Ich kann das Problem gut verstehen. Mein Rüde (11 Mon) ist um die 40 kg, entdeckten jeden Hund in 500m Meter Entfernung …. Und, da ist es bei uns anders, lässt mit sich reden.
Dieses Kraftpaket zu halten, ist schon eine Herausforderung, ihn 10 Minuten an der straffen Leine zu haben, wäre für mich undenkbar.
Also einmal würde ich dir dringend raten am (Grund-) Gehorsam und dann an der Leinenführigkeit zu arbeiten. Damit er dich nicht einfach ausblendet, in solchen Momenten. Er muss ansprechbar sein. Vielleicht musst du da auch nochmal ganz von vorn anfangen, denn eigentlich beginnt man schon beim Welpen damit. Mein Hund würde schon auch zu dem weit entfernten Hund hinlaufen, wenn er dürfte. Darf er aber nicht. Inzwischen klappt es auch wieder recht gut ohne Leine (in den guten Phasen). Bedeutet aber eine Menge Arbeit.
Zum Anderen, haben hier ja schon viele geschrieben, solltest du wirklich sehen, dass du deinem Hund genügend Sozialkontakte verschaffst. Ist natürlich einfacher gesagt, als getan. Aber es ist möglich (div. Apps usw.). Nicht nur einen adäquaten Spielpartner, sondern eben auch souveräne Althunde, die deinem Hund fair Grenzen setzen. Ich würde dabei unbedingt auch ausgeglichene Kräfte- und Größenverhältnisse achten.
Wir haben das Glück, dass wir dorfähnlich wohnen und alle Hunde der Umgebung schon seit 10 Jahren kennen (durch meinen letzten Hund). Das hat es einfacher gemacht. Hier läuft auch vieles ohne Leine, weil man sich und den anderen Hund kennt und einschätzen kann, das ist natürlich Gold wert. Aber auch für euch bestimmt irgendwie möglich. Ja, am besten sind Spaziergänge, nicht nur rumstehen und die Hunde machen lassen. 2x die Woche reicht meiner Meinung nach absolut aus.
Ich wünsche euch alles Gute 🍀