Mein Rüde findet ja Dummy und apportieren auch toll, wenn es ihm gerade passt. Aufs Jagen würde er dafür nicht verzichten, wenn ich ihn fragen würde. Dieses Ersatztraining kann man sicher wunderbar mit einigen Hunden machen, vor allem mit denen, die Nasenarbeit mögen und darin aufgehen. Bei Sichtjägern wie meinem, ist das illusorisch, wenn ich erwarte, dass er statt dem Reh nachzulaufen lieber den Dummy bringt.
Beiträge von Massai
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Den jagdtriebigen Hund lesen lernen, das Gelände lesen lernen, Wildverhalten verstehen gehört auch noch zum Programm - genauer: zu deinem Part, stimmt.
Das möchte ich sehr gern unterschreiben.
Meiner Meinung nach ist das das A und O, ohne das ich gar kein „Training“ beginnen brauche. Ich gucke schon, wenn ich aus dem Haus gehe, woher der Wind kommt, um zu wissen, wie ich handeln muss. Geht man im immer selben Gebiet, kennt man die Orte, an denen die Rehe zu den unterschiedlichen Jahreszeiten sind. Nur, weil sie da gern im Winter sind, liegen sie da nicht unbedingt im Sommer.
Zu meinem Glück gehe ich manchmal mit einem Jäger, der mir viel erklärt hat. Außerdem ist es unerlässlich den Hund gut lesen zu können.
Und Jagdverhalten ist nicht gleich Jagdverhalten. Ich bin sicher ein Hüter jagt anders wie mein Ridgeback. Nur, weil er einmal gehetzt hat, muss der Hund nicht gleich sämtliche Synapsen verloren haben und ständig on Fire sein. Es kommt auf den Hundecharakter, die Rasse und den Gehorsamsstand an.
Alles zusammen erschafft ein gute Sicherheitszone. Dass der Hund nie nie nie jagt, wenn, dann …. Halte ich für unrealistisch, es sei denn, der Hund ist immer an der Leine.
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Ein Tibet Terrier ist wirklich ein alles kann, nix muss Hund.
Mit meinem damals war ich hauptsächlich spazieren, habe gekuschelt und getrickst, der hätte aber auch alles andere mitgemacht, weil die Rasse sehr verspielt ist.
Aaaaaaaber, wenn er keinen Bock auf was hat, macht er es eben nicht. Ein Befehl = prompte Reaktion? Eher nein. Man muss aber unbedingt Lust auf Fellpflege haben, selbst, wenn man ihn 1-2x im Jahr zum Friseur bringt.
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Es kommt halt wirklich auf jeden einzelnen Hund an.
Mein erster Rüde hat sich mit Pipilecken definitiv das Hirn weggeschossen.
Eros lasse ich lecken so viel er will. Entweder hält er sich selbst kurz oder ich sage mal ein seichtes „Weiter“. Der schießt sich nie ab, also darf er lecken.
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Gibt es einen Thread zu Thema "auf welches Menschen-Essen fahren Eure Hunde total ab"?
Der Herr Hund darf betteln und bekommt - sofern hundetauglich - auch immer ein bisschen was ab von uns.
Mitunter finde ich es aber total witzig, auf was er so richtig abfährt.
Klar, dass Frikadellen, Würstchen, Käse etc. hoch im Kurs stehen, aber so z.B. gekochter Broccoli, Sauce Hollandaise, Obatzder mit Meerrettich oder heute Abend Kartoffelsuppe (ok, mit Wienerle als Einlage)…?
Gibt es für uns Spaghetti mit Pesto bewegt er sich nicht mal aus dem Körbchen und Garnelen spuckt er mir vor die Füße.
Auf was stehen Eure 4beinigen Gourmets so?
Leider absolut alles 🙈😂
Außer Salat, das spuckt er auch aus.
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Mein erster Hund, ein Tibet Apso, neigte auch dazu bei Frust nach hinten zu schnappen. Ganz ehrlich? Ich habe mir da nie Gedanken drüber gemacht, das war für mich eigentlich nicht ungewöhnlich. Hunde haben Zähne und setzten die halt auch ein. Einem bestimmten Rassetyp habe ich das nicht zugeschrieben, eher dem Charakter und Wesen des Hundes. Dass ich jetzt schon zwei Hunde ohne diesen Special effect habe, ist nett, entsprach aber nicht meiner Erwartungen.
Wobei ich halt schon unterscheiden wollen würde, ob es ein einfaches frustriertes Abschnappen ist (wie ein bockiges Kind, was sich aus dem Griff seiner Mutter reißt) oder ernsthafte Beschädigungsabsicht. Ein einfaches Abschnappen wäre für mich ein völlig normales Hundeverhalten.
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Ich mache das auch wie Süßkirsche.
Flexi am Geschirr ist bei einem 43kg fahrlässig, deshalb wird hier bei fremden Hundebegegnungen ans Halsband umgeschnallt. Dazu habe ich immer eine gummierte 1 Meter Leine mit. Damit ist mein Hund besser haltbar. Leider habe ich kleine Hände und mir ist der Griff der Giant-Flexi halt auch schon bei Nässe einfach so aus der Hand gerutscht.
Dazu musst sich der Hund gar nichtig die Leine werfen.
Mit fester Leine am Halsband fühle ich mich bei Fremdhundbegegnungen sicherer, zumal mein Hund durch das Umschnallen nebenbei gelernt hat bei Sichtung stehen zu bleiben.
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Bei meinem Tibeter hatte ich damals auch schon ne Flexi, allerdings mit Schnur. Damit habe ich mir mal echt böse ins Bein geschnitten. Die Narbe habe ich heute noch. Bei meiner knapp 60 kg Dogge kam mir die Flexi ungeheuerlich vor, allerdings ist dieser Hund super ohne Leine gelaufen.
Und jetzt weiß ich auch, es gibt welche mit Gurtband und für schwere Hunde

Aber ja, man sollte damit umgehen können. Wichtiger finde ich aber, dass der Hund so oder so gut im Gehorsam steht, dann ist es Wurscht welche Leine dran ist. Schlepp finde ich persönlich halt super nervig, eklig usw.
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Und jetzt wird's eh unsachlich. Du selbst hast doch dünnes Fell, dünne Haut und kaum Unterhautfettgewebe erwähnt, und daß das bei recht geringen mechanischen Einwirkungen zu Narben führen kann. Finde ich bei einem Hund, der auch mal durch Unterholz muß, wirklich nicht sinnvoll. Soll aber auch nicht Thema dieses Threads sein, bin raus.
Nur der Vollständigkeit halber: mein Hund meidet das Unterholz, Gebüsch etc. Wie der Teufel das Weihwasser

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Ich kenne hier inzwischen viele Jäger (meist alte weiße Männer), deren Hunde entweder 1A hören und mit nicht erlaubten Mitteln erzogen wurden, oder ab immer an der Leine sind, wenn sie nicht im Revier sind oder aber genauso schlecht/gut hören wie die üblichen Haushunde. Einige Jagdhunde haben den will to please, die kann man recht gut erziehen, andere nicht.
Von außen sieht es vielleicht anders für dich aus, toller vielleicht, aber gehst du weiter in die Szene triffst du das, was ich oben schrieb. Ich kenne genau eine Jungjägerin mit Polnischer Bracke, die ihren Hund im Griff hat und zwar auf eine nette, legale Weise. Eine Ausnahme, zumindest hier im Gebiet.