Beiträge von Cerberus2021

    @Sonnenwende Das ist doch super - ihr habt von zwei Fachleuten (Tierärztin und Verhaltenstherapeutin) die Einschätzung, dass Eure Luna einfach ein aktiver, lebenslustiger junger Hund ist, und es da keine größeren Probleme oder Baustellen gibt. Das ist doch beruhigend für Euch, jetzt müsst ihr eben "nur noch" lernen, mit diesem Hund so umzugehen, dass alle Beteiligten gut miteinander auskommen. Die Hundetrainerin scheint ja für Luna und Euch nicht so gut zu passen, wenn ihre Vorschläge und Ansätze nicht wirklich zu einer Verbesserung geführt haben. Das kommt vor, da würde ich dann eben die Trainerin wechseln und mir jemand anders suchen. Welpenkurs und Spielgruppe klingt doch schonmal gut, das ist dann aber hoffentlich bei einer anderen Trainerin?

    Kurz vor Deinem Beitrag habe ich übrigens hier gerade in einem anderen Thread gelesen, wo jemand seinen Junghund total begeistert als "unermüdliches Energiebündel mit eingebauten Sprungfedern" beschrieben hat. Daher musste ich bei Deiner Beschreibung jetzt gerade etwas schmunzeln, denn Du scheinst Lunas "Ruhelosigkeit" ja eher negativ zu sehen? Die ist halt jung und die hat Power, ist das nicht auch einfach etwas Tolles, an dem Du Dich erfreuen könntest?

    Schlaemmchen Wie alt ist Frosty jetzt, ich hatte im Hinterkopf, dass er 2,5 ist? Das ist meiner Erfahrung nach auch einfach ein "blödes" Alter - zu jung, um sich länger zu konzentrieren oder schon irgendwie "richtig" gearbeitet zu werden, aber eben doch schon so groß und voller Energie, dass die auch irgendwo raus muss.

    Ich würde ihn an Deiner Stelle bis nächstes Frühjahr (oder zumindest bis zum Winter) komplett wegstellen (Aufzuchtstall, Herdenhaltung), um selber auch einfach mal durchschnaufen zu können nach dem ganzen Stress und Verletzungspech, bevor es dann nächstes Jahr mit der Jungpferdeausbildung so richtig losgeht. Außerdem würde ich mir an Deiner Stelle eine Reitbeteiligung suchen, damit Du mit einem ausgebildeten Pferd wieder "reinkommen" und selber mehr Routine und Gelassenheit beim Reiten bekommen kannst, bevor Du Dein eigenes Jungpferd reitest.

    Zweifel sind meiner Erfahrung nach völlig normal - das hatte wirklich jeder Pferdebesitzer aus meinem Umfeld mal. Ich auch, als ich 2018/2019 reiterlich so gar nicht mit Ovid klarkam, dauernd runterflog und irgendwann davon überzeugt war, dass ich diesem Pferd einfach nicht gewachsen bin. Selbst bei Tvistur damals, der nun wirklich DAS Traumpferd für mich war, an das kein anderes Pferd jemals rankommen wird, gab es Phasen, wo gar nichts klappte und ich stark daran gezweifelt habe, dass das irgendwann nochmal was wird. So ist Pferdehaltung und Reiten halt - es bringt Dich immer wieder an Deine persönlichen Grenzen, und hinter jedem Erfolg und Glücksgefühl steckt einfach unglaublich viel Aufwand, Arbeit, Lernen und Überwindung, bis es dann mal schön und harmonisch klappt. Ich drücke Dir die Daumen, dass für Dich und Frosty jetzt auch wieder schönere Zeiten kommen!

    Man könnte auch „Rumpftiefe“ sagen - senkrechter Abstand zwischen Widerrist oben und der Stelle unten, wo ein Sattelgurt liegen würde. Pferde mit viel Gurttiefe decken einen langbeinigen Reiter optisch besser ab.

    Mein Shagya hat z.B. eher wenig Gurttiefe und sieht unter meiner langbeinigen Reitbeteiligung aus wie ein Welshpony, während ihr eigener Vollblutwallach bei gleichem Stockmaß und ähnlichem Gewicht eher einen schmalen Rumpf mit guter Gurttiefe hatte und daher unter ihr deutlich besser aussah.

    Hier im Thread wäre z.B. Picasso von Anirac für mein Empfinden ein Beispiel für ein Pferd mit guter Gurttiefe.

    Apothekentante Wenn Du Hilfe durch Deine Schwester hast, ist das doch eine tolle Voraussetzung für das Abenteuer Pferdehaltung. Ein eigenes Pferd ist halt wirklich extrem teuer und extrem zeitaufwendig - ich brauche für das Pferd so ungefähr die doppelte Zeit pro Tag wie für den Hund. Das muss man schon wollen, auch noch im November bei 3 Grad und Dauerregen, und für viele Jahrzehnte. Andere Hobbies kann man dann mehr oder weniger knicken.

    Ich würde in Deiner Situation aber vielleicht eher erstmal nach einer Reitbeteiligung suchen. Das ist dann „Pferdehaltung light“, nur ein paar Tage pro Woche und weniger Verantwortung und Organisationsaufwand, weil ja der Pferdebesitzer grundsätzlich noch alles regelt. Auch da gibt es bei der passenden Konstellation sicher die Möglichkeit, dass Du dann eben nur oder vor allem Bodenarbeit mit dem Pferd machst, das ist für Pferdebesitzer ja auch recht attraktiv (viele Reiter haben ja selber keine große Lust auf Bodenarbeit). Idealerweise findet ihr dann ein Reitbeteiligungspferd, das auch Deine Tochter mal reiten kann.

    Schlaemmchen wie schade, dass so schwierig ist mit dem Stall. Ein Jungpferd auf Dauer alleine stehen lassen, mit Sozialkontakt nur über den Zaun, fände ich auch nicht sinnvoll. Gibt es bei Euch so wenige Pensionsställe in der Umgebung, dass Du gar nichts Geeignetes mit Herdenhaltung und Jungpferd-Infrastruktur finden kannst?

    Mein Vorschlag für Vergesellschaftung in so einer Konstellation wäre, dass man Frosty und einen der beiden Neuen (idealerweise den Ranghöheren) ein bisschen "zwangsbefreundet" (gemeinsame Hängerfahrt, gemeinsamer langer Ausflug zu Fuß), und dann erstmal nur die beiden zusammenstellt, bevor (einige Tage später) der Dritte wieder dazu kommt. Dazu muss aber natürlich die andere Besitzerin mitspielen. Ich finde die Konstellation "zwei langjährige Kumpel und ein Jungpferd kommt als Drittes dazu" aber auch sehr blöd. Da ist es ja fast vorprogrammiert, dass Dein Frosty da von den beiden ordentlich gemobbt und herumgescheucht wird. Kann man vielleicht noch einen zu Deinem passenden jungen Wallach aus der anderen Gruppe dazustellen und eine Vierergruppe bilden?

    Wenn es auch langhhaarig sein darf: Großspitz? Ist sicher am unteren Ende Eurer angedachten Wunschgröße, aber verglichen mit den Zwergpinschern, die ich kenne, ist mein Großspitz wirklich sehr gemäßigt, was den Wachtrieb angeht. Wenn man mit einem wachenden/meldenden Hund leben kann, finde ich den Großspitz ansonsten einen sehr angenehmen Familienhund, der gerne alles mögliche mitmacht und Spaß an Bewegung, Lernen und Zusammenarbeit mit dem Menschen hat, aber keine besondere Hundesport-Auslastung zu seinem Glück braucht. Wolfsspitze wären noch etwas größer/kräftiger, aber das sind oft wirklich extreme Fellbomben.

    Haha "Dönerbudenspray" ist ja eine tolle Beschreibung! Ich kannte das gar nicht, bis eine Stallkollegin das neulich beim gemeinsamen Ausritt drauf hatte. Wir haben uns dann drauf geeinigt, dass sie hinten reitet. 🤣

    Ich war mit Ovid letzte Woche für fünf Tage beim Jagdpferdetraining unseres Schleppjagdvereins, und es war einfach nur toll. Ovid ist seit diesem Jahr endlich auch in der großen Gruppe gelassen - kein schaumiges Stress-Schwitzen mehr, kein "auf die Vorhand kippen und durchstarten" mehr, sondern einfach ein geniales Jagdpferd, kontrollierbar bis ins hohe Tempo und dabei locker und entspannt, so macht uns das beiden Spaß! 🐎 💕

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