Beiträge von pinkelpirscher

    Mit Josera Kids hatte ich bei 3 Welpen/Junghunden ständig irgendwas. Viel zu viel Kotabsatz. Kotfressen. Durchfall. Im Bekanntenkreis ebenso.

    Umstellung, ganz skrupellos, auf Royal Canin und roh/gekocht - zack, keine Probleme mehr.

    Insofern lag es für mich schon am Futter. Auch die Adultsorten füttere ich nimmer, die hat langfristig auch keiner gut vertragen.

    Jetzt bin ich doch etwas besorgt. Denkt ihr sie könnte sogar ihrer Familie etwas tun?

    Die Kunst ist, die Situation sehr, sehr ernst zu nehmen und trotzdem keine Angst vorm Hund zu haben.

    Sie ist immer noch der selbe Hund wie vorher, ihr habt nur recht wahrscheinlich einige Dinge fehlinterpretiert.

    Wenn man so will, war der blaue Fleck ein Glücksfall.

    Ein blauer Fleck entsteht, wo Gewebe geschädigt wird und es eine Einblutung ins Gewebe gibt. Ein blauer Fleck ist keinesfalls nur harmlos in besagtem Zusammenhang. Blaue Flecken machen Hunde üblicherweise eher nicht zufällig. Ich hatte nach Hundemaulkontakt noch nie welche, nicht mal beim "Wadenbeißerhund" der mit Zähnen blutig gekratzt hat.

    Aber ein blauer Fleck ist ein Glücksfall und noch eine niedrigere Eskalationsstufe, als ein blutiger Biss. Das ist für alle Beteiligten Kinder und den Hund quasi noch glimpflich.

    Hunde, die Kinder schwer verletzen, sind meist Kandidaten für lebenslang Tierheim oder Leben aushauchen durch Euthanasie. Also etwas, das man für seinen geliebten Hund ansich ja nicht will.

    Nur will auch niemand verletzte oder schwer entstellte Kinder.

    Ihr Erwachsenen habt gerade die Verantwortung, Kind wie Hund zu schützen. Und dabei trotzdem nicht angsterfüllt und sorgenvoll auf den Hund blickend, durchs Leben zu gehen.

    Manches in der Bewältigung der Situation, um die ich Euch gerade gar nicht beneide, muss vorallem im Kopf stattfinden.

    Die Gefahren an bestimmten Hundeverhalten sehen, ohne den Hund ansich als Gefahr zu sehen. Angst vorm Hund verändert den Umgang negativ.

    Hm...nennen wir es: es braucht die Fähigkeit den unlösbaren Zwiespalt auszuhalten, dass Hunde ganz ganz tolle Tiere sind, mit denen man wunderbar zusammen leben kann und die gleichzeitig trotzdem Tiere mit einem Potential sind, Menschen zu schädigen

    Einsicht, dass ein Hund die Dinge immer nur aus Hundesicht sehen kann und dafür, sich menschenkonform zu verhalten, manchmal auch Hilfe braucht.

    Ihr seid auch für den Hund erziehungsberechtigt. Ihr seid die, die dem Hund vorgeben, wie er mit Menschen zusammen lebt. Ihr lasst Dinge zu, oder verhindert oder steuert sie.

    Oder eben nicht. Dann ist der Hund quasi Euer Erziehungsberechtigter. Mindestens in seiner Sicht der Dinge.

    Für welche Sicht der Dinge wollt ihr Euch entscheiden?

    Der blaue Fleck war ein Glücksfall - ihr habt nämlich noch Entscheidungsspielraum.

    Czarek

    Randowtaler

    Ist, glaub ich, derzeit nicht im DF aktiv. Oder vielleicht doch.

    Die züchtet im Langhaarwhippetverein. Der, zumindest liest es sich so, ganz vernünftige Vorgaben hat. Wie es aber mit Auswahl der Zuchttiere und Registrierung Windsprite als Langhaarwhippet aussieht und zb mit dem Genpool, weiß ich leider nicht.

    Bei uns auf der Rennbahn gibt es zwei Hunde aus dem deutschen Verein. Das Hauptproblem ist bei ihnen, dass sie quasi Windsprites sind, aber nicht anerkannt werden und nicht an Ausstellungen oder Sportbewerben teilnehmen können, mangels FCI Papieren. Nachzucht der ersten Hündin ging nur über Zuchtmiete in Deutschland.

    Und die Whippetszene mag einen nicht, wegen dem Whippet im Namen.

    Tatsächlich gibt es keine langhaarigen Whippets. Mag zu Zeiten der Entstehung der Rasse durchaus welche gegeben haben bzw wahrscheinlich Rauhhaar, über die an der Rassewerdung beteiligten Terrier. Aber reinrassige Whippets mit Langhaar existieren nicht.

    Auch wenn der Urvater der Windsprites, der Showwhippetzüchter Wheeler, behauptete, er hätte langhaarige Welpen in seinen Würfen gehabt. Das war halt auch in Zeiten vor Gentests. Geglaubt hat es ihm auch damals nicht jeder.

    Die Namen der ersten Zuchthunde und die Tatsache, dass im "Langhaarwhippet" Gendefekte von Hütehunderassen vorkommen, die beim "Kurzhaarwhippet" nicht existieren sowie der etwas andere Körperbau sagten halt was anderes.

    Spricht nix dagegen, Windhund mit Hütehund zu kreuzen. Whippet x Collie ist DIE seit ewig bewährte Gebrauchskreuzung, auch für manche Formen der Jagd.

    Aber es kommt natürlich ein anderer Hund raus, als bei Whippet x Whippet oder Collie x Collie.

    Der Begriff Langhaarwhippet war und ist vielen Whippetleuten ein Dorn im Auge, weil er impliziert, Langhaarwhippet wäre die langhaarige Varietät des Whippets, dabei ist es - mittlerweile - eine eigenständige Rasse. Sehr ähnlich, aber doch wieder völlig anders.

    So wie Silken Windsprite nicht Silken Windhound ist (bei dem hat noch Barsoi mitgemischt, der ist national fast nirgendwo anerkannt)

    Ok bitte bitte her mit den Infos!

    Ich habe zwar wirklich viel recherchiert, aber anscheinend weiss ich immernoch zu wenig :face_with_monocle: ich habe wirklich viel Hundewissen, aber man lernt ja nie aus. Vielleicht renne ich nächstes Jahr doch noch wieder zum Tierschutz :woozy_face:

    Der Hinweis nur, weil manche Dinge, die für den Whippet gelten, nicht für den Windsprite gelten und umgekehrt und Züchter es meist gern haben, wenn Interessenten die passenden Begrifflichkeiten verwenden. Manch einer wär sehr irritiert bis beleidigt, wenn man seine Rasse als "Is eh das Selbe wie..." sieht

    Silken Windsprites sind aber keine Langhaar-Whippets, auch wenn ein deutscher Verein sie so nennt (und dann kann man mit den Hunden nix machen, weil Langhaarwhippet nicht anerkannt ist, im Gegensatz zum Windsprite, auch wenn das eine die Abspaltung vom anderen im Streit ist)

    Und eben auch keine Whippets, sondern Whippet-Sheltie und wahrscheinlich Papillon Lurcher, die irgendwann als Rasse weiter gezüchtet wurden, aber als solche unterscheiden sie sich dann doch deutlich vom Whippet.