Beiträge von pinkelpirscher

    Gersi

    Leinenlänge etwa. Wer am längeren Hebel sitzt, gewinnt physikalisch.

    (Gassirunden mit 5, 6, 7 Hunden sind bei mir drum immer sehr knapp bemessen und streckenweise fast bei Fuß, sonst hebeln sie einen doch mal aus).

    Kombination Geschirr plus Halsband kann zb helfen, Hunde unten zu halten.

    Koppeln. Neben oder hinter einem gehen lassen. Leine hinterm Rücken halten etc. Vernünftige Schuhe. Usw. also man kann schon einiges machen.

    Wir wohnen sehr städtisch. Rüden und Betrunkene sind so ziemlich die Hauptekelfaktoren hier. 2 Wochen nach jeder Fassadenrenovierung hat man bereits wieder auf voller Länge den ominösen dunklen Streifen in Wadenhöhe.

    Zwar durften meine Rüden nie alles anpinkeln und waren da sehr wohl erziehbar. Aber tatsächlich sind angepinkelte Hausmauern, Autos, Zäune, Bänke, etc für mich ein gewichtiges Argument gegen Rüdenhaltung in der Stadt. Hündinnen pinkeln meist umfeldkompatibler, das liegt mir mehr.

    Ansonsten isses mir tatsächlich egal ob Rüde oder Hündin, mit meistens geringfügig mehr Sympathie für Hündinnen, auch wenn das bei meinen favorisierten Hundetypen keinen nennenswerten Unterschied macht.

    Das wäre jetzt eine spannende Frage, ob sie auch aus Eigenem bei Gefahr in Verzug einen Hund einziehen dürfen.

    Meines Wissens dürfen sie bei akuter Gefahr schiessen, aber einen gesicherten Hund, ohne Beschluss nicht einziehen. Aber frag mal, wäre sicher interessant.

    In Wien darf die Polizei bei gelisteten Hunderassen den Hund nach eigenem Ermessen abnehmen, im Rest Österreichs und bei allen anderen Hundetypen wüsst ich davon nix, dass man quasi einfach den Hund einpacken kann.

    (Allerdings find ich die Vorstellung skuril, dass sich wer vorstellt, dass bei einem stundenlangen Polizeieinsatz nebst Rettungseinsätzen nebst sonstwas, einfach lustig der Verursacherhund mitten drunter rumläuft.

    Da müssen ja ewig lang von Polizei bis Krisenintervention sehr viele Leute vor Ort und runherum gewesen sein. Ich mein, bei so einem grässlichen Fall sind ja nicht nach 5 Minuten alle wieder weg oder sagen: "Ach, wir fangen übernächste Woche dann mal zu ermitteln und Beweise zu sichern an")

    Und die Schmierblattln hier in AT hetzen grad munter weiter gegen IGP, unterstützt von den tierschutzqualifizierten Hundetrsinern für die ein "Nein" im Alltag schon Nötigung ggü dem Hund ist und die sorry not sorry bei Resozialisierung eines Hundes eines gewissen Kalibers wahrscheinlich zu über 90% eh fachlich überfordert wären. Aber sie haben ja mal gesehen wie jemand in den 80ern den Hund am Platz geprügelt und scharfgemacht hat :roll:

    Und nun meldet sich auch noch ein Tierheim in NÖ zu Wort und positioniert sich gegen IGP, mit Berufung auf eines unserer Schmierblattln, das Fotos von einem Militarytraining in Spanien nutzt in nem reißerischen Artikel über Schutzhundesport in Österreich.

    Es ist so abstrus...und all das ausgelöst durch einen Hund der eh nie im IGP ausgebildet wurde...

    Angefangen hat es mit einem Tierheim, dass die Facebookbüdln an den Standard screenshottete und von scharf machen faselte und dann gleich nen Anti-Schutzdienst-Sermon lieferte.

    So scheint das alles ins Laufen gekommen zu sein.

    Des san a feste Kasperl. Wollen vermutlich aber ihre 2027 traumatisierten Staffs doch auch loswerden.

    Hatte nen sehr üblen Beigeschmack von die Gunst der Stunde nutzen und ein privates "Versteh ich nicht, also ist es doof und böse" zum Politikum zu machen.

    So ganz ein bisschen wünsch ich mir ja, dass die Ermittlungen im Sand verlaufen und ein paar Medien und Vereine ne ordentliche Verleumdungsklage kriegen.

    Dürft auch verhältnismäßig häufig sein, wenn Kinder in den Kopf gebissen werden.

    Dem Enkelkind meiner Nachbarin hat der Familiengolden ein Stück Kopfhaut abgezogen.

    Das ist ne üble Verletzung, die auch kleinere Hunde zuwege bringen. Dessen sollt man sich als Halter bewusst sein. Es müssen nicht "super krasse" Bisse von "super krassen Hunden" sein, um richtig blöde Folgen zu haben.

    (Das ist nämlich etwas, das mich persönlich ärgert. Die verhältnismäßig extrem seltenen besonder grausigen Vorfälle kaschieren so ein bisschen die häufigeren, nicht so medienwirksamen, die aber für Opfer auch ordentlich Langzeitfolgen haben können. Man kann sich hundehalterisch auch aus der Verantwortung reden, die argen Sachen machen ja nur die argen Hunde. Meiner doch nicht).

    Zitat

    Aber das sind ja alles Beispiele für fehlgeleitetes Beutefangverhalten. Wenn die Hunde im Pit kämpfen, ist die Motivation dann der Jagdtrieb?

    Nicht zwingend. Für mich selbst vermute ich, bei alle dem prahlerischen Gerede um einen diffusen Begriff, dass sich jeder der bloodsports Leut so ein bisschen seine eigene Interpretation zurecht legte und vielleicht auch immer mal wieder unterschiedliche Verhaltenskreise für ein und das selbe Ziel rausselektiert wurden.

    Der Hund soll den anderen nicht möglichst rasch besiegen oder auf jeden Fall töten. Dass einer tot ist, darum geht es gar nicht unbedingt. Er soll nur nicht aufgeben und wenn es Stunden dauert. Und wenn er dabei doch stirbt, soll er immer noch nicht aufgeben.

    So wie der Terrier, den man aus dem Bau ausgräbt, weil er seit Stunden am Dachs hängt, womöglich selbst schwerst verletzt, aber der quasi nicht aufhören WILL.

    Die Verhaltensweisen/Eigenschaften die du beschreibst waren nie gegenüber dem Menschen erwünscht.

    Nach dem Wenigen, dass ich weiß wurden "manbiter" sofort aus der Zucht aussortiert - aber zeigt das nicht auch, dass es immer wieder vorkam?

    Tat es. Und für genug CH Titel und richtig krass game war es sicherlich immer mal wieder egal.

    Trotzdem war Zuchtziel nie, sich gegen Menschen zu richten, sondern "game" zu sein, und das kann man leiderleider nur im Kampf zweier Hunde untereinander richtig testen.

    (Wer nämlich bis zur absoluten Selbstbeschädigung nicht aufgibt, is besser).

    Ich wohn in Wien.

    Mit der österreichweit schärsten Hundegesetzgebung in Sachen "Listenhunde".

    Und kichere nur noch irre vor mich hin und knirsche mit meinem 10 Wochen gelenkergussgeprellten Ellbogen, während ich versuche, nicht mehr mit Typen mit illegal kupierten Hunden und Arschlochstaffs anzuecken, denn...es is einfach völlig wurscht.

    Die einzigen, die strengere Gesetze treffen, sind die, die sich daran halten.