Beiträge von Clover

    Etwas OT, aber weil man es im Zusammenhang mit Auslandstierschutz ja immer wieder und wieder liest: die Hunde werden nicht von der Straße gesammelt, um sie in deutsche Wohnzimmer zu stecken, sondern weil die jeweiligen Länder keine Straßenhunde wollen und mehr oder weniger radikal dagegen vorgehen. Die Hunde werden von Hundefängern eingefangen und dürfen auch kastriert nicht wieder ausgesetzt werden.

    D. h. Straßenhund bleiben, ist aufgrund der Gesetze im jeweiligen Land idR schlicht und ergreifend keine Möglichkeit, so sehr man es dem ein oder anderen Hund auch wünschen würde.

    Die Frage ist dann nur, was danach passiert: der sofortige Tod, in irgendeinem überfüllten Shelter verschimmeln, oder halt die Vermittlung ins Ausland, wo der Hund zumindest die Chance auf ein Leben hat, auch wenn es teils weder für den Hund noch für den Menschen eine einfache Sache wird.

    Wie oft geht ihr so ohne Hund(e) aus dem Haus 🤔

    Ich geh seit ich Fjäll habe nie ohne sie raus 😱

    Ok, meine Lebensumstände entsprechen nicht gerade der Norm, aber es ist mir heute einfach aufgefallen und jetzt nimmt es mich wunder 😁

    Sehr selten |) Ich arbeite im Home Office, einkaufen erledige ich auf dem Rückweg unserer Nachmittagsrunde (da warten die Hunde dann mal 10 min im Auto), wenn ich mal bei Freunden oder der Familie bin, kommen sie mit und sonst mach ich irgendwie nur sehr selten was, wo Hund nicht mit kann.

    Mein Pointerli bleibt allerdings auch nicht besonders gut allein. Das war anfangs wirklich extrem aufwendig (da musste ich noch zum Arbeiten weg), teuer und stressig (und es hat mich von der Ansicht geheilt, dass Probleme beim Alleinbleiben ja immer selbst gemacht sind, weil man zuviel "G'scheiß" darum macht oder das schon funktioniert, wenn es funktionieren muss :ugly:) und ich hab sie dann halt überall mitgeschleppt, wo es irgendwie ging. Mittlerweile klappt es zwar ganz gut, aber jetzt brauch ich es nicht mehr oft.

    Mein Hund davor und die Pflegehunde bzw. jetzt mein Zweithund hatten nie Probleme beim Alleinsein, auch wenn das nur selten geübt wird.

    Hundehalter und böllerfans gegeneinander ausspielen

    Ich finde ehrlich gesagt nicht, dass in der öffentlichen Debatte Hundehalter großartig thematisiert werden. Maximal im Zuge, dass ganz allgemein vom Stress für Haustiere gesprochen wird, aber ich habe noch nirgends gelesen, dass ein Böllerverbot wegen ängstlicher Hunde gefordert wird...

    Mir als Hundehalter würde es ja schon völlig reichen, würden sich die Feuerwerkfans an die geltenden Gesetze halten. Also Feuerwerk nur an Silvester, nicht in Naturschutzgebieten, nicht in der Nähe von anderen Menschen oder Tieren, nicht in der Nähe von leicht Entzündlichem und selbstverständlich keine versuchte bzw. tatsächliche Körperverletzung oder Sachbeschädigung. Dann wäre ein Großteil dessen, was uns allen die Sache so schwer macht (nämlich das wochenlangen, unvorhersehbare Geböller und die Unmöglichkeit, dem Ganzen sicher zu entkommen, weil auch in Verbotszonen ordentlich was in die Luft gejagt wird), schon vom Tisch. Mit Hund 2 Tage wegfahren und wiederkommen, wenn alles vorbei ist, wäre für die meisten HH noch relativ einfach zu bewerkstelligen.

    Einem Weidetierhalter nützt das halt weniger, der kann schlecht seine Pferde, Rinder, Schafe einpacken und wegfahren. Ein Zoo kann auch schlecht über Silvester umziehen. Und Wildtiere haben eh die A...karte.

    Die Überbevolkerung findet aber nicht in Europa statt. Es bringt - im Hinblick auf die Überbevolkerung - nichts, wenn du auf ein Kind verzichtet, wenn anderswo ein Kind nach dem anderen in die Welt gesetzt wird.

    Natürlich ist Überbevölkerung ein globales Problem, wie kommst du darauf, dass das nicht so wäre?

    Es gibt doch schon längst viel zu viele Menschen auf diesem Planeten, Platz für andere Lebewesen ist da schon länger nicht mehr wirklich vorgesehenen und mittlerweile sind wir halt an einem Punkt angelangt, an dem der Mensch zunehmend auch mit anderen Menschen um Ressourcen konkurriert.

    Und jedes Kind, das geboren wird, verschärft dieses Problem eben, völlig egal, ob das nun in Europa oder in Afrika auf die Welt kommt.

    Leider ein Thema, dass man maximal hinter vorgehaltener Hand oder besser gar nicht ansprechen darf. Und auch ein Thema, was von der Politik verdrängt wird, da schreit man nach fehlenden Arbeitskräften, wenn weniger Kinder geboren werden, dabei sollte doch mittlerweile jedem klar sein, dass ständiges Wachstum halt auf Dauer nicht funktioniert und dringend ein anderer Weg eingeschlagen werden muss.

    Ist doch super, wenn der Hund kaum oder gar keine Klamotten braucht. Wäre mir auch lieber, könnte ich viel Geld sparen und ich find das Angeziehe auch ziemlich nervig.

    Aber die kleine Spanierin ist halt sehr verfroren und hat auch kein Fell, das irgendwie vor Regen schützt.

    Also hab ich dünne, ungefütterte Sachen für nur Regen, Pullis in verschiedenen Dicken, wenn es kälter wird, und Wintermäntel, wenn es richtig kalt ist und das braucht sie halt auch.

    Dazu dann noch einige Fehlkäufe, bei denen sich erst beim Tragen herausstellt, dass die doch nicht richtig sitzen, den Hund behindern, reiben, rutschen oder auch schlicht nicht wasserdicht und warm genug sind. Einiges hab ich wieder verkauft, bei manchen Sachen lohnt sich das aber nicht wirklich, also sind die halt als Reserve im Schrank.

    Mein 2. Hund braucht hingegen normalerweise gar nix zum Anziehen, die ist zwar auch kurzhaarig, bildet aber ordentlich Unterwolle aus im Winter. Sie hat einen Fleecepulli, den sie trägt, wenn wir bei Minusgraden mal sehr lange im Garten sind, wo sie sich nicht groß bewegt, mehr braucht sie nicht.

    Aber eine andere Möglichkeit dem Hund Freilauf zu ermöglichen gibts doch dann gar wenn man nicht ins Auto steigt oder?

    Viele Städte sind grüner, als man denkt, das Problem ist eher, dass es in einer Stadt zu viele Menschen auf zu wenig Fläche gibt und dementsprechend überfüllt sind diese Gebiete oft. Da ist man dann mehr damit beschäftigt, vor rücksichtslosen Radfahrern zur Seite zu springen, brüllenden Kinderhorden auszuweichen und Slalom um Jogger, Leute die auf irgendwelchen Wiesen grillen etc. zu laufen, als tatsächlich spazierenzugehen. Daher fahre ich zum Gassigehen weiter raus, da besteht der Spaziergang dann nicht nur daraus, die Hunde ständig einzubremsen, warten zu lassen, zu rufen, sondern wir können halt einfach laufen.

    Bus und Bahn sind mit Hund zumindest auf den Strecken, die ich hier fahren müsste, völlig unmöglich, das ist so überfüllt, dass der Hund im Grunde ständig geschubst und getreten wird. Und ehrlich, für MICH sind die Ausflüge mit meinen Hunden das wichtigste, was ich so in meiner Freizeit mache, mein einziges Hobby, die Zeit, auf die ich mich am meisten freue (egal, ob im Urlaub oder nach einem stressigen Arbeitstag). Und weil jetzt jemand anders meint (der halt andere umweltschädliche Hobbys hat), dass das ja nur Wohlstandsprobleme sind, könnte ich das nicht mehr machen, muss ich jetzt ein schlechtes Gewissen deswegen haben?

    Klar könnte ich aufs Land ziehen. Da brauch ich dann das Auto nicht für den Hund, sondern für meine Besorgungen |) Zumal man sich halt auch einfach im Klaren darüber sein muss, dass in derart dicht besiedelten Ländern wie Deutschland ein Großteil der Bevölkerung dicht an dicht in Städten hocken muss, weil es halt nicht genug Fläche gibt, dass jeder schön ruhig "im Grünen" wohnen kann.

    Erfahrungsgemäß fordern die meisten Menschen immer in den Bereichen Verzicht für das Klima, die sie selbst kaum oder gar nicht tangieren, während man die umweltschädlichen Dinge, die für einen selbst wichtig sind, rechtfertigt.

    Egal, ob es jetzt um Urlaubsreisen, um den immer neuesten technischen Schnickschnack, neue Klamotten jede Saison, das Einfamilienhaus, Fleisch zu jeder Mahlzeit, die Wohnung auf 25 Grad heizen usw. usf. oder halt das Autofahren geht. Es gibt sicher niemanden, der auf absolut alles verzichtet, das nicht wirklich zum Überleben gebraucht wird...

    Klar sollte jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten versuchen, seinen Anteil zu leisten, aber es ist halt reichlich anmaßend, wenn man festlegen will, in welchen Fällen Ressourcen- und Energieverbrauch OK ist, und was man gefälligst zu unterlassen hat.

    schließlich bezahlt man ja für den Hund idR auch einen ordentlichen Aufpreis.

    Jo. Aber nicht dafür, daß man Dreck macht, sondern weil einer vor Dir schon so viel Dreck gemacht hat mit Hund im Bett. Sprich, die Preisspirale dreht sich nach oben. Damit schießen wir Hundehalter uns leider ins eigene Knie - meine Meinung....

    Diese Begründung hat meines Erachtens nach was von: ich zahle Hundesteuer, also kann ich meine Haufen in der Stadt liegen lassen.... :man_juggling::person_shrugging:

    Natürlich bezahle ich im Hotel nicht nur dafür, dort zu übernachten, sondern auch für die Dienstleistung, dass mir "hintergeputzt" wird. Und der Hund kostet halt extra, um dem eventuellen Mehraufwand bei der Reinigung gerecht zu werden.

    Das heißt ja nun nicht, dass man sich deshalb wie die Axt im Wald aufführt (egal ob mit Hund oder ohne), aber genausowenig, wie ich morgens vorm auschecken erst mal das Bad putzen oder schon mal das Bett abziehen würde, würde ich anfangen, das Zimmer wegen eventueller Hundehaare zu saugen. Ganz einfach :ka:

    Vielleicht noch mal zum Thema Unverträglichkeit mit fremden Hunden oder Menschen: mit so einem Hund kann das Leben in der Stadt zum ständigen Spießrutenlauf werden.

    Da geht's jetzt weniger darum, dass der Hund dann vielleicht mal nicht mit zu Freunden mit eigenem Hund kann, sondern dass man auf jedem Spaziergang damit zu tun hat, fremde Hunde zu verscheuchen, die dem eigenen "Hallo" sagen wollen, während man ausrastende 30kg an der Leine hat, die den anderen gern ins Jenseits befördern wollen.

    Oder damit, anderen Menschen weiträumig auszuweichen, die lieber fast über deinen Hund klettern, als auch nur einen Zentimeter auszuweichen oder den unbedingt streicheln wollen.

    Dabei darf man niemals eine Minute mit den Gedanken woanders sein, weil man sonst vielleicht einen Beißvorfall verursacht. Dazu noch Mehrfamilienhaus mit engem Hausflur, in dem man anderen Menschen und Hunden nicht ausweichen kann, das kann auch sehr unschön werden.

    Die HH, die mit solchen Hunden in belebteren Gegenden wohnen, gehen oft nur frühmorgens bzw. nachts spazieren oder fahren mit dem Auto weit raus. Ansonsten kurze Leine und Maulkorb, denn selbst wenn der eigene Hund top erzogen ist, seine Umwelt kann man leider nicht erziehen. Ob man sich dann noch darüber freut, dass der Hund zumindest keine Schlappohren hat?

    Ich würde in deiner Lebenssituation nur eine Rasse nehmen, die idR verträglich ist mit Mensch und Hund, das macht so vieles einfacher und die Chance ist deutlich größer, dass man die Hundehaltung dann tatsächlich auch genießen kann.

    Zum Sportpensum ist meine Meinung: joggen und wandern in Menschentempo schafft absolut jeder gesunde Hund völlig problemlos (ob er Lust darauf hat, ist wieder eine andere Frage, das kann man vorher nie wissen). Für Bergtouren ist ein leichter, wendiger Hund deutlich besser geeignet als ein großer Hund und kann auch einfacher mal irgendwo hochgehoben werden. Schwimmen kommt darauf an, was man darunter versteht. Kaum ein Hund schwimmt jetzt wirklich ne halbe Stunde mit seinem Menschen Bahnen, schwimmen mit Hund läuft also eher auf etwas planschen oder Hund wartet am Ufer heraus. Dabei muss man auch bedenken, dass an vielen Badestellen Hunde nicht erlaubt sind. Beim Fahrradfahren ist es ähnlich, gemütlich mit dem Hund durch den Wald radeln schafft jeder Hund, ein Tempo, dass auch für den Menschen anspruchsvoll ist, ist über längere Strecken zu schnell. Auch muss man schauen, wo man fährt. Straße, allgemein Asphalt, stark frequentierte Strecken, mit Hund alles suboptimal. Je nach Hundegröße könnte man sich da allerdings mit Hundeanhänger oder Fahrradkorb behelfen.