Ganz ein bisschen will ich ja fast in Schutz nehmen. Sie können ja vielleicht fast nix dafür, weil sie es schlichtweg nicht wissen. Ein erschwerender Mitfaktor am Auslandstierschutz sind ja die reinen oder hauptsächlichen Vermittlervereine.
Die sitzen im Inland und posten halt Hunde und sieben Käufer aus, organisieren vielleicht Transporte, sind aber gar nicht vor Ort. Haben keine eigene Infrastruktur und gern keine Pflegestellen (wobei Pflegestelle auch so was Wischiwaschi ist. Kann bei manchen Vereinen ja echt jeder werden, ohne auch nur irgendwas können zu müssen) und nicht automatisch überhaupt lokales Wissen (geschweige denn Sprachkenntnisse).
Ob der "Tierschützer vor Ort" ein privater, wohlmeinender Tiermessie oder was professionell aufgezogeneres ist, sieht man häufig von außen gar nicht. So wie hier werden einfach Hunde von da und dort und dort vermittelt. Von unbekannt wievielen Leuten, von unbekannt woher.
Orga klingt immer so wichtig. Nach österreichischem Vereinsgesetz reichen da 2 Leute und 26 Euro. (Drum hat man da mit "Muss Betriebsstätte im Inland haben" einen Riegel vorgeschoben, damit nicht jeder Hunde heranschaffen und verkaufen kann. Funktioniert leidlich, gibt Umwege wie "Genehmigung zukaufen" und zusätzliche Vereinskonstruktionen). In Deutschland müssen ein Verein ein paar mehr Leut sein, glaub ich. Vereinssitz kann immer auch Privatadresse sein.
Wer Texte schreibt und auf welcher Basis, puh, das kann auch Homeoffice von Tante Hilde mit dem dicken Dackel, die jetzt in der Rente gerne mal was mit Tierschutz machen wollte, sein.
Über Qualifikation der beteiligten Leute, erfährt man oft genug genau null, oder ob es außer "Tiere retten wollen" überhaupt welche gibt.
Nicht, dass Privatpersonen nicht auch sinnvolle Dinge auf die Beine stellen können, aber reine Vermittlervereine unterliegen weniger Auflagen und Kontrollen, brauchen oft keine eigenen Tierheime, Traces-Transporte, Quarantäneräume usw.
Da gibt es sehr sicher auch einiges an Wildwuchs.