Beiträge von pinkelpirscher

    Zumal Hundeabnahme ja rechtlich und überhaupt so leicht geht.

    Bei uns dauert das witzigerweise oft Wochen, falls es überhaupt dazu kommt, dass Klienten Tiere abgenommen werden, wobei das dann nur semi-schlimm ist, wie Hund mitten in der Psychose "zu seinem Schutz" nur noch am Bett angeleint halten.

    "Mein" schlimmster Fall hatte erst mal nur die Auflage, den Hund zum Tierarzt zu bringen. Und da sprechen wir von einem ca 28kg Rottweiler mit Darmprolaps.

    Selbstverständlich wird man nicht jeden illegal angeschafften, gezüchteten, importieren Hund verhindern können. Aber es ist halt ein großer Unterschied, ob ich an jeder Ecke legal einen Mops kaufen und mit dem draußen rumlaufen kann, oder ob erst mal eine gewisse "kriminelle Energie" aufgewendet werden muss, um das Tier überhaupt zu beschaffen, um dann anschließend bei jedem Gang nach draußen das ungute Gefühl im Nacken zu haben, vielleicht in eine Kontrolle zu geraten, angezeigt zu werden etc. und den Hund weggenommen zu bekommen.

    Das ist einfach eine komplett andere Ausgangslage. Und wenn man nur danach geht, was alles nicht flächendeckend kontrolliert werden kann, kann man sich sämtliche Gesetze eigentlich sparen.

    Nochmal zum Beispiel Kupieren.

    Wir haben ja auch ein Importverbot, ein Weitergabeverbot etc.

    Ja, insgesamt ist die Zahl der voll- oder teilkupierten Hunde gesunken.

    Dafür ist ne neue kriminielle und im Prinzip noch problematischere Schiene entstanden.

    Kupieren ist europaweit so gut wie überall verboten, eigentlich. Übers Verbot kupierte Hunde auszustellen dürft es für seriöse Züchter zunehmend uninteressanter geworden sein. Wer jetzt noch kupiert, sind bestechliche Tierärzte, Wohnzimmermetzger und Produzenten von Hunden je nach Marktlage.

    Das Importverbot wird ignoriert und umgangen, die Fake-Bestätigung gibt es zum Hund dazu und die Importregeln für Hunde aus Drittstaaten in die EU, auf die wird lustig gepfiffen.

    Bei uns steigt die Anzahl vorallem an Dobermännern grad sehr stark, spannenderweise. Mindestens lokal in Wien ein Boom. Kommst völlig unbehelligt mit dem 6 Monate alten, vollkupierten Serbienimport überall hin und erzählst halt, das sei ein Tierschutzhund, kennt sich eh keiner aus.

    Bei uns steigt, einige Jahre nach Importverbot scheinbar die Zahl kupierter Hunde grad wieder, statt zu sinken. Möglicherweise eben parallel zur steigenden Nachfrage nach "Kupierrassen" und Gebrauchshunden.

    Aus privaten Würfen können diese Hunde aufgrund der Gesetzeslage in Sachen Hundeverkauf theoretisch nicht sein, alle aus FCI Zucht ist unwahrscheinlich, jetzt kriegts Rassehunde statt ausm Wohnzimmerwurf halt vom ausländischen Welpengroßhändler, der aber inserieren darf, oder steigst auf AT- Handelsbörsen mit Firmensitz wo anders um, dann kannst elegant Sachen verkaufen, die Du in Ö nicht verkaufen darft oder kriegst eben die "interessanten" Angebote.

    Insgesamt hat es für mich den Anschein, dass "Kupierte Hunde aus dem Tierschutz sind zulässig" (Wobei damit immer nur die Weitervermittlung im Inland gemeint war), vorallem dazu geführt hat, dass das Drumherum halt krimineller wird und die gefragten Rassen mit der gefragten Verstümmelung wahrcheinlich unter schlechteren Bedingungen produziert werden, als vorher. Weniger davon, daa dafür schlechter.

    Das "Nur aus dem (inländischen) Tierschutz" funktioniert hier in Österreich schon bei kupierten Hunden nicht.

    (Und wer soll's kontrollieren? Bei uns, neben 12347655555 anderen Sachen, die Polizei. Dazu müssen Beamte u.a. erst mal wissen, was kupiert überhaupt ist. Ist ja nicht jeder automatisch Hundeprofi.)

    Zitat

    Bedroht gefühlt hat sich durch das Oben-Unten nach unserem Deuten noch keiner (und auch bei anderen kleinen Hunden auf dem Hundetreff habe ich das bislang nicht beobachtet).

    Viele Hunde gewöhnen sich so halbwegs daran, dass Menschen komische Dinge tun, wie vorbeugen und "drohen", etlichen merkt man es aber mehr oder weniger deutlich an, dass sie diesen Situationen ausweichen und sei es nur duch Kopf weg drehen, Gewicht verlagern, leicht ducken o.ä.

    Körpersprachlich ist über den Hund beugen eine sehr intensive, harte bis bedrohliche Geste. Schaut mal genauer hin, auch beim Hundetreff.

    Man muss nicht knien, man kann auch hocken und mit eher offener Oberkörperhaltung auftreten. Nur als Beispiel. Aber kleine Hunde bedrängt man unabsichtlich rasch viel mehr, als große.

    Das mit dem Aufpushen war eher so gemeint, dass zumindest die gezeigte Sequenz so wirkt, als würd die Situation ansich den Stresspegel der Hunde steigern.

    Dass gestresste Hunde sich schneller in die Haare kriegen...passiert. Ob das der alleinige und einzige Grund ist - keine Ahnung.

    Aber ja, es könnte sein, dass der Jüngere seinen steigenden Stresslevel in der Situation am anderen abreagieren versucht, sonst wären da nur noch Beine zu abreagieren und er nimmt halt den Hund.

    Das drüber beugen allein macht schon unheimlich Druck und wirkt auf Hunde bedrohlich. Ich würde kleine Hunde tatsächlich nie so von oben herab streicheln und abgesehen von kurzem, spielerischem "Man neckt sich gegenseitig" auch nie so schnell.

    Das Herumgewusel der beiden wirkt halt aufgeregt, aber nicht zwingend wirklich freudig.

    Ich halt es für sehr gut möglich, dass ein Teil des Problems eure Körpersprache ist und "Streicheln zum hochpushen, statt runter fahren".

    normal ist mir schon immer suspekt!

    Normal natürlich unter fetten Anführungszeichen zu sehen.

    Aber das ist so der ungefähre Schnitt: 1 Hundevorfall mit Todesfolge alle roundabout 2 Jahre und pro 8 Millionen Einwohner.

    Das ist trotz alledem - angesichts der Hundedichte - sehr wenig (macht aber nicht weniger fassungslos oder die Verletzungen des Opfers weniger tragisch. Sowas wünsch ich echt keinem.)

    Bin ja gespannt, ob es so ein klassisches "Hunde oder Halter waren eh schon länger auffällig" ist.

    pinkelpirscher Danke! Ich soll ihr das Sucralfat eine Stunde vor dem Futter geben, meinst du, 2 Stunden sind besser?

    Ich werde heute noch Fleisch kochen, und ihr das Wasser neben ihr Bett stellen, danke für den Tipp!

    Ja, Sucralfat gibt man in zeitlichem Abstand zu Futter und Medikamenten, damit es wirkt bzw Med.wirkung nicht hemmt.

    Ich kenn zwischen 1 oder 2 h vorher.

    Wennst das Kochwasser kühl stellst, kannst etwaiges Fett später besser abschöpfen.

    Ich persönlich bin Riesenfan von Kartoffelpüree (mit kochendem Wasser oder "Fleischwasser" angerührt). Von Morosuppe sowieso.

    Den ersten und zweiten Tag gab es hier nur ca 5-6 x einen EL Schonkostbrei.

    Bei uns war aber auch Teerstuhl und Durchfall dabei, irgendwas im Hund hat geblutet.