Beiträge von pinkelpirscher

    Meine 8 jährige Tochter hat schultypbedingt Nachmittagsbetreuung. Nun hat mich neulich halb der Schlag getroffen, als ich zufällig einen der Freizeitbetreuer im Schulgarten sah.

    Ich kenn die Person. Und zwar ausschließlich als psychisch auffällig und alkoholisiert. Privat habe ich den Kontakt immer tunlichst vermieden.

    Ich bin ein bissl überfragt, wie damit umgehen.

    Ansich ist das jemand, den ich nicht an meinem Kind haben will, auch wenn im Prinzip eh nett und vermutlich harmlos, nur lebensproblemgebeutelt.

    Ich hab halt kaum Info zur Person, außer: Kenn ich, wohnt bei uns im Viertel und hab ich noch nie nüchtern getroffen und redet wirres esoterisches Zeug, aber jetzt hab ich die Person sicher schon 2 Jahre nimmer gesehen.

    Wahrscheinlich lebe ich hier einfach sehr günstig was TK betrifft.

    Trotzdem hatte ich, als die Liste mit den 24 Stunden TK geschrieben wurde, das Gefühl, dass es in Ö mehr Versorgungsmöglichkeiten gibt.

    Ja, das Gefühl hatte ich auch.

    Ich wohne ja auch (wieder) in Wien und habe kein Auto, aber mit Taxi (habe ich bisher immer genutzt in Notfällen) oder Öffis erreiche ich auch mehrere Tierkliniken in einer relativ kurzen Zeitspanne. Die nächsten beiden 24h Kliniken sind mit dem Taxi zum Glück keine 10 Minuten entfernt. Die TK Breitensee fällt ja jetzt weg, Erdberg wäre schon weiter, aber ein oder zwei andere Kliniken wären auch noch in der Nähe.

    Bei den Hutters zb ist aber in verhältnismäßig absehbarer Zeit wohl die Frage: Wer wird es übernehmen?

    Kopf hat damals ja an Anicura verkauft und die haben die Klinik gefühlt runtergewirtschaftet, weil nicht rentabel genug. Jetzt lassens auch die Praxis mit Klinikausstattung auf. Ob das jemand privat aufkauft und neu betreibt? Ich fürchte ja nicht.

    Zur Entspannung können auch extraweiche Liegeplätze etwas beitragen. Ein Flockenbett zb.

    Zumindest auf den ersten Blick würde ich von der Fellstruktur her sagen "Ihm ist kalt" ist kein Thema. Aber zumindest bei vielen podencoartigen kann das schon mitreinspielen. (Da kann im Extremfall ein leichter Pyjama drinnen den Hund durchaus entspannen und draußen, sofern nicht sehr aktiv am laufen, brauchen viele in unseren Breitengraden häufig doch Kälte-/Nässeschutz. Doofkalt kann zb dazu führen, dass Hund sich draußen in Ablenkung stürzt und zb festschnüffelt, wär ihm wärmer, hätt er weniger Stress. Aber auf dem Bild sieht es zumindest nach etwas dichterem, so ca 3, 4cm langem Haar aus.)

    Klassikerthema um das Wohlbefinden zu heben, wäre übrigens: Krallenlänge. Ich tippe ins Blaue und sage: die sind viel zu lang, verändern die Fußmechanik und wenn er schon erste Zipperlein haben sollte, machen die Krallen es nicht besser.

    Nicht an der Leine gehen können...kann natürlich "Nie wirklich gelernt" sein oder schlechte Erfahrung. Geht er nur am Halsband so angespannt? (Bei sowas ist theoretisch immer auch denkbar, dass er eben an der Kette war und das sehr negativ verknüpft).

    Kommt er mit breiterem Halsband auch nicht zurecht?

    Ihr seid eigentlich immer zusammen, versteh ich das richtig? So ein Dauerfokus auf den Hund tut auch dem Hund nicht gut, auch wenn sich das bisweilen einschleicht, weil Hund zb nicht alleine bleiben kann.

    Da habt ihr vermutlich einiges an Arbeit vor Euch. Ein "Voneinander entwöhnen".

    Und Dir selbst musst Du die Frage stellen, ob Du das wirklich willst, dass Hund nur schläft wenn Du daneben sitzt? Das schränkt einen doch im Alltag extrem ein. Das tut einem doch selbst nicht gut. Man muss es aber auch selbst ändern wollen um es ändern zu können.

    Das ist doch für Dich genauso ungesund, wie für den Hund.

    Das ist nicht zwingend ein Rasseding, obwohl ich zb so eine Art "Besitzergreifendes Zuneigung einfordern" zb von dem Hundetypus kenne. Aber es macht einen doch irre, auf Dauer.

    Das wär der wichtigste Punkt überhaupt, für den Anfang, denk ich. Das Hund im normalen Alltag entspannen kann und ihr aus Eurer Co-Abhängigkeit raus kommt. Und dabei ist egal, welch tragisches Schicksal ein Hund womöglich hatte oder wie leid er einem tut oder.

    Räumliche Begrenzung oder "Sicht versperren" kann ein Instrument sein. Und Du musst Dir halt auch sicher sein, was Du willst. Nicht janeinvielleicht.

    Es übt sich leichter, wenn Hund müde ist. Nicht zwingend körperlich müde, auch geistig herausgefordert müde. Der Typus Hund, an den ich denke, will Beschäftigung auch für den Kopf. Oder für die Nase.

    Draußen nur Nase unten kann...relativ typisches Jagdverhalten sein, aber auch Stress.

    Aber wenn Hund so nasenorientiert ist, kann man das auch nutzen. Auch zum Hund angenehm müde beschäftigen. Kleine Suchspiele etwa. Nicht stundenlang. Aber es vertieft oft auch die Bindung, wenn man dem Hund etwas bietet, das ihn wirklich interessiert. Ich lasse zb meine Wohnungsschlüssel suchen.

    5km Tagespensum finde ich für dauerhaft relativ wenig. Zumindest für einen sehr ausdauernden Hundetyp, der oft bis ins höhere Alter recht agil ist. 7 ist noch nicht hohes Alter.

    Also wenn meine Typzuordnung halbwegs zutrifft, würden, sofern mental nicht überlastend, weil Hund zb sehr ängstlich auf Umweltreize reagiert, immer mal wieder auch längere Touren über Stock und Stein wahrscheinlich zum Wohlbefinden beitragen. Dinge entdecken, erforschen, gemeinsam über die Böschung kraxeln. Irgendetwas, das der Neugierde, aber auch Problemlösungskompetenz dieses Hundetyps entgegen kommt.

    So. Ich weiß nicht, ob Du noch mitliest, aber ich hab Schreiblaune.

    Dem Profilfoto nach hat der Hund einen schwarzen Nasenspiegel, also ist er in jedem Fall ein Mix. Ob wirklich italienischer "Podenco", also Cirneco, ist schwer zu sagen, aber durchaus möglich. Ein paar Landschläge kommen optisch durchaus in die Nähe.

    Nun und dann hat man einen Hund, der für die Kaninchenjagd lebt. Der auf Sicht, nach Gehör, vorallem aber auf Spur jagt.

    Der sehr ausdauernd und aktiv ist.

    Der wachsam ist. Bei schlechter Sozialisierung oder auch mal einfach so zu Mißtrauen Fremden gegenüber neigt.

    Einen Hund, der je nach Herkunftsregion womöglich recht isoliert gehalten wurde.

    Einen Hund, der mit hoher Wahrscheinlichkeit aus dem Zwinger stammt und sehr wahrscheinlich viel an der Kette war, sofern nicht als Welpe/Junghund importiert.


    Draußen nur der Nase nach ist bei einem Nasenjäger nicht verwunderlich, wobei podencoartige Hunde quasi Hybridjäger sind. Ausdauernder Trab, graben, klettern, kurze Hetzsequenzen ghören auch zum typischen Jagdverhalten. Und Bellen. Spur- oder Sichtlaut.

    Einige dieser podencoartigen (wobei Podenco einfach der spanische Begriff für "Kaninchenjagdhund" ist. Derer gibt es vorallem in Spanien ja zig Rassen. Und dann eben sizilianische und maltesische Verwandtschaft) neigen grundsätzlich zum Bellen. Beim Jagen. Aus Wachsamkeit. Als Ausdruck von Gefühlen. Das kann durchaus auch bellen aus Freude sein.

    Komplett verbieten kann man es nicht, aber mitunter umleiten und zb Alternativverhalten lernen. Wer hier zb "sinnlos" kläfft, muss sich mal hinsetzen, herschauen, irgendsowas und natürlich wird nichtkläffen belohnt.

    Moment. Tipppause.

    Ein Maulkorb in Reichweite wär allein schon deshalb sinnvoll, für den Fall dass mal Rettungskräfte in die Wohnung müssten (wobei wenn er nicht am Hund ist, auch wenig nützt). In Notfällen sind Hunde im Haushalt ein Risiko für Einsatzkräfte und im netteren Fall, sofern möglich, wird nur verlangt, dass der Hund erst weg gesperrt wird.

    Ich bin berufsbedingt gar kein Fan von sehr betagten Menschen und Hunden zusammen, vorallem jüngeren und größeren. Wobei wir auch schon üble Chihuahuverletzungen hatten, weil der im Bett über Papierhaut geklettert ist.