Beiträge von Massai

    Das Problem erledigt sich in der Tat von selbst 😉

    Übrigens, selbst wenn sich Hund ignorieren, nicht mit dem Arsch anschauen, kommunizieren sie.


    Mit meiner BX, die keinen anderen Hund brauchte, hatte ich eine Gassipartnerin. Die hatte eine jüngere, anfangs recht nervige Aussiehündin, welche in den ersten Monaten mehr als einmal von meiner Hündin zurechtgewiesen wurde. Schließlich hat es sich so eingependelt, dass sie problemlos nebeneinander her Gassi liefen. Die Aussiehündin wurde ab und an von der Halterin bespaßt, meine war desinteressiert, auch an jeglicher Spielaufforderung. Sie liefen eben einfach zusammen und haben sich im Laufe der Jahre „nicht mit dem Arsch angeschaut“, wie man hier so sagt.

    Aber wehe, die Aussiehündin, viel reizoffener als mein Molosser, hatte einen Hund entdeckt, den sie anpöpeln wollte, da waren die beiden Zicken plötzlich ganz einer Meinung und meine hat da gern mitgemacht, wenn ich es nicht unterbunden hätte. Heißt, mein desinteressiert Hund hatte ihre Partnerin immer im Auge, scheinbar unkommunikativ bis zum Gehtnichtmehr, was aber nicht stimmte. Sie hatte nur eine andere Art der Kommunikation. Bei Menschen würde man mundfaul oder wortkarg oder eigenbrötlerisch dazu sagen.

    Danke für Eure Antworten. Es ginge wirklich um eine Managementmassnahme, für die ganz argen Situationen. Gewöhnung an Reize etc. trainieren wir schon lange und auch sorgfältig.

    Ich bin mir manchmal unsicher, ob ich zu wenig klar kommuniziere und ob meine Grenzen für Tara manchmal zu unklar sind. Eben weil ich selten körperlich werde und ob sie eigentlich sowas bräuchte. Frontal war die Idee, um (wie jemand schrieb) den Hund vom Aufregen (hier böllernder anderer Hund) abzuschirmen und bei sich zu behalten. Dass sie aber so gezittert hat dabei und danach weg wollte zeigt mir, dass es für mein Sensibelchen zu krass war und ich werde es so wohl nicht anwenden. Eine seitliche Version davon scheint mir aber sinnvoll

    Probiere aus. Ich finde, es ist auch bei manchen sensibel Hunden ein großer Unterschied, ob man es selbst macht oder eine nicht so gut bekannte Person.

    Bei unserer klappt das mit dem Wachen abstellen nicht gut. Vielleicht habe ich noch nicht den Dreh raus oder es ist einfach schwieriger, weil sie die ersten 2 Jahre ihres Lebens nichts anderes gemacht hat. Da wurde nichts reglementiert.

    Das kann schon sein, dass es Monate dauert, bis du deinen Hund umprogrammiert hast. Konsequent dran bleiben.

    Eine gute Freundin von mir (langjährige Spitzbesitzerin) wirft gerade noch ein, dass es ihrem Spitz sehr gut hilft, wenn sie ihm beim Aufstehen, ein kurzes authentisches "Bleib mal liegen, ich bin gleich wieder da." zuraunt.

    Das funktioniert in der Tat sehr gut. So halte ich es seit vielen Jahren bei meinen Hunden.

    Ja, sie dürfen wachen und aufpassen, genau so lang und dann, wenn ich das will. Will ich nicht, sage ich das auch. Entweder mit so einem Satz wie oben, oder einem eindeutigen „Jetzt ist gut!“

    Muss man dem Hund natürlich erst einmal auftopfen, aber wenn sie es verstanden haben, klappt das wunderbar. Der Mensch ist auch nicht 24/7 arbeiten. Hunde ebenso wenig.

    Das kommt wohl stark auf die jeweilige Hundepersönlichkeit und die Rasseeigenschaften an.

    Mein erster Hund war Zeit seines langen Lebens an anderen Hunden interessiert. Auf eine positive, verspielte Art. Mein 2. Hund, tendenziell unsicher, mit stark territorialem Verhalten, war das ganz und gar nicht. Hunde bedeuteten für sie im Allgemeinen „Puls“. Also die brauchte wirklich nullkommanull Kontakt und war mit uns und ihrem Sololeben sehr zufrieden.

    Wie es bei meinem RR wird, kann ich noch nicht sagen, bis jetzt ist er an allen Hunden interessiert, auf eine freundliche Art.

    Hundekontakt heißt bei mir allerdings auch nicht: Hey du, ich zeig dir mal, wer hier der Checker ist.

    Sondern so, wie mein Ersthund drauf war: Na du, Bock auf ne Runde rennen?

    Solche Hunde gibt es. Ebensolche HH, die in meinen Augen nicht eben einfach entspannt und unkompliziert sind, sondern gleichgültig und verantwortungslos. Bei vielen passiert tatsächlich nix, weil sich ein gestresster Hund selbst außer Reichweite begibt, bei anderen passiert was und das anschließende Geschrei ist groß. Jeder kann für sich selbst entscheiden, ob er mit dem Feuer spielen mag oder nicht.

    In meiner Hundeschule wurde uns das so beigebracht, dass der Hund seitlich vor dir steht, eine Hand vor der Brust, Daumen im Halsband eingehakt, die andere Hand flach zwischen Flanke und Bauch legen, vielleicht sanften Druck ausüben. Nichts sagen, nur halten, bis der Hund sich beruhigt.

    Habe es noch nie ausprobieren müssen, ob es klappt.

    ich habe bei meinem Hunde gute Erfahrungen mit Futterdummy tragen gemacht wenn die Umwelt auf Spaziergängen gestresst hat.

    Ich nenne es immer "Hundeschnulli". Irgendwie erregen dann die Aussenreize den Hund weniger.

    Sie darf den Dummy nur tragen und ab und an hole ich ein Leckerlie raus und gebe es ihr. Ich werfe es nicht und lasse sie es nicht suchen.

    Grade da Labbi mit drin ist, hilft das vielleicht.

    Da stimme ich zu.

    Etwas in der Schute zu haben, kann Hunde entspannen. Meine Bordeauxdogge hatte immer riesige Äste, die sie mitschleppte und mein Ridgeback trägt seinen Dummy ein Weilchen, wenn er zu aufgeregt ist (wenn er Hunde in der Luft erschnuppert, die er kennt und die vor ihm gerade den Weg lang gelaufen sind). Das erdet ihn, weil er dann eine Aufgabe hat.


    Darüber hinaus, liebe TE, hört sich das wirklich nach einem gesundheitlichen Problem an. Dieses ständige Hecheln finde ich nicht normal.