Beiträge von Massai

    Also, weil es hier ja indirekt um mich geht … ich fühle mich nicht bewertet, bzw. Lasse mich auch einfach nicht über ein Forum bewerten. Niemand hier kennt mich oder meinen Hund. Fakt ist, mein Hund hört sonst in allen Bereichen zuverlässig und wirklich gut, bis auf das Bewegungsreiz-Thema.

    Bei dem ich eben denke, dass es da entweder a) ewig Zeit und viele Wiederholungen brauchen wird, bis ein angemessenes Verhalten, eine genehme Reaktion seinerseits sitzt. Wobei mir dafür die Möglichkeit zum Üben fehlt. Rennt ja nicht jeden Tag ein Reh vor uns weg.

    B) es ein so tiefes genetisches Verhalten ist, welches man allerhöchsten über Starkzwang beeinflussen kann. Im RR ist eine sehr ursprüngliche Hunde“Rasse“ drin und die sind eben nun mal nicht darauf aus dem Menschen gefallen zu wollen. Sie waren wild und eigenständig. Auch ein Grund, warum der RR in D eben nicht als Jagdhund zugelassen ist, weil sie eben im Zweifel eigene Entscheidungen treffen und nicht mit dem Hundeführer kooperieren.

    Darüber hinaus ist der Ridgeback aber eben auch ein Wach- und Schutzhund und damit haben wir genau KEIN Problem. Was aber durchaus bei unfähigen Haltern zum echten Problem wird. Mein Hund und ich sind ein gutes Team und ich gebe zu, ich brülle ihn nie an, ich rede immer gemäßigt mit ihm, weil er sehr sensibel ist und ich brüllen hasse, gleichzeitig zeige ich ihm aber auch körpersprachlich seine Grenzen und wir hatten noch nie deswegen oder wegen irgendwas großartige Diskussionen. Es liegt einzig und allein an seinem starken Impuls auf Bewegung von Wildtieren auf der Stelle 1:1 zu reagieren. Auf die Schafe, die hier stehen und auch manchmal weglaufen, reagiert er auch nicht, auch nicht auf Hühner etc.

    Jemand, der meinem Hund über die Schmerzschiene kommt oder über Autoritätsgebrüll, hat bei ihm verloren. Davon lässt er sich null beeindrucken. Zum einen Ohr rein, zum anderen raus. Und im Trieb ist man ihm als Halter scheiss egal, da kannst du sonst autoritär sein wie du willst. Darauf ist diese Art Hund einfach nicht selektiert. Der blendet aus und sieht nur sein Ziel.

    Massai Ridgeback sind aber auch (was ich weiß) sehr sensibel auf Wild. Also feiner Geruch von Wild in der Nase, sind die schon im Jagdmodus. Also vermuuutlich hat er den Hasen schon längst gewittert gehabt.

    Eventuell die Signale früh deuten oder versuchen zu erkennen, dann kann man solche Situation eventuell besser vermeiden oder frühzeitig unterbrechen.

    Das ist ganz unterschiedlich. Mein Hund ist überhaupt kein Nasenjäger. Wenn, stellt er die Ohren auf und/oder wittert in die Luft. Aber da rufe ich ihn mir schon längst ran, was auch problemlos klappt. Er stöbert nicht und sucht nicht. Reiner Sichtjäger, der auf Bewegungsreiz anspringt.

    Es wird ja dennoch die Aktion unterbrochen und man kann daran anknüpfen.

    So schwer von Begriff sind Hunde mEn nicht :)

    Umorientierung in verlässlich dauert einfach wenn man das nicht von vornherein konsequent durchzieht und es schon Erfolge gab.

    Für manche Hunde ist es mit der Ausgangslage auch einfacher zu verstehen "es geht dich nichts, nie wieder etwas an, ignorier den Reiz bzw meide ihn und geh weiter " .

    Das muss man einfach schauen über entsprechende lange Zeit .

    Ja, das ist vielleicht der Schlüssel. Zeit/Wiederholungen. Dieses Verhalten ist ja erst seit ein paar Monaten so aktuell und wir arbeiten auch erst ab Auftreten dran, weil vorher gab es ja keinen Bedarf. Ich werde einfach jede Gelegenheit nutzen. Bei den Vögeln hat die Umorientierung ja auch geklappt. Eros ist im Grunde auch eher der Typ, der was sein lässt, wenn ich es ihm deutlich gemacht habe. Weniger der Belohnungslerner. Am ehesten klappt sowas, wenn ich der Sache (Katzen) keine Beachtung schenke und einfach mit einem „Weiter“ weitergehe. Na ja. Das wird schon …

    Die Katzen sitzen aber. Ein Reh rennt. Ist das so, rennt er auch. Für einen Abbruch, müsste ich mich wohl auf ihn werfen, um ihn zu erreichen. Solange die Aufregung keinen peak hat, erreiche ich ihn auch, nicht mehr bei flüchtendem Wild.

    Naja mit ner Schleppleine könnte man diesen Stunt verhindern und dennoch eine Chance auf welche Form an Korrektur/Strafe erhalten.

    Leine hat er doch eh dran. Auch wenn es nicht lustig ist, wenn 44kg volle Kraft reinknallen, so kann ich ihn schon halten.

    Ich frage mich nur, ob das Timing dann beschissen ist, wenn ich ihn mir dann erst an der Leine erst wieder ranholen muss? Wie gesagt es geht hier nicht um vorhersehbare Ereignisse. Sondern um Momente, wo eben rechts aus dem Getreidefeld urplötzlich ein Hase schießt und mein Hund blitzschnell (wofür Ridgebacks auch bekannt sind) reagiert. Vermutlich wird man das nicht ändern können. Ehe ich da den Abbruch ausführe, ist der schon sonst wo. Optimum wäre wohl eine Umorientierung bei solchen unvorhersehbaren Situationen. Aber das ist wohl einfach utopisch.

    Kleines Katzenupdate: also so lange sie sitzen bleiben und böse gucken, traut sich der Herr nicht mehr ran :applaus: Da hat er jetzt wohl ordentlich Respekt vor, nachdem er 2x fast verprügelt wurde und dann noch bösen Anschiss von Frauchen bekommen hat. Er lernt ja wirklich schnell. Mal sehen, was ist, wenn mal wieder eine Katze vor uns wegrennt.

    Habe ihn selbstverständlich auch gelobt wie irre, als er auf meine Ansprache reagiert hat und dann freiwillig mit mir mit gegangen ist.

    Ich verstehe nicht, wie dieses Statement damit zusammenpasst, dass der Hund am Wild nicht mit einem Abbruch zu regeln sein soll. Offensichtlich funktioniert Strafe doch.

    Die Katzen sitzen aber. Ein Reh rennt. Ist das so, rennt er auch. Für einen Abbruch, müsste ich mich wohl auf ihn werfen, um ihn zu erreichen. Solange die Aufregung keinen peak hat, erreiche ich ihn auch, nicht mehr bei flüchtendem Wild.

    Kleines Katzenupdate: also so lange sie sitzen bleiben und böse gucken, traut sich der Herr nicht mehr ran :applaus: Da hat er jetzt wohl ordentlich Respekt vor, nachdem er 2x fast verprügelt wurde und dann noch bösen Anschiss von Frauchen bekommen hat. Er lernt ja wirklich schnell. Mal sehen, was ist, wenn mal wieder eine Katze vor uns wegrennt.

    Habe ihn selbstverständlich auch gelobt wie irre, als er auf meine Ansprache reagiert hat und dann freiwillig mit mir mit gegangen ist.

    Aus aktuellem Anlass (weil ich das Ding dauernd im Haus verlege), trainiere ich meinen Hund nun auf meine Vape. Allerdings nehme ich hin und wieder die Einmaldinger mit unterschiedlichen Aromen. Hat das eine Bedeutung? Ich trainiere ihn gerade mit einer leeren. Vielleicht mache ich auch alles falsch 😎 jemand Tips? Ach so, ich lasse ihn nicht zwangsweise abliegen, Hauptsache die Nase ist dran.

    Ich kann mir schon vorstellen, dass die unterschiedlichen Aromen (=riecht ja jedes mal anders) verwirrend sind. Zudem lagert man die ZOS-Gegenstände ja auch entsprechend, damit der Geruch nicht verfremdet wird. Dieses Zigarettending liegt ja sicherlich mal hier und mal da, riecht also auch so schon immer etwas anders.

    Ah okay, das war mir gar nicht so klar. Ich Versuchs einfach mal, wenn es nicht klappt, suche ich mir was anderes.

    Aus aktuellem Anlass (weil ich das Ding dauernd im Haus verlege), trainiere ich meinen Hund nun auf meine Vape. Allerdings nehme ich hin und wieder die Einmaldinger mit unterschiedlichen Aromen. Hat das eine Bedeutung? Ich trainiere ihn gerade mit einer leeren. Vielleicht mache ich auch alles falsch 😎 jemand Tips? Ach so, ich lasse ihn nicht zwangsweise abliegen, Hauptsache die Nase ist dran.

    Wie SavoirVivre schreibt, ist der Vollblutjäger im Trieb, juckt den ein Abbruch, wie hart der auch immer ausfallen mag, nicht. Vermutlich nutzen deswegen viele Jäger eben Strom, obwohl es verboten ist.

    Ja, konsequenterweise ist mein Hund im Moment sehr viel an der Leine. Gibt halt nicht genug willige Rehe zum Üben. Wir üben jetzt erstmal mit Katzen. Da habe ich jetzt mal den Abbruch verschärft. Mal sehen, was er bei der nächste Katze zu sagen hat.

    Wild ist wieder eine andere Sache, zumal er ein reiner Sichtjäger ist. Das hat Vorteile, aber eben auch Nachteile, wenn es zum Überraschungsmoment kommt. Wenn ich da auf der Schleppleine stehen würde, würde mein Hund nur drüber lachen. Ach was, der würde es einfach nicht merken und wie @Potatos Hund damals, mit Loch im Körper weiterlaufen.