gut damit klar, wenn die Wertschätzung und das Verständnis für den Jagdpartner Hund fehlt. Könnte mir vorstellen, dass da beim Hundeführer auch nachgeholfen wurde. Irgendwie muss man ja heile aus der Sache rauskommen, damit man die schönen Videos von der Jagd & Hund doch noch präsentieren kann.
Wir hatten auf meiner ersten Drückjagd letztes Jahr ein mehr oder weniger ähnliches Erlebnis gehabt. Ein Teckel hatte mitten im Treiben Stunk mit zwei Jagdterriern. Also hat er die Jagd beendet, sich unter dem Stand meines Freundes einquartiert und dort alles verbellt, was sich genähert hat. Verletzungen waren auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Jo, mein Freund hat dann die restliche Jagd für sich abgehakt und mir mitgeteilt, dass er auf den Dackel gekommen ist. Kurze Rücksprache mit dem Hundeführer, was passiert ist. Klar war, wir bringen den Hund am Ende mit zum Streckenplatz. Also den schlammigen Dackel auf den Rücksitz, wo dieser erstmal dem Drahthaar im Kofferraum eine Ansage gemacht hat. Als mein Freund einstieg, saß der Dackel schon neben ihm. Als ich zusteigen wollte, musste ich erstmal eine Diskussion führen, ob ich auch noch auf den Beifahrersitz darf. Wurde vom Sicherheitsdackel gerade so genehmigt. Dann kam der Anruf, dass der Hund noch auf einer Nachsuche gebraucht wird. Da haben wir ihn dann hin eskortiert, der Hundeführer hat nochmal geschaut, ob alles i.O ist und ich konnte mir eine sehr geniale Nachsuche anschauen. Keiner wäre auf die Idee gekommen die jagdlichen Fähigkeiten dieses Hundes aufgrund einer einzige Situation zu bewerten, dessen Eignung in Frage zu stellen und das sogar noch öffentlich rumzuposaunen.