Kaum jammert man im Dogform herum, klingelt das Telefon: es sind wohl Magengeschwüre am Magenausgang, die dafür sorgen, dass sich der Magen zu langsam leert (nach einer Nacht ohne Futter war der Magen auch immer noch voller als er es hätte sein sollen, und die Geschwüre waren in der Gastroskopie gut zu sehen), wobei die Entzündung wahrscheinlich bis in den Dünndarm reicht. Das Ganze tut dem Pferd wohl auch schlicht weh, wodurch er langsamer und mit mehr Pausen frisst, das führt im Offenstall ja dann auch zu weniger Rauhfutter-Aufnahme. Er bekommt jetzt erstmal 4-6 Wochen Omeprazol, dann schauen wir weiter (ob im Dünndarm zusätzlich noch weitere Probleme sind, konnte die Tierärztin jetzt nicht ausschließen, aber das sehen wir dann unter anderem auch daran, wie gut die Omeprazol-Therapie anschlägt, oder eben spätestens bei der Kontroll-Gastroskopie).
Das ist jetzt nicht die Diagnose, die ich mir erhofft hatte, aber Magengeschwüre sind ja behandelbar. Als Glück im Unglück kann Ovid mit in eine Omeprazol-Studie rein, die eine Tierärztin dort an der Klinik aktuell durchführt, so dass sowohl Durchführung als auch Kosten relativ gut zu stemmen sein werden. Wir werden wohl das Futter etwas umstellen müssen, aber das wird dann die Studien-Tierärztin mit mir im Einzelnen besprechen (die ich sowieso fast jeden Abend sehe, weil unsere Pferde am gleichen Stall in benachbarten Offenstallgruppen stehen). Morgen kann Ovid wieder heim, aktuell wird er erst noch langsam wieder angefüttert (alle 30 Minuten eine kleine Portion), das könnte ich am heimischen Stall nicht leisten.