Beiträge von pinkelpirscher

    Hängt von der Rasse, dem Ausbildungsstand, dem Alter zum Vermittlungszeitpunkt etc ab. Tendentiell gehen erwachsene Hunde aber keinesfalls zum Welpenpreis weg.

    (Auch wenn das beim Junghund/jungen erwachsenen Hund manchmal auch sehr eigenartig ist. Letztlich wär ein Hund, der schon was kann und von dem man sieht, wie er sich entwickelt hat, ja "mehr wert").

    Wenn der Hund allerdings nicht Tiptop Ausstellungs- Zucht- und sonstwas Qualität hat und entsprechende Nachweise und man selber in ner Szene nen Namen... ist mehr als ne "Schutzgebühr" einfach nicht realistisch.

    Außer man findet jemanden, der eh nicht drin steckt, den ahnungslosen Dummen quasi.

    Rüdenbinde um den Bauch geht auch bei Hündinnen. Dann wird auch von außen nix nass.

    Nimm eine breite Slip-Einlage und wechsle öfters. Die Wunde nicht selbst behandeln. Schon gar nicht mit Octenisept!

    Der Tipp war vorrangig fürs raus gehen gedacht und Bauch vor nass werden schützen. Geht schneller und unkomplizierter, als Body.

    (Allerdings verwend ich "Belly bands", locker angelegt, durchaus auch als Leck- und Wundschutz, bei Bauchwunden. Die Rüdenbinde vom Galgo war an der deutlich kleineren Whippethündin ein perfekter Ganzbauchschutz für zwischendurch Oder Quarkwickelhalterung beim übermäßigen Milcheinschuss in der Scheinschwangerschaft.)

    Das hilft Dir diagnostisch halt auch nicht sonderlich weiter: bei uns war es, obwohl es unter Antibiose erst mal besser wurde und nur unregelmäßig auftrat, ein Tumor der Blase. Am Ultraschall war lange nur eine Verdickung der Blasenwand zu sehen, wie auch bei Zystitis möglich.

    Zeitlich krieg ich es nimmer ganz zusammen, er hatte so oft Abdomenschall, wegen Blase, wegen Milz, wegen Pankreas.

    Es waren auf jeden Fall etliche Wochen, als man im Ultraschall dann auch wirklich eindeutig den Tumor sah (Ein Nebenbefund. Er hatte einen Magendurchbruch und wurde noch am selben Tag eingeschläfert. Wie es mit dem Tumor weiter gegangen wäre, weiß ich also nicht. Zu dem Zeitpunkt hat er übrigens grad mal wieder nicht geblutet)

    Das Thema hat halt mehrere Ebenen.

    Wenn es nur um: ist ein Züchter seriös, wenn Welpen mit Knickruten fallen? ginge, wär es einfacher aufzudröseln.

    Kein Züchter dieser Welt kann garantieren, dass niemals nicht Welpen mit angeborenen Defekten zur Welt kommen. Die durchdachteste, perfekteste Verpaarung kann doch nicht so perfekt sein. Man weiß es immer erst hinterher und grad Sachen, wo der Erbgang schlichtweg nicht klar ist, oder die spontan auftreten: können einen immer treffen, da kann man der seriöseste Züchter der Welt sein. Das Leben gibt keine Garantien für Perfektion und 100% ige oder ewigwährende Gesundheit.

    Tatsächlich sind, je nachdem, welcher Rutenteil betroffen ist, manche Fehlbildungen auch nicht sofort klar sicht- und tastbar. Bei einem Hund in meinem Umfeld war dann der Besitzer unseriös und hat sich Fake Atteste ausstellen lassen und den Züchter nicht informiert. Da sah man den Rutenknick allerdings auch erst mit 7 Monaten sicher. Kann ich so sagen, weil ich den Hund seit seiner 8ten Lebenswoche kenne, häufiger in Betreuung hatte und die Knickrute selbst entdeckt hab (Übrigens wurde der Hund noch vor "Attest" ausgestellt und auch danach - es ist nie jemandem aufgefallen, dass die letzten beiden Schwanzwirbel schief stehen und verwachsen sind. Auch keinem SuperOberFCIRassespezialisten. Insofern: je nach Knickrutenart, können eine Menge Leute das übersehen. Blockwirbel am Rutenansatz...anderer Hund mit dem ich viel zu tun hatte...übrigens mit deutlicher sichtbarem Knick in der Schwanzspitze - der Rutenansatz ist nie wem aufgefallen. Die Mutter des Hundes hat den Defekt Fotos zufolge auch und trotzdem ne normale Zuchtzulassung, die Schwester des Hundes hat das selbe Thema, ging aber als Zuchthündin nach Schweden. Dort isses zwar dann irgendwann mal wem aufgefallen, aber da war der Hund eh wesensmäßig schon völlig zuchtuntauglich. Also das ist natürlich ein Extremfall. Aber nein, Knickruten müssen niemandem gleich auffallen.)

    Der ist echt so super, dafür dass der vor knapp einem Monat noch in Spanien im Tierheim saß macht der das alles so gut.

    Der hat so ein angenehmes Wesen und ist einfach wunderschön.

    Bodegueros sind einfach eine tolle Rasse, ich bin komplett konvertiert jetzt. xD

    Ich hatte eine Bodeguerohündin in Pflege. Eigentlich war der Plan sie zu behalten. Es war nur zuviel TerrierWeiblicheHormoneStress mit der Ersthündin.

    Aber das war ein super kecker, netter Allroundhund - und ultraclever - der einzige Hund, der je das Prinzip Leiter zum Hochbett durchschaute, nach 1x nachdenken. Nur geschlafen hat sie anfangs kaum.

    Aber sowas käme mir, neben Windhunden und Podencos, auch jederzeit wieder ins Haus.

    in der Evolution geschah Kurzschnauzigkeit ja vermutlich auch nicht innerhalb weniger Jahrzehnte, sondern im verlauf eines langen Zeitraums, wo sich nicht nu das Aussen anpassen konnte, sondern eben auch das Innen

    Ja, aber auch kurzschnauzige Hunde gibt es nicht erst seit Jahrzehnten.

    Nichtnasige Hunde sind wohl neuer.

    Betroffen von BOAS können beide sein. Beschrieben worden ist BOAS in der Wissenschaft (bild ich mir ein), verhältnismäßig spät. Auch bei anderen Kurzkopfthemen wie Syringomyelie - ich zitiere aus "Hab ich glaub ich an mehreren Stellen so in der Art gelesen" - gab es möglicherweise einen Anstieg bzw Rassen in denen es plötzlich vermehrt vorkommt, so ab den 80ern, 90ern oder so und das nicht zwingend in Zusammenhang mit "Einfach bessere bildgebende Diagnostik".

    Oder Hunde, die sich nicht selbstständig fortpflanzen können - die haben sich vor Fortschritten in der Reproduktionsmedizin ziemlich selbst aussortiert. Die Kaiserschnittrate bei manchen Rassen/Typen wird 1634 noch nicht besonders hoch gewesen sein.

    Daher frage ich mich trotzdem manchmal - sind manche Dinge nicht auch erst später dazu gekommen oder schlechter geworden und eher Resultat von Zuchtpraktiken, denn rein von bestimmten Körperformen? (Jetzt mal von überhaupt nur noch nen ballförmigen Kopf am Hals abgesehen).

    "Ich züchte wieder mehr Nase, dann passt wieder alles", die Rechnung geht ja auch nicht auf.

    Einfach so dahin gesponnen: wenn manche Ausprägungen schlichtweg Erbdefekte wären - und es scheinen ja unterschiedliche Kurzkopfrassen von jeweils unterschiedlichen Symptomen stärker betroffen (und manche, wie Keilwirbel beim Bully haben noch nicht mal mit dem Kopf zu tun( dann sind auch Kreuzungsversuche nicht ganz ohne. Damit holte ich schlimmstenfalls die "erbliche Knorpelbildungsmissbildung", Gaumensegelwucherung, wasauchimmer in Rassen, die nicht betroffen waren.

    Ganz vielleicht wäre manches an der BOAS Symptomatik auch bei Langnasenhunden möglich, sie ham nur den Defekt noch nicht, der den anderen durch Selektionspraktiken angezüchtet wurde.

    Schlichtweg so dahingedacht. Man sollte sich vielleicht nur nicht zu sicher sein, dass mit keine extremen Kurzköpfe mehr, die Welt garantiert wieder in Ordnung ist.

    Erst mal ist brachycephal ja nur eine Beschreibung einer von mehreren möglichen Kopfformen.

    Ist denn wirklich gesichert, dass Rund/Kurzköpfigkeit per se immer Probleme macht? Tut sie das ja nicht bei jeder Spezies.

    Und muss man nicht vielleicht aufpassen, Variation zu generell zu pathologisieren?

    Meinem Verständnis nach ist ein großer Problembereich an Kurzköpfigkeit beim Hund BOAS, also verschiedene, den gesamten Respirationstrakt betreffende Symptome und Krankheitsbilder, die nicht sicher nur anatomisch bedingt sind. Gewebewucherungen, mangelnde Knorpelfestigkeit in den "Haltespangen" der Luftröhre etc., das sind ja Bereiche, die zusätzlich auch eine genetische Komponente haben könnten. Und bei Rassehunden muss man sich ja selten wundern, warum 4567% von irgendwas betroffen sind, wenn eh die Mutter die Großtante ist oder so.

    Etwas überzeichnet gesprochen und keineswegs Probleme negieren wollend. Extremer Zwergwuchs etc macht ja auch Probleme, wie nicht proportionale Schrumpfung von machen Körperteilen.

    Aber wenn zb Rassen wie der Shar Pei in einem varierenden Ausmaß, genetische Veränderungen der Hyaloronbildung mitbringen, was, wenn manche Kurzköpfigkeits- und Kleinwuchsthemen auch sowas sind? Dann hät es ja nicht nur mit der Form zu tun.

    So wie bei manchen kurzbeinigen Hunden nicht automatisch der in Relation lange Rücken anfällig für Bandscheibenprobleme macht, sondern das explizit auch ne erbliche Komponente hat, wem es die Bandscheiben raus haut und wem nicht.

    Dass extreme Ausprägungen selten positiv sind, ist so gut wie bei allem im Leben so.

    Weiß man aber zb gesichert, ob BOAS und andere Kurzkopfsachen immer so extrem vertreten waren wie jetzt, oder ob es mal tatsächlich gesündere Kurzköpfe gab? - ihre Existenz ist ja nicht neu.