Beiträge von Cerberus2021

    Anirac Das ist für mich einer der großen Nachteile der Pensionspferde-Herdenhaltung. Egal, was die Pferde machen oder nicht machen, alle anderen haben eine Meinung dazu und verkünden die gerne und ungefragt… :face_with_rolling_eyes: Klar, ab und zu bekommt man auch mal einen sinnvollen Hinweis zum Verhalten des eigenen Pferdes oder zur geänderten Gruppendynamik, aber nach meiner Erfahrung sind 90% der Sachen, die man direkt oder hintenrum übers eigene Pferd mitgeteilt bekommt, einfach Müll.

    …ein letztes Turnierwochenende dieses Jahr, wir waren letzten Sonntag mal „Mini-Vielseitigkeit für Schissbuxen“ reiten: Dressurreiterwettbewerb, 80cm-Stilspringen, 70cm-Stilgeländeritt.

    Achtung, sehr langer Bericht und um 90 Grad verdrehte Fotos 😀


    Von der Dressur gibt’s keine Bilder, die war in eher dunklen Halle. Immerhin waren Ovid und ich mal einmal bei einer Abteilungsaufgabe nicht vorne. Hinterherlaufen taugt dem Jagdpferd immer am Allerbesten, da brauche ich dann nur draufsitzen und genießen. Es gab eine 7,0 und den 6. Platz (von 30 Startern), so ein Super-Dressurpferdchen!


    Danach kam das Springen, da waren wir nur zu siebt und durften netterweise auf dem Prüfungsplatz abreiten und Sprung 1 und 2 zum Warmspringen nutzen. Das war natürlich ideal, um den Pferden alles zu zeigen, und die Wege zumindest zu den ersten beiden Sprüngen schon mal gut hinzukriegen. Ovid war super, hat sich alles schön passend gemacht und ist da flüssig durchgelaufen. Wertnote 7,7, ein Lob für die „harmonische Runde mit einem zufriedenen Pferd“, und der 2. Platz für uns. :star_struck:

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    (Ich guck überm Sprung immer extrem dämlich :hushed_face:)


    Schließlich noch das 70cm-Gelände, meine und Ovids allererste Geländeprüfung überhaupt. Wir machen zwar regelmäßig Geländetraining und springen natürlich auch auf der Jagd, aber das war jetzt eine Geländestrecke, auf der wir noch nie waren, da hatte ich doch etwas Bammel, dann gleich eine komplette Runde mit 10 Sprüngen dort zu machen. Man durfte die Strecke mit Pferd abgehen, und Ovid hat sich die Sprünge ganz entspannt angeschaut. Ich fand Nr 1, 3 und 9 etwas gruselig (1 war ein Dackel aus einem Baumstamm geschnitzt, mit viel „Dackel-Deko“, 3 waren gestapelte Eisenbahnschwellen, der Sprung wirkte dadurch recht wuchtig und dunkel, und 9 war ein etwas luftiges Gatter, wo man vorher einen recht steilen Abhang runter kam. Es war aber genug Platz, um den Hang runter zu traben und dann vor Nr 9 wieder anzugaloppieren).

    Das Abreiten fürs Gelände war etwas wild, weil von den anderen einige kreuz und quer galoppierten. Ovid und ich waren beide etwas verunsichert, und bei einer Situation hat er uns mit einem schnellen Haken in Sicherheit gebracht, den ich dann leider nicht sitzen konnte, so dass ich gleich mal auf dem Abreiteplatz abgeschmiert bin. :face_with_rolling_eyes: Danach habe ich das Getümmel gemieden, noch einen letzten schönen Sprung gemacht und es ging ab auf die Strecke. Sprung 1 lief gut, danach hat er kurz nachgefragt, ob er jetzt wirklich von den Zuschauern und anderen Pferden weg galoppieren soll, daher waren wir da kurz im Trab. Sprung 2 war ein kleiner Baumstamm auf einem Wiesenweg, den ich nicht besonders ernst genommen habe, aber das war wohl ein Fehler, denn ca 10m vor Sprung 2 beschließt Ovid, dass er den gruselig findet und steht. Abwenden, etwas zurück reiten und mit etwas mehr Bein nochmal hingaloppieren, dann war Sprung 2 kein Problem mehr und Ovid springt ohne Zögern drüber. Nachdem ich vor der 3 ja etwas Bammel hatte, war ich danach dann beschäftigt, auch wirklich die geplante Linie zu treffen, also raus bis zum Waldrand, dann erst wenden, schön gerade zur 3, guter Rhythmus, Bein dran, Distanz passt, und Ovid fliegt drüber, was für ein tolles Pferd! Die 4 war wieder ein relativ „harmloser“ Baumstamm, direkt in gerader Linie hinter der 3, und man ahnt es, ich habe Ovid wohl wieder nicht überzeugend übermittelt, dass wir da auch wirklich drüber wollen, und er stand wieder. Nochmal Wendung, beim zweiten Versuch kein Problem, aber jetzt war mir natürlich klar, dass wir beim nächsten Steher raus sind, und mir flatterten auch etwas die Nerven. Die 5 war ein Baumstamm, der leicht ins Bergab ging, und ich spürte schon, dass Ovid da nicht so recht hinzog, also wollte ich lieber aus dem Trab anreiten und da einfach nur unaufwändig „runterploppen“. Mein Durchparieren hat Ovid aber wohl erst recht verunsichert, dann da standen wir dann ein drittes Mal. Nun gut, damit war die Prüfung für uns vorbei. Der Richterkommentar war sehr wohlwollend, „wie schade, die Reiterin macht das eigentlich wirklich schön, es fehlt nur vor dem Sprung noch das letzte bisschen Mut“.

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    Das war jetzt trotzdem für mich der absolute Turnier-Höhepunkt der Saison zum Schluss - ich bin völlig begeistert von meinem Ovid, wie toll er mitmacht, und wie er sich für mich anstrengt, auch wenn dann nicht immer alles auf Anhieb klappt. Jetzt kommen erstmal Jagden, und nächstes Jahr reite ich im Gelände dann hoffentlich jeden Sprung so an wie die 1 und die 3 letzten Sonntag, dann klappt auch mal eine komplette Runde.

    Hier im Forum gibt's übrigens schon einige Videos zur Korrektur/Abbruch:


    Einmal von einer Golden Retriever Hündin bei ihren Welpen:

    flying-paws
    1. Dezember 2020 um 09:35


    Einmal ein Beitrag und Video von flying-paws mit einer Erklärung und Videos, wie so ein auftrainierter Abbruch dann aussieht:

    flying-paws
    1. Dezember 2020 um 19:23


    Bei meinem eigenen Hund war es übrigens extrem von Nuancen in der Körpersprache der Person abhängig, wie gut er als Welpe/Junghund auf Korrekturversuche reagiert hat. Meine hektische Mutter, die so gar keine "Tiererfahrung" hat, und mein damals 14jähriger Sohn, der seine Hände beim Reden nicht still halten kann, haben den Kleinen mit jedem "Lass Das!" immer nur noch mehr aufgedreht, bis der völlig unkontrolliert um sich biss. Ich musste meist einfach nur die Schultern zurücknehmen und etwas "körpersprachlich Druck aufbauen", dann ging der Kleine schon drei Schritte rückwärts - nicht, weil ich der super Hundefuzzi wäre, sondern weil ich jahrzehntelang an Pferden "üben" durfte, wie man körpersprachlich mit einer anderen Spezies kommuniziert.

    Freunde von uns haben z.B. Kabel mit einem Mittel bestrichen, das einem Hund nicht schmeckt. Reinbeißen probiert er dann nur einmal, dann ist das Thema erledigt.

    Ich weiss jetzt nicht mehr genau, ob das eine scharfe Paprikasauce oder ein Mittel aus der Apotheke, mit dem man Kindern das Nägelabkauen abgewöhnt, war.

    Magst du da einmal nachfragen, ich hab da zwei Stellen an unserer Schiebetür, das sind Gumminippel, an denen er kaut. Die zu reparieren ist nen Riesen Schaden. Ich würde es gern testen.

    Wir haben damals sowohl Nelkenöl aus der Apotheke, als auch einfach eins von diesen "Hundefernhalte-Gels" aus dem Fressnapf verwendet, um unseren Junghund damals vom Kabel-Knabbern abzuhalten. Die Kombi der beiden Mittel stank relativ fies - aber ich kann natürlich nicht sagen, ob der Erfolg jetzt wirklich an den Mitteln, oder eben schlicht an unserer Erziehung oder der Reife unseres Hundes lag. (Wir haben hier Unmengen an Kabeln mehr oder weniger kreuz und quer durchs Haus verlaufen, die konnte man nicht alle sichern, und da die teilweise unter Fußleisten und Türrahmen geführt sind, ist das auch eine absolute Strafarbeit, die wieder zu reparieren, wenn sie mal durchgekaut wurden, ganz abgesehen von der Gefahr beim Annagen stromführender Leitungen).

    Unser "Hundefernhalte-Gel" hat allerdings teilweise grüne Flecken auf dem Parkett hinterlassen - die Optik des Wohnraums kann also durchaus nicht nur unter dem Hund leiden, sondern auch unter den gut gemeinten Maßnahmen der Zweibeiner. :rolling_on_the_floor_laughing:

    Nochmal ne kurze Nachfrage wg der Tischtennisplatte aufm Schulhof:tropf:

    Hab nachgeschaut , laut Schildern: ist der Hof nur für SchülerInnen - mit Verhaltensregeln ( kein Alkohol, Party etc), Ruhezeit ab 20h. Betreten von Unbefugten droht Anzeige gg das Hausrecht?

    Was würdet ihr machen?

    Gruss Newstart2

    Wer will denn Tischtennis spielen? Du selber (erwachsen?), oder sind das Jugendliche? Für Jugendliche würde ich da jetzt kein Problem sehen - die können sich ja problemlos darauf berufen, dass sie da als "SchülerInnen" (ist ja erstmal egal, welche Schule) drauf dürfen. Als Erwachsener würde ich dann wahrscheinlich erstmal nachfragen und vormittags im Schulsekretariat anrufen.

    Wir waren vor Jahren, damals ohne Hund, in England. In der Gegend, in der wir waren, war es total üblich, dass nahezu sämtliche Weiden "begehbar" waren und auch offiziell anmutende Wanderwege (waren beschildert) über diese Wiesen führten. Es gab da an den Weiden diese klassischen Holzstiegen, die man auf der einen Seite hoch und auf der anderen Seite wieder runter steigt.

    Ich habe mich da auch gefragt, warum man das so macht. Also warum man den Weg über diese Weide führt. Tatsächlich standen bei uns nur ein einziges Mal tatsächlich Kühe (waren wohl Jungrinder) auf der Wiese, jedoch weit weg vom Trampelpfad, der mittig drüber führte und sie nahmen auch nicht groß Notiz von uns. Rein grundsätzlich hätte ich aber erwartet, dass man die Tiere nicht unnötig mit "Fußvolk" behelligt. Wären die Tiere vorne gewesen oder gar Jungtiere mit auf der wiese, ich hätte einen anderen Weg gewählt.

    Als Abkürzung für Einheimische versteh ich es noch, aber als offizieller Weg hat mich das schon verwundert.

    In England war „immer schon“ sämtliches Land in Privatbesitz. Gleichzeitig gibt es viele alte Wege der unterschiedlichsten Kategorien (Fußweg, Reitweg, „Fahrzeugweg“), die teilweise über mehrere Jahrhunderte in den Karten vermerkt sind. Da ist es halt zwangsläufig so, dass die Wege oft über Weideland verlaufen. Man führt also nicht absichtlich irgendwelche willkürlichen Routen über die Weiden, sondern die Wege und die Weiden existieren da beide schon seit Jahrhunderten gemeinsam.

    In der Gegend meiner Schwiegerfamilie ist das auch Alltag - man leint dann halt den Hund an und lässt die Weidetiere in Ruhe. Es gibt für die Landwirte Regeln, z.B. dürfen soweit ich weiß keine Bullen von Milchkuhrassen auf Weiden mit Wegerechten stehen. Als Fußgänger passt man halt auf und geht notfalls einen Umweg.

    Die Alternative wäre ja, dass entweder alle Fußgänger, Radler, … nur noch die Straßen und die wenigen „staatlichen“ Wege (z.B. alte Eisenbahntrassen) nutzen dürften, damit käme z.B. meine Schwiegermutter nur noch unter Lebensgefahr zu Fuß in den nächsten Ort (laufen auf der stark befahrenen Landstraße), oder man müsste massiv in das Eigentum der Bauern eingreifen, um die Weiden von den historischen Wegen „abzutrennen“.

    Mal so eine ganz andere Sichtweise: magst Du den Kleinen? Was macht Dich an dem Leben mit Cuper so richtig glücklich? Was macht der Kleine, wobei Dir so richtig das Herz aufgeht? Womit hat er Dich überrascht, was Du ihm gar nicht zugetraut hättest? Hatte er schon mal so einen richtig witzigen Einfall?

    Hunde sind hochsoziale Tiere, und seit Jahrtausenden ist der Mensch ihr Sozialpartner. Hunde können unsere Körpersprache teilweise besser lesen als andere Menschen das können. Wie soll Euer Kleiner das lernen, wenn er immer nur weggesperrt und angebunden ist? Wie wollt ihr eine gemeinsame Sprache und eine Verständigung mit ihm aufbauen, wenn er von Eurem Leben so wenig mitkriegt? Warum darf er nicht einfach über Versuch und Irrtum (Feedback von euch) lernen, was er anknabbern darf und was nicht?

    Der letzte Absatz klingt jetzt vorwurfsvoller als ich es meine - ich verstehe schlicht den Sinn Eures Welpentrainings nicht, so wie Du es hier beschreibst.

    ...und mal so als kleine Anregung zum harmlosen zivilen Ungehorsam: wenn das Gelände nicht direkt eingezäunt ist, sondern man da einfach reinspazieren kann und an die Tischtennisplatte kommt, ohne über abgeschlossene Tore zu klettern oder so, und sich da eben ab und zu mal zum Tischtennis-Trainieren trifft und dabei weder den Schulhof vermüllt, noch etwas kaputt macht oder sonst irgendwas anstellt - dann hätte ich persönlich kein Problem damit, das einfach mal zu machen, ohne vorher groß zu fragen.

    Schlimmstenfalls wusste man halt nichts vom Betretungsverbot, dann kann man sich immer noch um eine Sondergenehmigung bemühen, wenn sich jemand an den Tischtennisspielern stören sollte.

    oregano Ich bin ja nur Hobby-Hühnerhalter, aber von dem, was ich so mitbekomme, kann man (außer bei den kompletten Exoten) doch eigentlich mit so gut wie jeder Hühnerrasse glücklich werden. Bei mir im Verein gibt’s querbeet irre viele verschiedene Rassen, und keine davon macht großartig Probleme. Ich denke, wenn Du Dich einmal entschieden hast, ob Du eine reine Legerasse (bessere Legeleistung, aber etwas quirliger, und an den Hähnen ist dann halt „nichts dran“J, oder eine Zweinutzungsrasse (gemütlicher, aber weniger Legeleistung) möchtest, kannst Du so ziemlich jede Rasse ohne extreme Merkmale nehmen.

    Was spricht denn beispielsweise gegen Sundheimer, Barnevelder, Vorwerk, Sulmtaler, Italiener, Reichshühner, Sussex, Bielefelder, Wyandotten, New Hampshire, Marans, Blumenhühner, Bresse, … ?