Bei mir hatte es die Züchterin empfohlen und das aus Erfahrung der Welpenkäufer aus den vorherigen Jahren. Da gab es einige Probleme bei denen, die ihre Hunde nicht begrenzt haben.
da liegt für mich ehrlich gesagt der Knackpunkt. Wenn in einer Zucht oder über mehrere Würfe hinweg die Erfahrung gemacht wird, dass gesunde Hunde angeblich nicht zur Ruhe finden können, wenn man sie nicht räumlich begrenzt, dann läuft aus meiner Sicht an einer anderen Stelle etwas gewaltig schief.
Ein gesunder Hund bringt grundsätzlich die Fähigkeit mit, sich hinzulegen, zu schlafen und Pausen zu machen. Das ist kein erlerntes Spezialverhalten, sondern ein biologisches Grundbedürfnis. Wenn das dauerhaft nur durch Gitter, Boxen oder Wegsperren „funktioniert“, würde ich nicht beim einzelnen Halter oder beim einzelnen Hund ansetzen, sondern sehr kritisch hinterfragen, was diese Hunde im Alltag überhaupt lernen und vorleben.
Ich habe nie gezielt darauf „hingearbeitet“, dass meine Hunde sich ablegen. Ich habe normal gelebt, klare Regeln gehabt, aber kein Dauer-Management betrieben. Hunde, die ausreichend ausgelastet sind und deren Umfeld nicht permanent überdreht ist, legen sich irgendwann von selbst hin. Und ja, gerade am Anfang dauert das manchmal, aber das ist Teil des Lernprozesses.
Für mich ist ausreichend Schlaf extrem wichtig, da stimme ich dir vollkommen zu. Aber ich halte es für einen großen Unterschied, ob ein Hund lernt, sich im normalen Leben selbst abzulegen, oder ob er von Beginn an die Erfahrung macht, dass Ruhe nur hinter einer Begrenzung möglich ist. Letzteres verhindert aus meiner Sicht genau das, was man eigentlich möchte.