Beispiel der Dobermann. Bei uns ist das Kupieren verboten. Nicht verboten ist es, im Ausland geborene und kupierte Hunde einzuführen.
Ja und wer in Grenznähe wohnt bringt seinen Welpen zum Kupieren ins Ausland und da keine Grenzkontrollen da sind, wieder zurück. Dann wohnt der Welpe einige Wochen im Keller/Wohnung und wird zum Gassigehen nur im Dunkeln nach draußen gebracht. Nach der Vernarbung - welch ein Wunder - gibt es plötzlich einen kupierten Welpen!
Das Problem ist noch etwas komplexer.
Man sieht heute ja auch fast keine kupierten Doggen, Rottweiler, Boxer oder Kaltblüter mehr. (und wenn sind es oft Tiere aus dem Tierschutz)
Dobermänner sind da einfach zurück, weil es den Zuchtvereins einen Sch…. interessiert hat. Und wenn der Chef des Vereins und seine Minions öffentlich den kupierten Hund solange bewerben, bis es tatsächlich einen auf die Nuss gibt, nun, was willst du erwarten?
In meiner Jugend hatten wir eine Dt. Dogge. Es hat eigentlich nie jemand interessiert, dass sie nicht kupiert war (obwohl kupierte Doggen noch sehr präsent waren).
Jahre später, mit den Dobis, hat dich jeder (!) auf die Ohren angequatscht. Auf 5 mal „oh so natürlich gefallen sie mir aber viel besser“ kam gefühlt 20 mal „also kupiert sehen sie ja besser aus…“
Viel ist eine Frage der Werbung. Such mal nach Merch mit Dobis. Da findest du fast nur Stehohren.
Es wird dadurch einfach nicht als Problem wahrgenommen.
Und da sind wir wieder bei Mops&Co. Solange diese als Werbeträger vermarktet werden, wird die Übertypisierung nie verschwinden.