Wenn ich eine Giraffe in der Autogarage halte, kriegt die irgendwann Nackenprobleme. Also sind Giraffen Qualzucht.
Die Natur selber hat etliche Farben und Formen hervor gebracht, wo man sich fragen könnt, ob die spinnt. Trotzdem funktionieren diese Farben und Formen - in dem Umfeld für das sie gemacht sind. Da ist dann womöglich auch das Glubschauge kein Problem.
Ich frage mich manchmal, abgesehen davon, dass ich die gängigen Zuchtpraktiken und etliche ihrer Auswüchse nicht begrüße, ob wir nicht insgesamt völlig ignorieren, dass nicht alles für alles gemacht ist?
Ist etwa die Tatsache, dass meine Hunde, würden sie im dichten Wald oder Gebirge ins Hetzen geraten, eine deutlich erhöhte Verletzungsgefahr hätten, weil sie zu schnell für Jagd in dem Gelände sind, gleichbedeutend mit: die sind insgesamt zu schnell?
Ist Kurzbeinigkeit oder Langrücken automatisch ein Problem, weil es beim Agility Probleme machen könnt?
Oderoder.
Natürlich sind die Dinge wesentlich komplexer, aber manche Punkte in Qualzuchtdiskussionen, da denk ich mir bisweilen Naja, aber warum muss Typ A genau das können, wie Typ B, obwohl völlig verschieden?
Verbiet ich Frösche, weil sie nicht fliegen können?