Beiträge von pinkelpirscher

    Ob halbwegs schmerzfrei möglich ist, keine Ahnung.

    Was wird sie wiegen? 50kg? Davon 60% auf der Vorderhand verteilt. Und ein tragender Teil tumorzerfressen. Puh. Nein, natürlich ist ungünstig, wenn sie einen tumorösen Knochen belasten muss um sich selbst zu tragen. 3 beinig is aber auch blöd.

    Es ist einfach durch und durch, gedreht und gewendet, richtig blöd.

    Ich hab sowas zum Glück noch nicht erlebt. Hat sie schon Schwellungen? Nicht nur der Knochen kann ja brechen, sondern das fiese Dinge wächst ja nach außen, kann irgendwann blutigeitrig aufbrechen. Vielleicht könnt man dann auch diesen Zustand noch ein paar Wochen aufrecht erhalten, ja. Aber was für ein Zustand ist das denn?

    Ich sehe das ganz anders als pinkelpirscher - hier gäbe es nicht Schmerzmittel en masse in den Hund sondern ein „vielen Dank für die gemeinsame Zeit, ich liebe dich, schlaf gut“ - und das schon seit vorgestern!

    Das wär mein Weg. Und zwar recht kurz nach Diagnosestellung, mitunter sogar währenddessen.

    Die Geschichte dahinter ist aber komplexer.

    Und Verzeihung, das las sich vorhin vielleicht recht harsch

    Klar spricht 3 beinig laufen auch dafür, dass keine Schmerzfreiheit da ist.

    Gleichzeitig ist bei einem so großen Hund und sich auflösendem Vorderlauf, diesen benutzen wohl auch blöd.

    Es ist, so oder so gesehen unbefriedigend und traurig.

    Andererseits: unheilbare, schmerzhafte Erkrankung, ob da sonst noch was kaputt wird, is letztlich egal.

    Von dem her tät ich: Schmerzmittel rein, was geht, egal wie der Hund geht. Irgendwelche langfristigen Nebenwirkungen: völlig egal, die wird sie nicht erleben.

    Bei Cati war die Milz offenbar total vom Krebs zerfressen.

    Schmerzmittel machen Hunde leider nicht wieder heile, aber man hat bei Cati deutlich die Entspannung gesehen, wenn das Zeug gewirkt hat.

    Das, und sie war irgendwie etwas... Anders. Tramadol hat ihr eine rosa Brille aufgesetzt, das war ganz niedlich.

    Meine Hündin schläft auch deutlich besser, das schon, aber sie läuft nach wie vor auf drei Beinen :-/

    Naja, wie soll sie auch auf 4 Beinen laufen? Der Knochen in Bein 4 ist unwiederbringlich kaputt.

    Das Bein benutzen...ja, dann bricht der Knochen halt womöglich spontan.

    Morgens vorm Training gab es nur "Suppe" (ca 70g Nassfutter mit nem Löffel Honig, 2EL Joghurt und Wasser verrührt)


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    Abends: Huhn mit Knochen und Knorpel faschiert. KartoffelBuchweizenSchaffettBrei. Zucchini-PetersilieJoghurt. Bierhefe. Algen

    Javik

    Ich glaub, wir missverstehen uns bei grundsätzlich meist ähnlicher Sichtweise.

    Ich verwehr mich nur dagen, Niederläufigkeit o ä. grundsätzlich als Qualzuchtmerkmal zu sehen, was - so mein Eindruck - manchmal passiert. Also dass plötzlich irgendwie alles Qualzucht ist.

    Zitat

    Von seinem genetischen Bauplan bestimmt ist der Haushund ein Dauerläufer, und alles, was diese Funktion behindert, ist eine Qual für diese Spezies.

    Und da sehe ich persönlich die Gefahr, dass man plötzlich sehr viele Dinge als Qual betrachtet, die keine sein müssen. Oder ein "Es kommt darauf an" sind.

    Der lange Sermon vorher bezog sich indirekt auch darauf.

    Dackel, Corgi etc.

    Ich will nicht behaupten, dass da alles eitel Wonne ist (Und die legendären Corgis der Queen sehen 1940 so gänzlich anders aus, als 2022).

    Nur dass etwa Niederläufigkeit per se als Qualzuchtmerkmal zu sehen, in meinen Augen zu weit übers hehre Ziel hinaus geschossen ist.

    Wo dann das Ganze kippt und Niederläufigkeit, Verzwergung etc sehr wohl deutliche Alltagseinschränkungen mit sich bringen, mag manchmal ein schmaler Grat sein.

    Aber wenn, überzeichnet gesprochen, nur Bauplan Wolf qualfrei wär, wirds eng. (Und was machen wir damit, dass Wölfe zb oft recht französisch stehen und auch sonst gar nicht immer so grad?).

    Alles nur allgemein dahin überlegt, gar nicht auf bestimmte Beiträge direkt bezogen.

    Moderate Niederläufigkeit etwa kann ja durchaus ihren Sinn haben und Hund kann, wozu er "geschaffen" wurde und ist eben nicht eingschränkt Vielleicht aber nur nicht in jedem Umfeld. Wir halten aber heutzutage jeden Hundetyp in jedem Umfeld. Vielleicht ist das halt auch nicht ganz so ideal.

    Mir geht es nicht darum, Hund der nicht laufen, springen, klettern kann damit schön zu argumentieren.

    Für mich privat stellt sich aber tatsächlich die Frage, ob "Typuntypische Verwendung" nicht auch ein Mitproblem an Hundehaltung insgesamt ist, aber eben auch die Feststellung "Körpermerkmal Sowieso ist immer ein Problem" eventuell auch manchmal etwas verzerrt ist.

    Murmelchen


    Ist der Hund, also in allen Variationen durchgehend, noch ein hetzender Beutegreifer? Nicht provokant gemeint, sondern tatsächlich interessiert.

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    Javik und andere, sorry, unterwegs.

    Ganz eventuell hätten Plattnasen und Kurzköpfe keine - unleugbaren - Probleme mit den Atemwegen, wenn die Form nicht über relativ wenige Generation und Fokus hauptsächlich darauf entstanden wäre. Andere Lebewesen mit ohne Nase oder kurzem Rundschädel haben diese Schwierigkeiten ja nicht. Es ist also nicht unbedingt die Form ansich, sondern zb das Überschalltempo, in Zeiträumen der Evolution gedacht, mit der es erreicht wurde. Vielleicht.

    Hunde sind im Grunde Kunstprodukte, aber etliche der Körperformen, die sie aufweisen, gibt es letztlich auch ohne menschlichen Einfluss bei diversen anderen Säugetieren. Und da funktionieren die auch, auf die jeweilige Umwelt bezogen, besser oder schlechter.

    Damit will ich nicht sagen: Alles gut, gibt keine Probleme und der Dackel mit dem Bandscheibenvorfall, wär der mal rassegerechter beschäftigt worden im Dachsbau, statt im Treppenhaus.

    Eher geht es mir darum: Chondrodsyplasie, Brachyurie, die diversen Schädelformen, Augenstellungen und Formen, überbaut oder nicht, steil gewinkelt oderoderoderoderoder

    Als Form ansich nicht immer automatisch auch: krank und gequält.

    Und dass das Kunstprodukt Hund in Richtungen selektiert wurde, die für den jeweiligen Verwendungszweck besser oder schlechter funktionieren ist auch nicht automatisch Qual.

    Wenn der Husky weit hinter dem Whippet läuft oder umgekehrt. "Hättest mal weniger Fettgewebe gegen Überhitzung, andere Muskelfaserdominanz und Stoffwechsellage, andere Lendenlänge und Wirbelsäulenflexibilität, dann würdest Du auch nicht so ein klägliches Bild abgeben und ein Tempo für anspruchsvoll halten, das ich mit 4 Monaten schon ausm Handgelenk schüttelte" vs. "Gott, was für ein Versager, übersäuert und überhitzt hier schon nach 2km, kommt null mit der Temperatur klar, hat jetzt schon blutige Pfoten und beginnt tatsächlich grad zu torkeln und zu krampfen, wir sind erst 4k gelaufen."

    Wer hier der Hund ist, der eher gesundheitliche Probleme kriegt, kommt darauf an, worum es geht.

    Das heißt mit keiner Silbe, dass Extreme (deren Definition wohl auch nicht ganz einfach ist) erstrebenswert wären.

    Ich hab nur manchmal den Eindruck, dass man etwas aufpassen muss, das aus berechtigter Kritik nicht auch Übertreibung wird.

    Unterschiedlicher Körperbau bringt unterschiedliche Stärken und Schwächen. Immer.

    Auch beim Menschen etwa. So ungefähr kann Mensch, was Mensch halt so kann, allein der Körperbau bringt aber zb schon eine unterschiedliche range of motion. Als gedrungener, kleiner Mensch kann oder könnge ich andere Sachen besser, als als großer, schlacksiger. Und jeder hat an anderen Stellen mehr Verschleiß, als der andere, selbst wenn man das selbe tät. Das fällt im Alltag nicht unbedingt sofort ins Auge. Und Menschen werden auch nicht systematisch gezüchtet, zum Glück.


    Ich kann nie nen Weltrekord im Marathon aufstellen, wenn ich, neben anderen, oft mentalen, Eigenschaften und einfach auch Glück, nicht den Körperbau dafür mitbringe. Als Frau mit ausladenden Hüften werd ich nie vorne mitlaufen, erreich auf niedrigerem Niveau vielleicht passable Leistung, hab aber womöglich immer mehr Verschleiß, als wär ich anders gebaut.

    Hunde wurden die längste Zeit vorallem wegen: "Hat Stärken in dem Bereich" gehalten und gezüchtet, nicht wegen: gefällt mir, drum nehm ich nen tibetischen Mastiff als Joggingbegleiter. In einem Umfeld gehalten und gezüchtet, wo eben hin passte, wie Hund ist.

    Das fällt heutzutage tendentiell weg. Jeder kann quasi jeden Hund halten, egal wo und da einsetzen, wo er will.

    Nicht jeder Hundetyp hat aber automatisch seine Stärken in dem Bereich, in dem ich ihn fordere.

    Ohne deshalb automatisch kaputt zu sein. Oder nicht funktional. Er ist nur nicht automatisch funktional dafür, was ich mit ihn machen will.

    Und dafür fehlt manchmal das Bewusstsein, find ich.

    Nicht atmen können, kaputte Gelenke wegen Genetik, sich nicht mehr auf normalem Wege fortpflanzen können, deformierte Wirbelsäulen, Augenlider die nach innen wachsen, Augen die fast rausfallen. 200kg Hautfalten undsoweiter, nein, das red ich nicht schön.

    Und mir missfällt sehr, was vorallem Rassehundezucht der letzten rund 100 Jahre Hunden vermutlich an Problemen geschaffen haben.

    Ob aber Corgi oder Dackelform, oder Kleinhundform, oder womöglich sogar Kurzkopffform wirklich nur wegen der Form ansich das Problem ist und nicht wegen Zuchtpraktiken - und auch dem, wie Hunde wo eingesetzt werden, etc halte ich für mitüberlegenswert.

    Was nicht heißt: Brust schrammt am Boden, weil nur noch Beinstummel da oder so fänd ich irgendwie okay.

    Sorry, womöglich etwas wirr, da zwischen Tür und Angel und Zug getippt.