Wenn der Hund problemlos entspannt und auch schläft, wenn jemand direkt bei ihm sitzt (so hab ich das jetzt interpretiert), dann würde ich das vorerst genauso handhaben. Ja, das ist anstrengend, durchaus auch nervig und man kommt zu nix, aber manche Auslandshunde brauchen das anfangs in dieser Form einfach. Das bedeutet nicht, dass der Hund sein Leben lang so ist und man nie mehr irgendwas anderes machen darf, aber im Moment braucht der Hund diese Nähe einfach dringend.
Versuche, dich zu entspannen und einfach im Hier und Jetzt zu schauen, was der Hund braucht, um zur Ruhe zu kommen und versteift dich nicht darauf, dir jetzt Sorgen wegen später zu machen. Der kann durchaus später ein entspannter Bürohund werden, eine Wohnung verkommt nicht sofort, wenn man mal ein paar Wochen den Haushalt schleifen lässt und Regeln wie "nicht ins Bett" kann man später immer noch aufstellen, wenn der Hund wieder weiß, wo ihm der Kopf steht.
Kannst du dich z. B. mit dem Laptop einfach zum Hund aufs Sofa setzen, wenn du arbeitest? Oder ihm vielleicht einen erhöhten Platz direkt neben dem Schreibtisch anbieten? Den Hund im Bett schlafen lassen und halt häufiger neue Bettwäsche drauf machen, wenn du Angst wegen der Würmer hast?
Hier haben anfangs z. B. alle Auslandshunde extrem an mir geklebt, haben mit im Bett geschlafen und halb auf mir gelebt. Und alle sind mit zunehmender Sicherheit und je mehr sie sich hier eingelebt hatten, selbstständiger geworden, konnten dann auch allein zur Ruhe kommen, man konnte langsam wieder seinem normalen Alltag nachgehen etc.
Für den Hund ist das grad eine absolute Ausnahmesituation, seine ganze Welt ist aus den Fugen geraten, da muss man selbser einfach zurückstecken, bis der Hund den "Kukturschock" überwunden hat und beginnt, sich in seinem neuen Leben zurechtzufinden.