Der Hund soll mit wechselnden Umgebungen klarkommen und generell aufgeschlossen sein.
Als Kind / Teenager habe ich den Nachbar Tibet Terrier ein paar Jahre ausgeführt zum Spazieren. Wir (meine Schwester, die Hündin und ich) hatten wirklich viel Spaß, das war ein total unkomplizierter lustiger Hund die ohne zu zögern zB mit uns auf der Hollywood Schaukel saß und über Stock und Stein kraxelte. Wir kamen auch immer wieder gleichzeitig zu 3. nach Hause, der Jagdtrieb war also anscheinend entweder nicht vorhanden oder sie kam immer sofort wieder zurück zu uns. Tricks habe ich der einige beigebracht, das hat sie immer freudig mitgemacht ohne sich hochzupushen. (Für mich ist/war die immer ein toller Familienhund, mein Herz schlägt aufgrund der positiven Erfahrungen sehr für diese Rasse und ich würde es als 2. Hund irgenwann nicht ausschließen.) Wachsam war die aber schon, hat sich gerne ein Bellkonzert mit ihrem Echo geliefert.
Ich denke das ist auch ein Unterschied zwischen TT und Havaneser - die TT sind wahrscheinlich wachsamer und reservierter ggü Fremden, ich schätze die auch als eigenständiger als die Havaneser ein, die kenne ich allerdings nur von kurzen Kontakten, da waren die allerdings immer anhänglich an ihre Besitzer, während der erwähnte TT schon immer wieder aus dem Garten verschwand um dann plötzlich in unserem Wohnzimmer zu stehen. (War alles am Land und jeder fand es in Ordnung, es gab nie ein Drama. Ich bin mir zu 100% sicher hätte man das trainiert / verhindern wollen wäre es kein Problem gewesen.) Alt ist die auch, mein letzter Stand vor ein paar Monaten war, dass sie noch lebt, sie müsste jetzt um die 15/16 sein.
Ja genau, die machen jeden Scheiß mit, sind auch tolle Familienhunde, sind bei Gewöhnung gut mit anderen Haustieren zu halten, lernen gern Tricks, wachen auch (aber moderat) und sind jagdlich nicht übermotiviert oder auch gar nicht. Man kann sie überall mit hinnehmen, sie passen sich wahnsinnig schnell an, Hauptsache sie sind dabei. Und da lauert auch schon ein kleines Problem. Ich kenne leider so einige TT, inklusive meinem eigenen verstorbenen Hund, die recht ungern und schlecht alleine bleiben. Scheint bei den Havis aber auch nicht viel anders zu sein, wie ich das so mitbekomme.
Wenn man nicht so Wert auf 100% Gehorsam legt, kann man mit denen nicht so viel falsch machen. Meinen habe ich übrigens 1-2x im Jahr zum Friseur geschafft. Kürzeres Fell schien ihm angenehmer zu sein. Das ist aber bei vielen TT Haltern verpönt.
Alles vorausgesetzt er stammt aus einer guten Zucht. Und Vorsicht, da ist die Epilepsie leider auf dem Vormarsch.