Lässt jemand von euch seine Hühner per Injektion gegen Newcastle impfen?
Ich würde das irgendwie praktischer finden als alle 3 Monate übers Trinkwasser
Transport zum TA wäre bei nur 3 Hühnern ja auch unproblematisch. Aber das scheint nicht so üblich zu sein, oder?
Ich mache das, seit sich hier in Gegend vor 3-4 Jahren die Auslegung der Impfverordnung so geändert hat, dass man nicht mehr über den Verein impfen kann, sondern der Tierarzt auch bei der Trinkwasser-Impfung daneben stehen müsste. Wir schließen uns da mit mehreren Hühnerhaltern in der Gegend zu Sammelterminen zusammen, so dass wir uns den Impfstoff aufteilen können (auch den Impfstoff zum Spritzen gibt es ja nur in riesigen Dosen, und der muss, wenn er einmal angebrochen ist, schnell verbraucht werden), und die Tierärztin fährt dann eben eine Runde bei allen vorbei und wir stimmen uns im Hintergrund ab, dass jeder rechtzeitig seine Hühner gefangen und in Kisten gesperrt hat, damit die Tierärztin dann ohne Verzögerungen ein Huhn nach dem anderen angereicht bekommt und spritzen kann.
Es ist ein bisschen Fummelei, dass man dann für die jeweils neuen Hühner die Grundimmunisierung immer passend hinkriegt, damit auch alle im selben Jahresrhythmus bleiben, aber wenn das einmal läuft, finde ich es fast praktischer als die Trinkwasser-Impfung (die war mit den ganzen alten Herren in meinem ehemaligen Geflügelzuchtverein immer sehr chaotisch zu organisieren, weil die älteren Herrschaften meist nicht berücksichtigt haben, dass ein berufstätiger Mensch nicht spontan unter der Woche mal tagsüber Zeit hat und daher für sowas ein paar Tage Vorlauf und zuverlässige Absprachen braucht).
Für die Hühner ist die Trinkwasser-Impfung natürlich viel angenehmer, aber die ist hier (LK ED/EBE) schlicht keine Option für Hobbyhalter mehr. Kein Tierarzt kommt alle 3 Monate raus, um den Hühnern beim Trinken zuzuschauen, und ohne Tierarzt darf man's nicht mehr geben, was in manchen Gegenden durchaus lockerer gesehen wird, aber hier eben leider nicht.