Also wir (ganz andere Branche) freuen uns immer über süsskram von Kunden oder Vertretern. Da zählt hier wirklich die Geste.
Ich seh aber auch nicht ein wieso ich einer Pflegekraft kein Trinkgeld oder ne Aufmerksamkeit geben darf und bei. Kellner ist es adäquat.
Ich geb aber auch meiner billaverkäuferin gern mal Kekse in der Weihnachtszeit.
Wir selbst dürfen auch kein Trinkgeld mehr annehmen, das empört ehrlich gesagt viele Kunden doch sehr auch wenn es bei mir eher um centbeträge ging.
Weil Patienten einen Rechtsanspruch auf Versorgung haben. Berufsgesetze und Arbeitgeber verbieten es meist, Geschenke anzunehmen.
"Geringfügige" Geschenke können manchmal akzeptiert werden, wobei die Frage ist, was "geringfügig" ist. Bargeld ist ganz heikel bis strinkt untersagt.
(Ich müsst übrigens auch meinen Job aufgeben und die Berufsberechtigung zurücklegen, sollte ich eine Erbschaft von einem Klienten antreten. Aus ähnlichen Gründen. Nicht käuflich sein. Nicht manipulierbar oder manipulierend sein. Und es ist völlig egal, ob jemand nett ist oder ein A..., arm, reich, dick, dünn - ansich sollte jeder gleich gut versorgt werden. Geschenke haben die Tendenz das zu untergraben. Und ja, ich kenn Bereiche in der Geriatrie, wo man netter zu denen ist, die mehr geben. Da kommt mir das Merci hoch. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass Geschenke auch Risiken für Pflegepersonal bergen. Manche Patienten testen aus, spielen Personal gegeneinander aus , und schlimmstenfalls hast Du sie angeblich beklaut und "Das war kein Geschenk".)