Beiträge von Massai

    Ohne entsprechende Sozialkontakte in seiner Sturm- und Drangzeit, wäre der RR hier bestimmt vor Energie geplatzt. Also da war es gut, dass er abends zufrieden einschlafen konnte, nachdem er mit seinem Kumpel über die Wiese rennen konnte. Gerade das Toben mit gleichaltrigen Artgenossen war extrem wichtig für ihn. Inzwischen braucht er das nicht mehr, ist eh eher der Energiespartyp, gerade so viel wie nötig bewegen, ist eher sein Motto. Auch Kontakte des Kontakts willen, braucht er null und möchte das auch gar nicht.

    Gestern kam ihm eine fremde, große HSH-Hündin auf „seinem“ Weg entgegen. Er war angeleint, Hündin hat nicht aufs Rufen der HH reagiert und kam näher. War Eros wenig amüsiert drüber. Da macht er auch keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern und hat erst mal drohgeknurrt. Allerdings war sie sehr freundlich, hat ihn angeflirtet und wollte ihn zum Spielen auffordern. Wollte er nicht. Als er gemerkt hat, dass es ne Hündin ist, war es okay, mehr aber auch nicht. Wollte dann nur weitergehen und hat die hübsche Hündin eiskalt abblitzen lassen.

    Gibt es bei euch nicht Leute, die man öfter trifft, weil man zur selben Zeit immer dieselbe Runde geht? Gäbe es da niemand, der einem sympathisch erscheint und wo die Hunde sich okay finden? Vielleicht liegt es an meiner dörflichen Umgebung, aber hier ist man schon recht offen miteinander, redet auch mal, auch wenn der Hund schwierig ist. Aber selbst, als ich noch in einer Großstadt wohnte, haben wir oft immer dieselben Leute mit Hund getroffen. Also eigentlich habe ich an allen Wohnorten bisher immer Leute getroffen, wo es irgendwie gepasst hat. Klar, 100% wohl nie, aber den Anspruch sollte man vielleicht nicht haben. Selbst mit meiner Bordeauxdogge hatte ich, als sie noch unter 2 war, Spielpartner aus dem Wohngebiet (ne Goldiehündi, eine Ridgebackmixhündin und einen Jackyrüden). Und nach dem Umzug den schwarzen Schäferrüden und die Aussiehündin. Irgendwie findet sich immer wer zum miteinander laufen. Oder habe ich einfach nur Glück oder wohne immer an passenden Orten?

    Massai Ich habe letztens noch eine bekannte Hundehalterin gefragt, ob man nicht mal zusammen gehen möchte. Ist ein kleiner Hund der zu Anfang große Bedenken bei Henning hatte. Mittlerweile nicht mehr. Mein Gedanke war win-win. Ihr Hund lernt neben großen Hunden entspannt zu bleiben, Henning kann locker kommunizieren. Aber da war wieder die Größe das Problem: kann ich garantieren dass Henning nie nie nie. Ist ihm zusammenstößt oder ihn übersieht oder der kleine eine Spielaufforderung macht und Henning drauf anspringt?

    Es ist echt die Größe die viele abschreckt.

    Wie gesagt, irgendwie passt es nicht und mittlerweile legt Henning nicht mehr so den Wert drauf.

    Es is5 halt nicht förderlich, dass Henning ganz oft noch immer super angespannt ist wenn wir Hunde treffen. Er würde gerne alle abchecken und dann seines Weges gehen. Da andere Hundehalter denken er wäre aggressiv, weichen die natürlich auch aus.

    Es ist so eine schöne Spirale: ich weiche aus, weil Henning angespannt ist. Henning ist angespannt, weil er nicht zum Hund kommt. Die anderen Halter denken, Henning will alle fressen und weichen auch aus. :woozy_face:

    ja, das ist natürlich blöd irgendwie.

    Hier sind die meisten HH halt echt entspannt (auch die mit kleinen Hunden) - und, was bei mir echt von Vorteil war, ich kenne alle schon seit über 10 Jahren, durch meine Hündin zuvor. Also, man kennt halt auch die Leute, wo ich meinen Hund nie hinlassen würde und deren Hunde ich auch nicht an meinem haben will. Sind aber wenige. Die meisten Dörfler hier, sind echt nett und entspannt. Würde Henning denn echt auf nen Kleinhund treten?

    Eros spring aus dem Reflex dann immer nen Meter drüber, falls doch mal ...

    Und ja, man darf halt auch nicht unterschätzen, dass es auch irgendwo als Mensch matchen muss. Man muss nicht gleich Freundschaften schließen, aber mal so ne dreiviertel Stunde am Stück zusammen laufen, sollte für einen selbst schon nicht in Stress ausarten. Bei uns ist Dorfklatsch unterwegs immer sehr beliebt :see_no_evil_monkey: über Hunde redet man eigentlich eher selten.

    Von meiner Jagdhundbegleitung habe ich auch ganz viel über Wildverhalten und das Verhalten eines echten Jagdhundes gelernt (Eros leider auch, das war der Nachteil an allem. Die wenigsten RR geben Sichtlaut, Eros schon.)

    Ich glaube, aus dem Spielalter wächst dein Rüde auch langsam raus.

    Jetzt zählt eher die ruhige, soziale Interaktion. Eros läuft oft mit vielen bekannten und den unterschiedlichsten Hunde, die hier auf dem Feld Gassi gehen. Da man sich auf dem Feld halt "kennt", läuft man auch mal zusammen ein Stück, wenn man sich mag. So läuft Eros manchmal mit Kleinpudel, Mops und älteren Hunden, mal mit welchen, die größer und jünger sind als er. Meist ist es so, dass er einfach sein Ding macht, so wie er auch alleine laufen würde. Klar, die jüngeren Hunde spielen ihn auch mal an, lassen ihn aber auch schnell in Ruhe, wenn er signalisiert "kein Bock". Er übernimmt nun die Rolle, die früher bei ihm andere Hunde hatten (einige leider schon tot inzwischen). Spielen tut er eigentlich nur noch super selten. Einer ist ein kastrierter Viszlarüde, der andere ein kastrierter Brackenmix aus dem TS. Mit seinem einstig besten Freund ist Eiszeit.

    Gibt es keine Hunde, die ihr täglich trefft, die dir und deinem Hund sympathisch erscheinen, mit denen ihr laufen könnt?

    Also ich habe festgestellt, Eros braucht das nicht. Dem ist es wurscht, ob ein anderen Hund mitläuft oder er allein läuft. Aber ich finde wichtig, dass es okay ist, wenn man auf bekannte Hunde trifft. Fremde Hunde sind ne andere Nummer.

    Ich würde es mir echt nicht schwerer machen, als es sein muss. Schnauzer sehe ich da nicht. Größentechnisch würde ich eine Rasse nehmen, die höchsten 1/3 größer als der Maltimix ist.

    Jagdtrieb - kann man echt Pech haben und der kickt voll rein, obwohl in der Rassebeschreibung steht "hat keinen" (was an sich Quatsch ist, jeder Hund hat ihn). Wach - und Schutztrieb würde ich komplett ausschließen. Dafür sollte man echt bissi Erfahrung haben, same mit dem WTW.

    Wie siehts mit einem Sheltie aus? Die arbeiten gern mit. Vielleicht noch nen Jack Russel, da muss man den Daumen aber auf dem Jagdtrieb haben.

    DEN passenden Hundekumpel

    Ist keine Provokation, sondern wirklich eine Frage, bei der mir das Bild im Kopf fehlt:

    Was genau meinst Du damit?

    Eros hatte ja wirklich viel Kontakt mir den unterschiedlichsten Hundetypen. Gepasst hat es eigentlich nur mit dem einen Jagdhund. Ähnliche Interessen, ähnliche Körpersprache usw. Sie waren sich schlichtweg sympathisch. Warum soll es das nicht auch unter Hunden geben?

    Eros hatte ja nun seit Welpe an oft (täglich mehrmals) und wirklich schönen Kontakt hier im Umfeld. Optimaler geht es eigentlich kaum. Es gab viele saubere Althunde, die ihn angemessen behandelt haben, nun war er aber auch nie aufgedreht oder aufdringlich. Es gab einen altersähnlichen und auch charakterlich passenden Jagdhundrüden, mit dem er sich angefreundet hat und lange gebolzt hat. Er hat niemals schlechte Erfahrungen gemacht, nie.

    Dennoch ist er jetzt ein Hund, der entweder kein Interesse an Kontakt hat (auch bei Mädels. Wenn überhaupt, dann sind die Stehtage interessant) oder aber patzig und territorial wird, wenn ein entsprechender Rüde ums Eck kommt und auch noch doof tut. Nix mehr mit allen nett und so.

    Wenn nicht gerade ein potenzieller Konkurrenten vor ihm steht, kann er sich aber wunderbar ignorant benehmen und beherrscht die Hundesprache sehr perfekt. Ich frage mich, wie er geworden wäre, hätte er schlechten oder gar keinen Kontakt gehabt.

    Will sagen, am Ende hat zumindest bei uns die Genetik definitiv die Oberhand gewonnen.