Beiträge von pinkelpirscher

    Zitat

    Fina's CT war komplett unauffällig, also es hat sich nicht eine Verdachtsdiagnose vom Röntgen bestätigt. Alles wie im Bilderbuch (wie kann das sein, dass Röntgenaufnahmen so täuschen können? :denker:).

    Ganz blöd gefragt: wurden die Lendenwirbel gezählt?

    Bei uns hat just der Orthopäde den 8ten Lendenwirbel übersehen (Also nicht wirklich einer mehr, sondern ein Wirbel von 3en, die normal zum Kreuzbein verwachsen, hat die Form eines Lendenwirbels und ist nicht verschmolzen) bzw unerwähnt gelassen.

    Allerdings wird nicht in allen Ländern 6 oder 8 Lendewirbel als Übergangswirbel klassifiziert. Ich glaub, aktuell machen das nur nur nordische Länder. Da ist es LTV 4.

    Alle anderen beurteilen Übergangswirbel nur bis LTV 3.

    Ich hatte damals dann beim Zuchtröntgen explizit gefragt, weil bekannt (aus Finnland) dass LTV4 vorkommt. Der zweite Arzt hat dann mehrfach nachgezählt.

    LTV 4 kann von keine Probleme bis deutliche Probleme machen.

    warum braucht man Unterstützung für eine Outcrossverpaarung? Man sucht sich einfach den passenden Rüden, fragt deren Besitzer und fährt zum Decken. Wird ganz ganz oft so gemacht. Kräht kein Hahn nach.

    Dein 2. Satz hat mit Outcrossverpaarungen nichts zu tun. Das ist immer schade, denn da geht immer Material verloren

    Wenn ich das angeblich mache um ne Rasse zu verbessern wär das halt sinnvoll statt einfach dumm decken zu lassen und sich damit zu vermarkten was man tolles für die Diversität tut.

    Ist dann nicht anders als das Gedoodel ohne Plan und hat nix mit Zucht auf lange Sicht zu tun , denken in Generationen.

    Deshalb stehen diese Sätze von mir die du zitierst in Zusammenhang, es ist das eine das viele Hunde generell verloren gehen für die Zucht , es ist das andere wenn aus angeblich so wichtigen und tollen outcross Verpaarungen der Großteil verloren geht weil es nicht durchdacht wird bzw vernünftig geplant wird.

    Weil ich es jetzt langsam wieder check, war vorhin verwirrt.

    Ja, klar. Aber ja nicht nur durchdacht, sondern auch nachgefragt.

    Spoiler anzeigen

    Ich spiel sowas ja gedanklich mit der kleinen Whippethündin durch. Die hat neben dem im Rennleistungsbereich gefragten Grundtempo wohl auch das Zeug für vorne laufen wollen, das manchen Hunden fehlt,die vielleicht sogar scheller wären. Und sie hat, fast noch wichtiger, die zunehmend wieder gefragte geringe Größe und wenn man sich familienseits umschaut, könnt sehr gut sein, dass sie die auch wirklich vererbt. Und ein paar Whippetwinkel hat der Grippet auch noch.

    Aber, zum gegenwärtigen Zeitpunkt käme mir da kein Rüde aus Rennlinie für sie in Frage. Aus diversen Gründen, unter anderem, dass sonst bald alles nur noch auf ihre Großväter zurück ginge. Da wird aktuell sehr wenig geschaut, europaweit überall die selbe handvoll Rüden beteiligt.

    (Die man outcrossend aber auch verbreitet, dorthin, wo sie noch nicht sind. Aber wieder anderes Thema).

    Misch- oder sogar Showlinie wären die einzigen Varianten, die ich für sie sinnvoll hielte.

    Aber: wer will so einen Hund? Gewinnst da wie dort nix.

    So pi mal Daumen 4 - 10 Welpen, aber keine Käufer. Toll.

    Ich bleib aus allerhand Gründen zu 99,1% beim Gedankenexperiment. Aber allein in der Theorie isses schon schwierig.


    Bei Zehenkrebs nehme ich aber stark an, dass die Zehe großzügig abgenommen wurde und dann eventull auch ein Teil des Ballen fehlt, notgedrungen wenig Haut zum Vernähen da war und irgendein ein Teil Knoche/Gelenk nun im Prinzip halb frei liegt - keine Belastung drauf, bis besser verheilt, also umso wichtiger ist.

    Wenn ich es richtig verstehe, wechselt aktuell Tierarzt täglich den Verband. Bei aller Liebe zu Honig und Co würd ich persönlich da jetzt nicht noch in die Wundversorgung reingrätschen. Zumal wenn noch nie gemacht, kein passendes Material da usw.

    Auch bei medizischem Honig o.ä. könnt man die Wunde wohl noch nicht ungeschützt (und ungepolstert lassen).

    Also nochmal die Betonung auf: Bewegungseinschränkung um jeden Preis und Nagen, lecken, Verband abstreifen verhinden, mit allen zulässigen Mitteln.

    Kragen und Hund in die Box. NullkommaNull rumrennnen in der Wohnung, schon gar nicht wenn es eine der hautsächlich gewichttagende Zehe (also die inneren 2) war.

    Kragen hilft nicht? Dann halt Maulkorb.

    Du kannst Hund nicht beaufsichtigen? Dann muss es wer anderer tun.

    Mit Halsband und Geschirr gleichzeitig, an der kurzen Leine, kann man einen Hund leichter vom ziehen und rumspringen abhalten.

    Hundeschuh direkt über die Wunde? Nein!

    Vorallem niemals irgendwelche Pfotenwunden einpacken oder verbinden, ohne Zehenzwischenräume großzügig abzupolstern bzw sowieso alles, was unterm Verband ist. Druckstellen auf knochigen Körperpartien sind übel.

    Hundeschuh über den Verband? Eher nein. Wozu?

    Was wurde amputiert? Ein Zehenglied oder mehrere? Blieb ein Stück Knochen quasi stehen?

    Zitat

    Ich will darauf hinaus, dass der Züchter auch sein Handwerk verstehen muss und dass die genetische Varianz kein Garant für Gesundheit oder Leistungsfähigkeit ist.

    Nein, natürlich ist sie das nicht. Vielfalt beinaltet automatisch auch Durchschnittlichkeit und Unterdurchschnittlichkeit, damit muss man bei Vielfalt leben, sonst wär's nicht vielfältig.

    Je weniger reinerbig, umso "schlechter" auch oft ein Vererber. Der kann halt auch mehr unterschiedliche Dinge vererben, als ein Hund mit geringerer Genausstattung - letzterer bringt mehr Einheitlichkeit, klar.

    Aber Zucht ist keine Handwerksfrage allein. Genetik ist zu komplex, zuwenige Dinge sind sicher bekannt, als dass sich immer alles sicher steuern lässt. Bei Linienzucht nicht, beim Outcross nicht.

    Zumal es grunsätzlich utopisch ist, anzunehmen, so Dinge wie 100ige, immerwährende Gesundheit ließe sich je erreichen.

    Mehr Vielfalt macht halt zb weniger monogene, rezessive Erbedefekte bzw deren Träger - die ein Hauptproblem von Hundezucht sind. Sie macht nicht zwingend bessere Hunde, sie lässt nur mehr Genvariation in alle Richtungen bestehen. Am Individuum muss sich das nicht positiv auswirken, nur langfristig für die Population.

    Ohne "schlechte" und "mittelmäßige" Hunde geht auch den "guten Hunden halt irgendwann der Saft aus, aus dem man sie noch züchten kann.

    Die Rassezucht allgemein bewegt sich sehr weit weg vom ursprünglichen Standard der Rassen, was ich persönlich sehr bedaure.

    Vielleicht sind aber auch die Standards ein Teil des Problems.

    Ein Gutteil von zb Leistungszucht funktioniert problemlos ohne Standard (und nein, Leistungszucht ist auch nicht automatisch super und besser) bzw würde funktionieren, gäbe es von Zuchtverbänden keine Vorgaben über so und so viele zu erbringende Formwerte aka Schönheitsbeurteilungen zur Zuchtzulassung.

    Größer, kleiner, mehr oder weniger Fell, perfekte Ohren und unperfekte nebeneinander wären eigentlich begrüßenswert, weil sie mehr Variation bringen. Standards wollen möglichst wenig Variation - und sind dann noch Interpretationssache, in Kombination mit einem Beurteilungssystem, das persönliche Geschmäcker von Formwertrichtern belohnt oder fördert.

    Nein, ich komme für mich immer mehr zu dem Schluss: sieht ungefähr aus wie ein und verhält sich wie ein .... sollte sein, worum es geht.

    Es ist bei genug Hundetypen gelungen, über Jahrhunderte ein ungefähres Erscheinungsbild zu behalten. Standards brauchte es erst mit der Einführung von Hundeausstellungen und Reinrassigkeit über alles.

    Ja sorry, da muss ich lachen: "Meine" Rasse gibt es angeblich seit 3000 Jahren, seit 80 nen Standard, der 3x bisher geändert wurde. Verdammt, was ham die 2920 Jahre lang ohne Standard gemacht? Wie ging denn das? Wo doch einzig der Standard sagt, wie es schon die 2920 Jahre davor gewesen sein muss, denn sonst könnt er ja keine 3000 Jahre alte Rasse im total vollen Original und einzig wahr beschreiben. (Dass das mit den 3000 Jahren so auch Unsinn ist, steht nochmal auf einem anderen Blatt, aber man beruft sich eben darauf.)

    Fun Fact: derjenige, der den Originalstandard verfasste, nachdem jemand anderer die Originalrasse wiederbelebte und Individuen sammelte, die dem Standard entsprachen, den es noch gar nicht gab - nun, dieser jemand hatte mit der Rasse nicht mal Kontakt, sondern arbeite nach Fotos und Briefaustausch. Eine nicht gänzlich ungewöhnliche Praxis in den Anfängen der Standardschreiberei.

    Bei "meiner" zweiten Rasse gibt es, genauso lang wie die Rasse selbst, eine zweite, standardlose (und anerkennungs- und papierlose) Schiene, die hierzulande völlig unbekannt ist. Is ein sehr ähnlicher Hundetyp, nur optisch breiter gefächert, in mehreren Größensubklassen und mit mehr oder weniger Mixanteil. Funktioniert auch. (Bzw hat eigentlich längst in Teile der FCI Population Eingang gefunden, obwohl das am Papier nie stattfand. Dem heiligen Standard entsprechen manche mehr, manche weniger. Dem Verwendungszweck alle. Und welcher Hundetyp sie sind, erkennt man auch ohne Probleme.)

    Ich glaube, das kommt auch immer auf die Region an, was es da für Hunde gibt.

    Meine Schwester wohnt ja in München und hat in ihrem Wohnhaus 2 Etagen über sich selbst ne Frau mit einem AmStaff wohnen. Und ich hab beim Besuchen auch welche gesehen.

    Dafür sehe ich hier in der Region Hannover extrem selten welche.

    Grad Bayern hat bei Kategorie 1 Hunden und dem "berechtigten Interesse" der zu genehmigenden Haltung eigentlich recht hohe bis nicht zu überwindende Hürden bei der legalen Haltung