Beiträge von pinkelpirscher

    Anderster

    Nun. Es ist natürlich insgesamt komplexer. Auch zb als ein, zwei Studen über prosoziales Verhalten und Testosteron.

    Hunde werden auch nicht kastriert, um Fleischleistung zu verbessern oder "Männchengeschmack" zu verhindern. Aber warum sollte just beim Rüden Kastration nicht die Wirkungen haben, sie bei Säugetieren hat, worunter Reduktion von Statusaggression, höhere Verträglichkeit in der gleich- und gemischtgeschlechtlichen Gruppe etc auch gehören?

    Wie gesagt, selbst Bisstatistiken zeigen in die Richtung. Unkastrierte Rüden (halberwachsenen bis mittleren Alters) sind häufiger in Beißvorfälle verwickelt, als Kastraten und Hündinnen.

    Und das ist blöd weil?

    Lieber kastriert und händelbar, als unkastriert weiter die Welt tyrannisieren. Wenn die Leute es besser könnten würden sie es tun.

    Warum genau wird der Hund selbsterziehend, wenn die Eier ab sind :???: ?

    Weil Testosteron bei Risikobereitschaft und Aggressionsverhalten ein nicht unerhebliches Wörtchen mitzureden hat.

    Kastration ist, seit man es technisch kann, ein Mittel, männliche Tiere umgänglicher zu machen.

    Ochsen, Wallache, Hammel etc. Die Altbäuerin wird vom Schafbock tot gestoßen, nicht vom Hammel, oder vom Stier zerdrückt, weniger vom Ochsen. Der Reitschulhengst für die Kinderreitstunde ist aus guten Gründen auch recht selten.

    Nicht nur, dass Kastration des männlichen Tieres der weniger invasive Eingriff ist, als am weiblichen Tier, sie macht auch "softer".

    Ein Effekt, den Sterilisation nicht hat.

    Männliche, potente Säugetiere sind im Allgemeinen schwieriger im Umgang, als weibliche. Unkastriert sind etliche Tiermänner für den Durchschnittshalter schwer bis nicht händelbar.

    Abgesehen von Muttertieren mit Jungtieren dabei, sind intakte Männchen diverser Spezies gefährlicher.

    Bissstatistiken sagen das in der Tendenz auch für unkastrierte Rüden.

    Durchaus auch hundetypabhängig und menschentypabhängig, kommen manche grad mal leidlich mit nem Kastraten zurecht.

    Intakt halten in Ehren, aber wenn es Chancen erhöht, dass potentiell mehr Leut mit dem Kastraten zurande kommen, denn mit dem intakten Rüden, ist es manchmal wohl trotzdem sinnvoller gegen andere Argumente anzukastrieren.

    Neulich in der slowakischen Provinz.

    In einer billigen Absteige, die hinter der Portierloge einen unscheinbaren Zugang zu einer Art Geheimspelunke hatte, in der übel qequalmt wurde und ein vollkupierter Dobermann herum saß, was ich nur weiß, weil ich den anscheinend 2 Portieren, wobei einer mehr in der Spelunke saß und beide morgens immer noch da waren, 2 Bier kaufte, weil sie mir eine hochkomplexe Pizzabestellung auf slowakisch deixelten. Wobei ich sie auf das Bier nur einlud, weil sie bereits welches tranken und weil ich außerdem ein Hotelschild zerbrochen hatte, als ich von der Treppe stolperte, da deren unterste Stufe 2cm höher war als alle anderen.

    Na jedenfalls. Wir da in voller Hundemontur mit 5 Hunden reingestiefelt. Ein Rotohr biegt ums Eck etwas zu sehr voraus, auf einmal erschallt aus dem Dunkel des Flures ein unmissvertständliches "Cirneco!". Ich wär fast nochmal gestolpert.

    "I also have one"

    Er hat Cirneco gesagt. Eindeutig. Wieso? Weshalb? Ist das denn einer der sagenumwobenen slowakischen Cirnecobesitzer? Vielleicht mit einem Hund von Jitka?

    "Who is Jitka?" sagt der jungen Italiener und sucht am Handy Fotos seines Cirnecos aus Turin.

    Er hatte übrigens völlig recht mit der Rasse. Insofern Themenverfehlung.

    Aber das war so ein "Ich hätte Lotto spielen sollen, Jackpot ist normalerweise noch wahrscheinlicher" Moment.

    pinkelpirscher "Was ich weiter völlig ablehne, sind Drahtmaulkörbe aus dem Windhundbereich"

    Damit meintest Du also eher "im" Windhundbereich? Dass viele Windhunde eine etwas längere Nase haben als z.B. ein Pudel und daher die Windhundmaulkörbe länger sein müssen, ist mir klar. Ich hatte nur nicht verstanden, warum Drahtmaulkörbe aus dem Windhundbereich schlimmer sind als z.B. Pudelgrößen. Ich nehme an, dass aufgrund der größeren Länge andere Winkel entstehen können bei massiven Einwirkungen?

    Weil sie sowohl an Windhunden als auch anderen Hundetypen immer mal wieder als Alltagsmaulkorb verwendet werden, als Giftköderschutz, im öffentlichen Verkehr usw.

    Das sind Ultraleichtkörbe, mit extrem schmalem Drahtnasenbügel, die eigentlich nur für die Rennbahn gedacht waren, um schnappen zu verhindern, aber keine "Wald&Wiese Herumspringkörbe".

    Gar nicht oder außerhalb der Lefzen, nicht im Maul, am Zahnfleisch.

    Ja. Der passte richtig. Und saß an nem Windhund im Freilauf nach dem Renntraining.

    Warum Windhundmaulkörbe an Windhunden? Waren lange die tiefsten Maulklörbe am Markt und haben im Profibetrieb eine lange Tradition, dort tragen Greyhounds außerhalb des Zwingers immer Maulkorb, um Hautrisse durch Mithunde zu vermeiden. Und beim Laufen brauchst einen tiefen, möglichst leichten Korb. Der muss nicht super bissfest sein, er muss nur schnappen nach Konkurrenz verhinden.